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Koobface entfernen (aktualisiert Dez 2020) - Entfernungsanleitung

von Ugnius Kiguolis - -   Boface | Virustyp: Würmer

Was man über den Koobface-Betrug wissen sollte

Koobface

Koobface ist ein schädliches Programm und kann die Betriebssysteme Mac OS X, Linux und Windows befallen. Es ist unter den Namen W32/Koobface, W32/Koobface.AZ, W32.Koobface und Boface bekannt[1]. Wenn es auf dem Computer gelangt, überprüft es, ob Cookies von sozialen Netzwerken vorhanden sind. Falls es solche Cookies findet, infiziert es das Benutzerprofil. Der Koobface-Wurm wird normalerweise auf folgende soziale Netzwerke verbreitet: MySpace, Yahoo Messenger, Skype und Twitter. Findet der Koobface-Wurm jedoch keine Anzeichen auf soziale Netzwerke auf dem Computer, löscht er sich einfach und blendet Pop-ups ein, die wie Windows-Fehlermeldungen aussehen. Die Pop-ups enthalten folgenden Text: „Error installing Codec. Please contact support.“

Macht der Computernutzer von sozialen Netzwerken Gebrauch, erkennt Koobface deren Cookies und erfasst alle Anmeldedaten von besuchten sozialen Medienseiten. Anschließend schickt er Mitteilungen an die Freunde in der Freundesliste, worin er sie zum Anschauen eines Videos auffordert[2]. Die Nachricht enthält allerdings einen schädlichen Link.

Klickt man ihn an, wird man zu einer schädlichen Webseite weitergeleitet, wo das Aktualisieren von Flash notwendig ist, um den Inhalt anzuschauen. Die Downloadlinks für das Update enthalten die Datei flash_player.exe. Erlaubt man allerdings die Installation des Updates, erlaubt man den Zugriff auf das Installationsprogramm von Koobface, womit die infizierten Dateien von Koobface heimlich heruntergeladen und installiert werden.

Der Koobface-Wurm ermöglicht Internetkriminellen sensible Daten über das Opfer auszuspionieren und zu erfassen. Koobface kann zum Beispiel sehen, welche Passwörter man auf bestimmte Webseiten eingibt, wie die Anmeldedaten lauten und er kann sogar die Kreditkarten- und Bankdaten herausfinden! Hier ist besondere Vorsicht geboten, denn dies kann auch finanzielle Verluste mit sich bringen. Zudem kann der Wurm auch Anzeigen einblenden[3], die zum Installieren von gefälschten Antivirenprogrammen überlisten sollen. Installieren Sie auf keinen Fall irgendwelche Software, die durch Koobface beworben wird. Mit hoher Wahrscheinlichkeit infizieren Sie nämlich den Computer nur weiter.

The image of Koobface wormKoobface Wurm sucht neue Opfer durch das Angebot, ein infiziertes Video zu sehen.

Wie infiziert der Koobface-Virus die Computer?

Koobface wird gewöhnlich mit Methoden des Social Engineering verbreitet[4], also mit Nachrichten via sozialen Medien. Wenn Sie ein Link von einem Freund erhalten haben und dieser verdächtig aussieht (fremd und voller wahlloser Symbole), sollten Sie ernsthaft fragen, ob Ihr Freund wirklich diese Nachricht geschickt hat. Mitteilungen von Koobface enthalten gewöhnlich Texte wie diese:

  • „I saw your silly face in that movie, check it!“;
  • „Why do you look so stupid? xD See yourself“;
  • „You look just awesome in this new movie“;
  • „My friend caught you on hidden cam.“

Wenn Sie sich daran erinnern können auf den Link solch einer Mitteilung geklickt zu haben, sollten Sie den Computer auf das Vorhandensein von der Schadsoftware Koobface überprüfen. Scannen Sie den Computer am besten mit einer leistungsstarken Anti-Spyware, wenn Sie die gefälschte Version von Flash Player, die als „flash_player.exe“ getarnt war, heruntergeladen haben.

Andernfalls kann Koobface versuchen Kontrolle über Ihren Datenverkehr zu übernehmen[5], persönliche Informationen stehlen und das System mit weiterer Schadsoftware infizieren. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie sich bereits infiziert haben, scannen Sie den Computer bitte mit ReimageIntego. Mehr über die Entfernung von Koobface erfahren Sie auf der nächsten Seite. Koobface

Was können Sie machen, um den Computer vor diesen Wurm zu schützen?

