Was ist über das Erpressungsprogramm HolyCrypt bekannt?
Der HolyCrypt-Virus ist eine neue erpresserische Infizierung und wurde erst kürzlich auf die Internetnutzer losgelassen. Der Virus ist in seinen Methoden der Infizierung und Dateiverschlüsselung nicht originell und macht von anerkannten Methoden Gebrauch. Interessanter an diesem Virus ist, dass das schädliche Skript in Python geschrieben wurde und es ein 64-Bit-Programm ist. Der Virus nutzt ansonsten wie üblich RSA und AES, um die Dateien zu sperren und anschließend für die Entschlüsselung Geld verlangen zu können. Die meisten Erpressungsprogramme setzen ihren Opfern eine Frist für das Bezahlen des Lösegelds. Die Fristen sind unterschiedlich, aber sind in der Regel nicht länger als eine Woche. Die Ersteller von diesem Virus möchten aber anscheinend keine Zeit verschwenden und drohen damit den Entschlüsselungsschlüssel zu zerstören, wenn nach der Verschlüsselung nicht innerhalb von 24 Stunden bezahlt wird. Unter dem Druck die Dateien zu verlieren, bezahlen natürlich viele Opfer das geforderte Geld. Das Traurige ist jedoch, dass in vielen Fällen der Computer dennoch gesperrt bleibt. Die Verbrecher verschwinden einfach sobald sie das Geld in ihre Taschen haben. Egal, wie wichtig Ihre Dateien sind, wir empfehlen das Geld nicht aus dem Fenster zu werfen und stattdessen HolyCrypt zu entfernen. Nutzen Sie dafür eine zuverlässige Antivirensoftware wie SpyHunterSpyHunter. Anschließend können Sie mit Datenwiederherstellungsprogrammen versuchen wenigstens ein paar Dateien wiederherzustellen.

Sobald der Virus auf dem Computer gelangt, lässt sich die Infizierung daran erkennen, dass an allen betroffenen Dateien (encrypted) vorangestellt wird. Die Dateien sind zu diesem Zeitpunkt bereits unzugänglich. Der Virus verteilt außerdem Dokumente mit einer Lösegeldforderung auf dem Computer, um über die derzeitige Situation Aufschluss zu geben:
YOUR COMPUTER HAS BEEN LOCKED!
Your documents, photos, databases and other important files have been locked with strongest encryption and unique key, generated for this computer. Private decryption key is stored on a secret Internet server and nobody can decrypt ypur files until you pay and obtain the private key.
The server will eliminate the key after 24h.
Open http://test_ransonware.onion.link and follow the instruction for the payment
Die Lösegeldforderung ist, wie ersichtlich, flüchtig geschrieben, weist Tippfehler auf und spricht dafür, dass die Ersteller des Erpressungsprogramms nur wegen dem schnellen Geld in diesem illegalen Geschäft verwickelt sind. Der Virus erstellt von der Mitteilung außerdem eine Bilddatei namens alert.jpg, um sie auf dem infizierten Desktop als Hintergrund festzulegen. Wenn man die verschlüsselten Dateien wiedererlangen möchte, muss man 3 verschlüsselte Dateien nach [email protected] senden, wodurch man weitere Anweisungen erhält. Wie wir bereits erwähnt haben, profitieren nur die Verbrecher, wenn Sie den Forderungen Folge leisten. Es ist daher ratsamer HolyCrypt zu entfernen und nach anderen Möglichkeiten zu suchen, um die Daten wiederherzustellen.
Wie infiziert man sich mit dem Virus?
HolyCrypt ist ein ausgeklügelter Virus und kann die Computer auf verschiedene Weisen infizieren. Zum Beispiel könnte der Virus den Computer in Beschlag nehmen, nachdem Sie versehentlich den Anhang einer korrupten E-Mail geöffnet haben. Das Verbreiten von Erpressungsprogrammen durch Spammails ist tatsächlich sogar die gängigste Methode, um die bösen Kreationen auf die Computer einzuschleusen. Es versteht sich daher von selbst, dass man unvertraute E-Mails und insbesondere verdächtige Anhänge nicht öffnen sollte. Geben Sie der Versuchung nicht nach! Zudem sollten Sie von unsicheren Webseiten fernbleiben. Wenn eine Seite voller flimmernder Anzeigen, Downloadbuttons, Mitteilungen über Lottogewinne usw. ist, wäre es wahrscheinlich besser sie direkt zu verlassen. Solche Seiten bieten nämlich die perfekten Verhältnisse für den HolyCrypt-Virus, um den Computer zu infizieren.
Welche Optionen hat man bei der Entfernung von HolyCrypt?
Sie können den HolyCrypt-Virus problemlos mit einer Anti-Malware wie SpyHunter entfernen. Von der manuellen Entfernung des Virus wird dringendst abgeraten. HolyCrypt ist ein komplexes und gefährliches Programm und die Dateien können über diverse Ordner verteilt sein. Alle Dateien manuell ausfindig zu machen kann demnach zu einer sehr schwierigen Aufgabe werden. Das Scannen des Computers mit einer zuverlässigen Anti-Malware auf der anderen Seite erkennt die Komponenten automatisch und entfernt sie direkt. Bedauerlicherweise aber sind selbst die fortschrittlichsten Antivirenprogramme bei der starken Verschlüsselung, die von den Viren zum Sperren der Dateien verwendet werden, machtlos. Nach der Entfernung des Virus können Sie aber immerhin mit Datenwiederherstellungsprogrammen versuchen die Dateien wiederherzustellen. PhotoRec, R-Studio und Kaspersky Antiviren-Tools sind zum Beispiel für diese Aufgabe gedacht.
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