PayDay-Erpressersoftware: Die Eigenschaften und die Besonderheiten

Die Erpressersoftware PayDay ist ein datenverschlüsselnder Virus und griff Ende 2016 portugiesische Computernutzer an. Sie ist ein auf HiddenTear basierender Virus, nutzt das Verschlüsselungsverfahren AES und markiert jede verschlüsselte Datei mit .sexy. Es ist möglich, dass die verschlüsselten Dateien mit einem der verfügbaren HiddenTear-Decrypter wieder entschlüsselt werden können.
Die Autoren des PayDay-Virus scheinen die Verschlüsselungsprozedur wohl sehr „sexy“ zu finden, denn sie haben ihren Virus so programmiert, dass er die verschlüsselten Dateien am Namensende mit einem .sexy versieht. Die Datenverschlüsselung kann Stunden in Anspruch nehmen und normalerweise gibt es keinen Hinweis darauf, dass das System beeinträchtigt wurde, da der Virus seine Arbeit heimlich verrichtet.
Während PayDay die Daten verschlüsselt, merkt man lediglich, dass das System langsamer arbeitet als sonst. Das Problem ist, dass der Computer aus allerlei Gründen langsamer werden kann und eine Erpressersoftware ist sicherlich nicht der erste Gedanke für die Ursache.
Sobald PayDay alle anvisierten Dateien in nutzlose Daten umgewandelt hat, erstellt er eine HTML-Datei namens !!!!!ATENÇÃO!!!!!.html und speichert sie auf dem Desktop. Der Erpresserbrief öffnet sich über den Browser und erklärt (in portugiesischer Sprache), dass alle Dateien verschlüsselt worden sind und wenn man sie jemals wiedersehen oder nutzen möchte, Geld überwiesen werden muss.
PayDay verlangt R$950, umgerechnet ungefähr 250 Euro. Jede Währung außer Bitcoins wird abgelehnt, da die Autoren der Erpressersoftware sich hierdurch ihre Anonymität gewährleisten. Die Angreifer hinterlassen für Fragen zudem die E-Mail-Adresse [email protected].
Man sollte auf solche Bedrohungen nicht hereinfallen und den Virus so schnell wie möglich entfernen, denn er ist lediglich eine weitere entschlüsselbare Variante von HiddenTear. Entfernen Sie PayDay wie unten angegeben und anschließend können Sie sich der Entschlüsselung der Daten widmen, wo Sie die .sexy-Dateien wieder in normale Dateien umwandeln.
Für die Entfernung der Krypto-Schadsoftware müssen Sie ein professionelles Antivirenprogramm oder einen Schadsoftware-Entferner wie FortectIntego installieren. Darüber hinaus sollten Sie sich die Anleitung am Ende des Artikels durchlesen, damit Sie wissen, wie Sie die Entfernung erfolgreich durchführen können.
Mögliche Beziehungen zu BTCWare-Virus: Neue Erpressersoftware nutzt .payday als Endung
Anfang Oktober 2017 entdeckten Sicherheitsexperten ein neues Exemplar einer Schadsoftware, die die Zieldateien mit .[]-id-.payday markierte. Diese neue Cyberbedrohung wird mit BTCWare in Verbindung gebracht. Es lässt sich folglich mutmaßen, dass die Schadsoftware PayDay ebenfalls damit in Verbindung gebracht werden kann.
Im Anschluss der Verschlüsselung lädt der Virus die Datei !! RETURN FILES !!.txt herunter, worin über den Angriff informiert wird:
all your files have been encrypted
want return files?
write on email: [email protected]
Wie man sieht, wird Lösegeldbetrag nicht in der Mitteilung angegeben und Opfer werden dazu aufgefordert mit den Autoren der Schadsoftware in Kontakt zu treten. Es ist möglich, dass das Lösegeld anhand der Anzahl und der Wichtigkeit der verschlüsselten Dateien festgelegt wird.
In allen Fällen wird davon abgeraten den Anweisungen zu folgen. Der Kryptovirus sollte vom System entfernt werden und anschließend empfiehlt es sich entweder die BTCWare- oder HiddenTear-Entschlüsselungssoftware auszuprobieren.

Der datenverschlüsselnde Virus verbreitet sich durch Spammails
Erpressersoftware wird typischerweise via Phishing-Mails, virenverseuchte Anzeigen und Exploit-Kits übertragen. Böswillige E-Mails beabsichtigen die Empfänger dazu zu bringen die angehangenen Dateien zu öffnen, worin die Hauptdatei des Virus oder ein Trojaner enthalten ist, der die Erpressersoftware nach einer geraumen Zeit herunterlädt. Auch Weiterleitungen nach schädlichen Webseiten durch Anklicken irreführender Internetanzeigen sind eine Ursache für solche Infizierungen.
Wir empfehlen daher von Werbeanzeigen fernzubleiben, die mit Angeboten locken, die zu gut sind, um wahr zu sein. Zudem wäre es eine gute Idee Anzeigen zu ignorieren, die von fragwürdigen Drittseiten stammen. Insbesondere, wenn diese dazu drängen „erforderliche Updates“ zu installieren. Solche Updates sind normalerweise mit schädlichen Komponenten gebündelt. Zu guter Letzt muss man sich vor Exploit-Kits in Acht nehmen, die auf kompromittierten Webseiten lauern und Sicherheitslücken in Computern versuchen auszunutzen.
Anleitung für die Entfernung der PayDay-Erpressersoftware
Wir empfehlen die automatische Entfernung, weil sich das schädliche Programm auf diese Weise am einfachsten entfernen lässt und währenddessen das System von jeglicher Spyware/Schadsoftware bereinigt wird. Obwohl die manuelle Entfernung der Erpressersoftware technisch gesehen realisierbar ist, raten wir davon ab. Der Grund hierfür ist, dass wenn man nicht genug Erfahrung mit dem System hat, man recht schnell die falschen Dateien oder falschen Registrierungsschlüssel löschen könnte, wodurch letztendlich eine Reihe von Stabilitätsproblemen auf dem Computer auftreten können.
Wir raten daher zur automatischen Entfernung von PayDay und empfehlen das System mit FortectIntego, SpyHunterCombo Cleaner, MalwarebytesMalwarebytes oder einer anderen gewünschten Antivirensoftware zu bereinigen. Wenn die Erpressersoftware die Installation oder die Nutzung von Sicherheitssoftware verhindert, sind unten aufgeführte Anweisungen hilfreich.
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