  1. Surfen Sie nicht auf unzuverlässige/unsichere Webseiten. Wenn Sie eine Webseite geöffnet haben, die zum Aktualisieren von Flash Player auffordert und Sie aber wissen, dass Sie zuvor andere Videos abspielen konnten, sollte dies schon ein Hinweis darauf sein, dass die Webseite suspekt ist. Schließen Sie sie einfach direkt.
  2. Wenn Sie auch nur den kleinsten Verdacht haben, dass die von Ihrem Freund gesendete Nachricht nicht von ihm stammt, fragen Sie ihn ruhig zweimal.
  3. Haben Sie immer eine Anti-Malware auf dem Computer installiert, damit sie Infizierungen und Bedrohungen verhindern kann. Wir empfehlen ReimageIntego.

Wie beseitigt man die Infizierung?

Sie können die Infizierung ausmachen, indem Sie den Task-Manager von Windows öffnen und nach diesen Prozessen suchen: freddy79.exe, fbtre6.exe, mstre6.exe, ld08.exe, Ld12.exe. Die schädliche Bedrohung muss vom Computer entfernt und die Verbreitung aufgehalten werden. Sie können die Entfernung manuell durchführen, wofür wir eine Anleitung unterhalb des Artikels vorbereitet haben. Wir empfehlen jedoch trotzdem dringendst den Koobface-Wurm automatisch zu entfernen. Nach der Entfernung sollten Sie Ihre Passwörter bei sozialen Netzwerken und Bankwebseiten ändern, um sicherzustellen, dass Internetkriminelle diese nicht verwenden können.

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Was ist zu tun, wenn das Programm nicht hilft?
Wenn Sie mit Reimage Intego den Virenschaden nicht beheben konnten, kontaktieren Sie uns über Fragt uns und stellen Sie Ihre Frage. Geben Sie dabei alle Einzelheiten an.
Reimage Intego besitzt einen begrenzten kostenlosen Scanner. Reimage Intego bietet eine gründlichere Überprüfung an, wenn Sie die Vollversion erwerben. Wenn die kostenlose Überprüfung Probleme findet, können Sie sie mit der kostenlosen manuellen Reparatur beheben oder die Vollversion kaufen.
Alternative Software
Unterschiedliche Software hat einen unterschiedlichen Zweck. Wenn das Reparieren von korrupten Dateien mit Reimage nicht erfolgreich war, können Sie SpyHunter 5 ausprobieren.
Alternative Software
Unterschiedliche Software hat einen unterschiedlichen Zweck. Wenn das Reparieren von korrupten Dateien mit Intego nicht erfolgreich war, können Sie Combo Cleaner ausprobieren.

Anleitung für die manuelle Entfernung von Koobface:

Entfernen Sie Koobface mit Safe Mode with Networking

  • Schritt 1: Starten Sie den Computer in den Modus Safe Mode with Networking

    Windows 7 / Vista / XP
    1. Klicken Sie auf Start Shutdown Restart OK.
    2. Sobald der Computer aktiv wird, sollten Sie anfangen mehrmals F8 zu drücken bis Sie das Fenster Advanced Boot Options sehen.
    3. Wählen Sie Safe Mode with Networking von der Liste Wählen Sie 'Safe Mode with Networking'

    Windows 10 / Windows 8
    1. Drücken Sie im Windows-Anmeldebildschirm auf den Button Power. Halten Sie nun auf Ihrer Tastatur Shift gedrückt und klicken Sie auf Restart..
    2. Wählen Sie nun Troubleshoot Advanced options Startup Settings und drücken Sie zuletzt auf Restart.
    3. Wählen Sie, sobald der Computer aktiv wird, im Fenster Startup Settings Enable Safe Mode with Networking. Wählen Sie 'Enable Safe Mode with Networking'
  • Schritt 2: Koobface entfernen

    Melden Sie sich am infizierten Computer an und starten Sie den Browser. Laden Sie ReimageIntego oder eine andere legitime Anti-Spyware herunter. Aktualisieren Sie das Programm bevor Sie einen vollständigen Systemscan ausführen und entfernen Sie die schädliche Dateien, die zu der Ransomware gehören und stellen Sie die Entfernung von Koobface fertig.

Probieren Sie folgende Methode aus, falls die Ransomware Safe Mode with Networking blockiert.

