2016: Was ist neu beim KEYHolder-Virus?
Der KEYHolder-Virus ist eine äußerst gefährliche Ransomware, welcher die Benutzerdateien verschlüsseln kann. Sie wird mithilfe von Spam, falschen Warnhinweisen und anderen Mitteln verbreitet. Obwohl KEYHolder bereits vor mehr als einem Jahr erschienen ist, kann es immer noch nur das Betriebssystem Windows infizieren. Wenn Sie ein anderes Betriebssystem nutzen, sollten Sie sich aber trotzdem nicht in Sicherheit wiegen. Schließlich weiß man nie, wann und was die Hacker für ihre Updates geplant haben. Gelangt die Ransomware KEYHolder ins System, verschlüsselt sie umgehend Dokumente, Videos und Dateien, welche natürlich für den Computernutzer wichtig sind. Mit der Verschlüsselung der Dateien erhoffen sich die Angreifer, dass das Opfer bereit ist für den speziellen Entschlüsselungsschlüssel ein Lösegeld zu bezahlen. Wir empfehlen allerdings von der Bezahlung abzusehen, da es keine Garantie gibt, dass man auf diese Weise wirklich die Dateien wiederherstellen kann. In meisten Fällen stehen Betroffene am Ende mit nichts da. Erpresser sind schließlich nicht vertrauenswürdig. Es kann daher offensichtlich passieren, dass man das Geld bezahlt und den für die Entschlüsselung notwendigen Code nicht erhält.
Die Besitzer von KEYHolder machen sich, wie so häufig bei Ransomware, den anonymen Tor-Browser zunutze, um die Spuren für eine Nachverfolgung zu verwischen und sich somit einer Rechenschaft zu entziehen. Wenn man sich mit dem KEYHolder-Virus infiziert, wird man dazu aufgefordert den Webbrowser herunterzuladen, um eine bestimmte Webseite zu besuchen, wo man ein Lösegeld von 500 USD oder mehr bezahlen muss. Des Weiteren kann der Virus die Internetverbindung trennen, nach schädliche Webseiten weiterleiten und weitere gefährliche Aktivitäten veranlassen. Um zusätzliche Probleme auf dem Computer zu verhindern, sollten die Entfernung von KEYHolder so schnell wie möglich in Angriff genommen werden. Am einfachsten lässt sich die Entfernung bewerkstelligen, indem Sie mit FortectIntego einen vollständigen Systemscan ausführen. Genau wie jede andere Anti-Spyware dient SpyHunter jedoch nicht der Wiederherstellung der verschlüsselten Dateien. Die Dateien können Sie mit Ihren Back-ups wieder in Ordnung bringen oder falls Sie keine Back-ups angefertigt haben, können Sie folgende Programme ausprobieren: R-Studio und Photorec.

Wie kann der KEYHolder-Virus den Computer infizieren?
Der KEYHolder-Virus nutzt Verbreitungsmethoden, die für Viren der Kategorie Ransomware typisch sind. Die meisten beruhen sich auf falsche Warnhinweise, welche übrigens in 2015 besonders beliebt geworden sind. Die Warnhinweise melden normalerweise fehlende Updates von bekannten Programmen wie Flash Player, FLV Player, Download-Manager, diverse Webbrowser usw. Wenn Sie unserer Seite folgen, wissen Sie wahrscheinlich, dass wir schon ewig lange beteuern, dass man von solchen Anzeigen fernbleiben sollte und für die Aktualisierung von Programmen immer die offiziellen Webseiten nutzen soll. Zudem ist erwähnenswert, dass auch gefälschte E-Mails in der Verbreitung von KEYHolder involviert sein können. Häufig geht es in solchen E-Mails um irgendwelche Bezahlungen, Käufe oder um Probleme mit Behörden. Bitte fallen Sie auf solche irreführenden Mitteilungen nicht herein und hinterfragen Sie jede Aussage, damit Sie die Installation von infizierten E-Mail-Anhängen verhindern können. Eins ist klar: Wenn die Ransomware es schafft in den Computer zu gelangen, blendet sie einen großflächigen Warnhinweis auf dem Bildschirm ein, worin über die Verschlüsselung der Dateien aufgeklärt wird, sowie deren Entschlüsselung im Gegenzug für das Befolgen der dort angegebenen Anweisungen angeboten wird. Zahlen Sie auf keinen Fall das Lösegeld, um die von KEYHolder verschlüsselten Dateien zu entschlüsseln! Am Ende stehen Sie sonst ohne Geld und ohne Dateien da. Wie wir bereits erwähnt haben, kann man den KEYHolder-Virus mit einer aktuellen Anti-Spyware entfernen. Weitere Informationen darüber finden Sie auf der nächsten Seite, wo wir eine ausführliche Anleitung für die Entfernung vom KEYHolder-Virus bereitstellen.
Die Lösung für das KEYHolder-Problem:
Möchte man eine Infizierung mit dem KEYHolder-Virus vermeiden, muss man suspekt aussehende E-Mails und alle Anzeigen, die das Aktualisieren von Flash, Java und ähnlichen Programmen anbieten, ignorieren. Wenn der Computer bereits mit der Ransomware infiziert ist, sollte man ihn natürlich mit einer bewährten Anti-Spyware scannen. Die Verwendung von FortectIntego oder MalwarebytesMalwarebytes ist an dieser Stelle empfehlenswert. Wenn Sie die Programme nicht starten können, führen Sie die Schritte hier oder weiter unten aus:
- Starten Sie den Computer in den „abgesicherten Modus mit Eingabeaufforderung“, um den Virus zu deaktivieren.
- Starten Sie Regedit.
- Suchen Sie nach WinLogon-Einträgen und schreiben Sie alle Dateien auf, die nicht explorer.exe oder leer sind. Ersetzen Sie sie mit explorer.exe.
- Suchen Sie in der Registrierungsdatenbank nach den aufgeschriebenen Dateien und löschen Sie alle Registrierungsschlüssel, die diese Dateien referenzieren.
- Starten Sie den Computer neu und führen Sie mit einer aktuellen Anti-Spyware einen vollständigen Systemscan aus.
Zu guter Letzt möchten wir Ihnen noch dringendst empfehlen sich über die Prävention solcher Infizierungen Gedanken zu machen. Sie können Ihre Dateien mithilfe von Wechsellaufwerken, Netzlaufwerken, Dropbox und Ähnliches sichern. Wenn Sie regelmäßig Back-ups gemacht haben, können Sie ohne Probleme Ihre Dateien wiederherstellen. Sie haben zudem die Möglichkeit Datenwiederherstellungsprogramme zu verwenden. Zurzeit können wir R-Studio und Photorec empfehlen.
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