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  • Geprüft · Apr. 2021

Ich habe schlechte Nachrichten für dichRichtig entfernen?

Eine Schritt-für-Schritt-Entfernungsanleitung für betroffene Geräte. Folgen Sie dem geprüften Verfahren unten — die meisten Leser sind in unter 10 Minuten fertig.

Gabriel E. Hall · Leidenschaftliche Internetforscherin

Sextortionbetrug „Ich habe schlechte Nachrichten für dich“ bringt Opfer dazu, das Portemonnaie zu öffnen

I Have Bad News For You scam

Ich habe schlechte Nachrichten für dich ist eine aufwendige Masche, die in die Kategorie der Erpressungsbetrügereien fällt. Laut dem FBI ist die Zahl solcher Straftaten im Laufe des letzten Sommers drastisch gestiegen, und es scheint, als würde diese Erpressungskampagne in absehbarer Zeit nicht abklingen. Hinzu kommt, dass uns nun auch eine deutsche Welle dieser Betrugsmasche erreicht hat. Übeltäter senden Tausende von E-Mails an Opfer auf der ganzen Welt, in der Hoffnung, dass viele aufgrund dieser listigen Erpressungsmethode bezahlen werden. Der Angriff beginnt bereits damit, dass in der Betreffzeile typischerweise das Passwort des Benutzers oder andere sensible Informationen anzeigt werden. Die hinter „Ich habe schlechte Nachrichten für dich“ steckenden Gauner implizieren, dass eine Schadsoftware auf den PC eingeschleust wurde, die es erlaubte, ein peinliches Video mit der Systemkamera aufzunehmen und alle Informationen über die Konten bei sozialen Medien zu erhalten. Wenn das Opfer das geforderte Lösegeld von 387€ in Bitcoin nicht zahlt, wird das gesamte Material an Freunde und Familie geschickt. Wir haben jedoch gute Nachrichten für Sie, es handelt sich hierbei um einen Betrug und die Nachricht ist nicht vertrauenswürdig.

Zusammenfassung
 Name Ich habe schlechte Nachrichten für dich
 Typ Sextortion, Erpressung
 Geforderter Betrag 387€ in BTC
 Symptome

Der Autor suggeriert, dass das System mit einem Virus infiziert ist und bloßstellende Inhalte über die Webcam gefilmt oder der Internetverlauf über besuchte Pornoseiten gestohlen wurde

 Überprüfung auf Schadsoftware Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Computer infiziert ist, dann sollten Sie ihn mit Sicherheitstools wie FortectIntego oder SpyHunterCombo Cleaner scannen

Es gibt viele solcher E-Mail-Kampagnen (I am a spyware software developer; I'm a programmer who cracked your email; There is nothing hidden that is not shown; Porno-Erpressung und viele andere), und es ist nicht bekannt, wie viele Gruppen diese Technik verwenden. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass auch organisierte Kriminalität an Betrügereien wie Ich habe schlechte Nachrichten für dich beteiligt sein könnte.

Was also ist zu tun, wenn Sie eine E-Mail erhalten, in der es heißt, dass Ihre persönlichen Bilder oder Videos Ihren Liebsten zugänglich gemacht werden? Lösegeld nicht zahlen ist die erste Antwort. Wenden Sie sich auch NICHT an die Cyberkriminellen, denn dies wird sie nur dazu ermutigen, mehr Phishing-Mails zu versenden. Sie sollten am besten die „Ich habe schlechte Nachrichten für dich“-Mail aus dem Posteingang entfernen, nachdem Sie sie an die Behörden weitergeleitet haben.

Um „Ich habe schlechte Nachrichten für dich“ glaubwürdig zu machen, unternehmen die Betrüger besondere Anstrengungen an. Sie erklären die ganze Situation wie folgt:

In der Software des Routers, mit der Sie an diesem Tag verbunden waren, gab es eine Sicherheitsanfälligkeit. Ich habe diesen Router zuerst gehackt und meinen bösartigen Code darauf abgelegt. Bei der Eingabe im Internet wurde mein Trojaner auf dem Betriebssystem Ihres Geräts installiert. Danach habe ich alle Daten auf Ihrer Festplatte gespeichert (ich habe Ihr gesamtes Adressbuch, den Verlauf der angezeigten Websites, alle Dateien, Telefonnummern und Adressen aller Ihrer Kontakte).