Entfernen Sie Koobface mit System Restore

  • Schritt 1: Starten Sie den Computer in den Modus Safe Mode with Command Prompt

    Windows 7 / Vista / XP
    1. Klicken Sie auf Start Shutdown Restart OK.
    2. Sobald der Computer aktiv wird, sollten Sie anfangen mehrmals F8 zu drücken bis Sie das Fenster Advanced Boot Options sehen.
    3. Wählen Sie Command Prompt von der Liste Wählen Sie 'Safe Mode with Command Prompt'

    Windows 10 / Windows 8
    1. Drücken Sie im Windows-Anmeldebildschirm auf den Button Power. Halten Sie nun auf Ihrer Tastatur Shift gedrückt und klicken Sie auf Restart..
    2. Wählen Sie nun Troubleshoot Advanced options Startup Settings und drücken Sie zuletzt auf Restart.
    3. Wählen Sie, sobald der Computer aktiv wird, im Fenster Startup Settings Enable Safe Mode with Command Prompt. Wählen Sie 'Enable Safe Mode with Command Prompt'
  • Schritt 2: Stellen Sie Ihre Systemdateien und -einstellungen wieder her.
    1. Sobald das Fenster Command Prompt auftaucht, geben Sie cd restore ein und klicken Sie auf Enter. Geben Sie 'cd restore' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    2. Geben Sie nun rstrui.exe ein und drücken Sie erneut auf Enter.. Geben Sie 'rstrui.exe' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    3. Wenn ein neues Fenster auftaucht, klicken Sie auf Next und wählen Sie einen Wiederherstellungspunkt, der vor der Infiltrierung von Koobface liegt. Klicken Sie anschließend auf Next. Wenn das Fenster 'System Restore' auftaucht, wählen Sie 'Next' Wählen Sie den Wiederherstellungspunkt und klicken Sie auf 'Next'
    4. Klicken Sie nun auf Yes, um die Systemwiederherstellung zu starten. Klicken Sie auf 'Yes' und starten Sie die Systemwiederherstellung
    Nachdem Sie das System zu einem früheren Datum wiederhergestellt haben, vergewissern Sie sich, dass die Entfernung von Koobface erfolgreich war, indem Sie ReimageIntego herunterladen und damit den Computer scannen.

Als Letztes sollten Sie sich natürlich immer über den Schutz vor Crypto-Ransomware Gedanken machen. Um den Computer vor Koobface und anderer Ransomware zu schützen, sollten Sie eine bewährte Anti-Spyware, wie beispielsweise ReimageIntego, SpyHunter 5Combo Cleaner oder Malwarebytes, nutzen.

Wählen Sie den richtigen Webbrowser und sorgen Sie für mehr Sicherheit mit einem VPN

Online-Spionage hat in den letzten Jahren an Dynamik gewonnen und Internetnutzer interessieren sich immer mehr dafür, wie sie ihre Privatsphäre schützen können. Eines der grundlegenden Methoden, um für eine extra Schutzschicht zu sorgen, ist: Die Wahl eines privaten und sicheren Webbrowsers.

Es ist jedoch möglich, noch eine zusätzliche Schutzebene hinzuzufügen und ein völlig anonymes Surfen im Internet zu schaffen, und zwar mithilfe dem VPN Private Internet Access. Die Software leitet den Datenverkehr über verschiedene Server um, so dass Ihre IP-Adresse und geografischer Standort getarnt bleiben. Die Kombination aus einem sicheren Webbrowser und einem VPN für den privaten Internetzugang ermöglicht es im Internet zu surfen, ohne das Gefühl zu haben, von Kriminellen ausspioniert oder ins Visier genommen zu werden. 

Sichern Sie Ihre Dateien für den Fall eines Malware-Angriffs

Softwareprobleme aufgrund Malware oder direkter Datenverlust dank Verschlüsselung können zu Geräteproblemen oder zu dauerhaften Schäden führen. Wenn man allerdings aktuelle Backups besitzt, kann man sich nach solch einem Vorfall leicht retten und zurück an die Arbeit gehen.

Es ist daher wichtig, nach Änderungen am Gerät auch die Backups zu aktualisieren, sodass man zu dem Punkt zurückkehren kann, an dem man zuvor gearbeitet hat, bevor eine Malware etwas verändert hat oder sonstige Probleme mit dem Gerät auftraten und Daten- oder Leistungsverluste verursachten.

Wenn Sie von jedem wichtigen Dokument oder Projekt die vorherige Version besitzen, können Sie Frustration und Pannen vermeiden. Besonders nützlich sind sie, wenn Malware wie aus dem Nichts auftaucht. Verwenden Sie Data Recovery Pro für die Systemwiederherstellung.

Über den Autor
Ugnius Kiguolis
Ugnius Kiguolis - Experte in der Schadsoftwareentfernung

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Einzelnachweise
Quelle: https://www.2-spyware.com/remove-koobface.html
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