All das ist Fake und die Gauner wollen einfach nur die Empfänger einschüchtern, besonders diejenigen, die nicht wissen wie Schadsoftware funktioniert. Woher aber haben sie das Passwort? Aus früheren Datenlecks, wie z.B. beim Radisson Hotel, bei Ticketmaster und vielen anderen.

Ich habe schlechte Nachrichten für dich aus dem Posteingang reicht aber möglicherweise nicht aus. Selbst wenn die Wahrscheinlichkeit, dass das Gerät kompromittiert wurde, ziemlich gering ist, besteht dennoch die Möglichkeit. Wenn Sie verdächtige E-Mails erhalten oder ein anderes unnatürliches Verhalten auf dem PC festgestellt haben, sollten Sie daher mit FortectIntego, SpyHunterCombo Cleaner oder einer anderen gewünschten Sicherheitssoftware eine Überprüfung durchführen.

Darüber hinaus wurde neulich festgestellt, dass bei einigen Sextortionsbetrugsmaschen die GandCrab-Ransomware verbreitet wird. Also ein weiterer guter Grund, um das System durch die Installation einer seriösen Sicherheitslösung vor Schadsoftware zu schützen.

I Have Bad News For You email virus

Kein Ende von Phishing-Mails in Sicht – So fällt man nicht auf sie herein:

Oft nutzen Cyberkriminelle Social-Engineering-Angriffe, um ihre Ziele zu erreichen – was in der Regel mit Gelderpressung verbunden ist. Sextortionskampagnen funktionieren so gut, weil sie über mehrere Ebenen täuschen und die Schwachstellen und Ängste der Empfänger ausnutzen. Daher ist der beste Weg, um nicht unerwartet überrascht zu werden, indem man lernt, wie man die bösartigen E-Mails erkennt. Experten empfehlen bei Erhalt einer solchen E-Mail, diese Schritte zu befolgen:

  • Keine Panik und lesen Sie sich die E-Mail gut durch.
  • Prüfen Sie, ob die Nachricht in der Spam-Box liegt (Hinweis: Einige E-Mails könnten es trotz der integrierten Filter in den normalen Posteingang schaffen).
  • Geben Sie die Betreffzeile oder den ersten Satz der Nachricht in Google Chrome oder einen anderen Browser ein und stellen Sie hiermit eine kleine Recherche an – wenn es sich tatsächlich um einen Betrug handelt, wird es Hunderte von Foren-/Blogbeiträgen oder Artikeln über die E-Mail geben.
  • Scannen Sie Ihren Computer mit seriöser Anti-Malware.
  • Konsultieren Sie Online-Communities, Sicherheitsseiten und ähnlichem – treffen Sie keine irrationalen Entscheidungen!
  • Leiten Sie die E-Mail zur Kenntnis an die Polizei weiter, welche hierfür über eine spezielle E-Mail-Adresse verfügt ([email protected]).

Denken Sie auch daran, dass Phishing-Mails gerne Schadsoftware im Anhang enthalten. Vergessen Sie also nicht, dass Sie sie vor dem Öffnen zunächst mit einer Antivirensoftware scannen müssen.

Wenden Sie sich nicht an die Cybergauner und löschen Sie die „Ich habe schlechte Nachrichten für dich“-Mail

Wie bereits erwähnt, wenden Sie sich niemals an die Kriminellen. Kontaktieren Sie stattdessen Behörden, die mit Betrug zu tun haben (normalerweise bitten sie lediglich darum, die Phishing-Mail weiterzuleiten, löschen Sie damit die Mail „Ich habe schlechte Nachrichten für dich“ noch nicht). Wir empfehlen danach dringend, das System mit Sicherheitssoftware wie FortectIntego, SpyHunterCombo Cleaner oder MalwarebytesMalwarebytes auf Schadsoftware zu überprüfen, um sicherzustellen, dass keine der Cyberbedrohungen durchgeschlüpft sind.

Danach können Sie sich um die Entfernung von Ich habe schlechte Nachrichten für dich kümmern, obwohl dies nicht obligatorisch ist. Experten raten auch, alle verwendeten Passwörter zu ändern und einen Passwortmanager zu nutzen, der die Konten sicher halten kann. Denken Sie daran, Ihre alten Passwörter niemals wiederzuverwenden und sie insbesondere nicht für mehrere Konten zu nutzen!

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