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Rapid-Erpressersoftware. Richtig entfernen? (Anleitung für die Deinstallation)

von Jake Doevan - - | Virustyp: Ransomware
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Rapid-Erpressersoftware verschlüsselt diverse Dateien auf dem System

Image of Rapid ransomware virus

Die Erpressersoftware Rapid nutzt das Verschlüsselungsverfahren AES, um Dateien auf dem betroffenen Computer unbrauchbar zu machen. Die unzugänglichen Audiodateien, Videos, Bilder, Dokumente, Datenbanken usw. markiert sie mit der Endung .rapid. Anschließend hinterlässt sie ihren Erpresserbrief in der Datei namens “!!! txt the README” oder „How Recovery Files.txt.”

Das Verhalten vom Rapid-Virus unterscheidet sich nicht von anderen Cyberbedrohungen der Ransomware-Kategorie. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass der Virus mithilfe von Social-Engineering-Methoden und schädlichen Spammails das System infiltriert. Einmal drin, nimmt er Änderungen am System vor und fängt an das Gerät zu scannen, um nach den anvisierten Dateitypen zu suchen.

Im Anschluss einer erfolgreichen Verschlüsselung speichert die Kryptoschadsoftware ihren Erpresserbrief auf dem Computer. Forscher haben entdeckt, dass die Erpressersoftware zwei verschiedene Namen für die Textdatei verwenden, worin üblicherweise die Wiederherstellungsanweisungen zu finden sind. Beide Dateien enthalten dieselben Informationen und weisen an mit den Gaunern über die E-Mail-Adresse jpcrypt@rape.lol Kontakt aufzunehmen:

Hello!
All your files have been encrypted by us
If you want restore files write on e-mail – jpcrypt@rape.lol

Der Erpresserbrief sagt jedoch nicht viel über die Wiederherstellungsmöglichkeiten. Es ist trotzdem klar, dass die Kriminellen die Überweisung einer bestimmten Geldsumme verlangen werden. Die Geldsumme könnte auf die Anzahl an verschlüsselten Dateien basieren oder wie schnell man eine E-Mail sendet. Sicherheitsexperten raten jedoch davon ab mit den Autoren der Rapid-Schadsoftware Kontakt aufzunehmen.

Das Problem ist, dass niemand versichern kann, dass die Gauner einen funktionierenden Rapid-Decrypter besitzen oder sie ihn überhaupt herausgeben. Der Verlust kann also noch größer ausfallen. Neben den verschlüsselten Dateien könnte man auch sein Geld verlieren.

Nach einer Infizierung mit einer Erpressersoftware sollte man sich daher darauf konzentrieren den Computer von dem Schädling zu befreien. Es ist möglich, dass die Erpressersoftware in die Systemprozesse schädlichen Code eingespeist hat. Das Resultat ist ein langsames Gerät und abstürzende Programme. Hinzu kommt, dass Schadsoftware Systeme angreifbar macht und Hintertüren für andere Cyberbedrohungen öffnen kann. Um potenzielle Schäden zu vermeiden, sollte die Rapid-Erpressersoftware entfernt werden.

Bitte versuchen Sie nicht die schädlichen Komponenten selbst zu lokalisieren und zu beseitigen. Es handelt sich hierbei um eine sehr schwierige Aufgabe. Für die Entfernung von Rapid sollten Sie eine bewährte Sicherheitssoftware wie Reimage verwenden. Wenn Sie Probleme bei der Virenentfernung haben, werfen Sie bitte einen Blick auf die unten aufgeführte Anleitung.

Methoden zum Verbreiten von datenverschlüsselnden Viren

Die Entwickler des schädlichen Programms nutzen mehrere unterschiedliche Strategien für die Geräteinfiltrierung. Schädliche Spammails bleiben die Hauptmethode. Sie sollten sich aber nicht nur vor verdächtigen Mails im Posteingang in Acht nehmen, sondern auch folgende Sicherheitstipps beim Internetsurfen beachten:

Schadsoftware-Analytikern von LesVirus.fr, zufolge kann die Schadsoftware ins System eindringen, wenn man:

  • illegale Inhalte herunterlädt,
  • Programmfälschungen oder Fake-Updates installiert,
  • auf virenverseuchte Anzeigen klickt.

Sie müssen folglich mit Inhalten, die Sie aus dem Internet herunterladen, vorsichtig sein. Halten Sie zudem Ihre Software und das Betriebssystem aktuell. Hierdurch verhindert man, dass Schadsoftware Sicherheitslücken ausnutzt, um Angriffe zu starten.

Die Installation eines bewährten Antivirenprogramms ist ebenfalls ein guter Tipp für die Ransomware-Prävention. Man darf aber trotzdem nicht vergessen, dass selbst das beste Sicherheitsprogramm nicht vollständig vor Cyberbedrohungen schützt, wenn man im Internet nicht verantwortungsbewusst handelt.

Rapid-Virus richtig vom System entfernen

Wie wir bereits zu Anfang erwähnt haben, ist der einzig sichere Weg für die Entfernung der Erpressersoftware von einer Sicherheitssoftware Gebrauch zu machen. Ein professioneller Schadsoftware-Entferner kann alle schädlichen Komponenten erkennen und entfernen ohne das System zu beschädigen.

Für die Entfernung von Rapid empfehlen wir die Verwendung von Reimage, Malwarebytes Anti Malware oder Plumbytes Anti-MalwareWebroot SecureAnywhere AntiVirus. Sie können aber natürlich auch eine andere gewünschte Software nutzen. Beachten Sie außerdem, dass Sie den Virus eventuell zuerst deaktivieren müssen, um die automatische Entfernung durchführen zu können. Befolgen Sie hierfür die unten aufgeführte Anleitung:

Wir können mit jedem Produkt, dass wir auf unserer Seite empfehlen, affiliiert sein. Weitere Auskunft in unsern Nutzungsbedingungen. Mit dem Herunterladen einer vorausgesetzten Anti-spyware Software, um Rapid-Erpressersoftware zu entfernen, stimmen sie unserer Datenschutz und Nutzungsbedingungen.
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Was ist zu tun, wenn das Programm nicht hilft?
Wenn Sie die Infizierung nicht mit Reimage beseitigen konnten, kontaktieren Sie unser Support-Team unter Frage stellen und geben Sie so viele Informationen wie möglich.
Für die Deinstallation von Rapid-Erpressersoftware ist Reimage empfehlenswert. Der kostenlose Scanner lässt einen überprüfen, ob der Computer infiziert ist oder nicht. Falls Sie Schadsoftware entfernen müssen, müssen Sie die lizenzierte Version von Reimage erwerben.
Weitere Informationen über das Programm können Sie in der Beurteilung von Reimage finden.
Pressebeiträge auf Reimage

Anleitung für die manuelle Entfernung des Rapid-Virus:

Entfernen Sie Rapid mit Safe Mode with Networking

Um Erpressersoftware vom PC zu entfernen, müssen Sie das System in den abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern starten:

  • Schritt 1: Starten Sie den Computer in den Modus Safe Mode with Networking

    Windows 7 / Vista / XP
    1. Klicken Sie auf Start Shutdown Restart OK.
    2. Sobald der Computer aktiv wird, sollten Sie anfangen mehrmals F8 zu drücken bis Sie das Fenster Advanced Boot Options sehen.
    3. Wählen Sie Safe Mode with Networking von der Liste Wählen Sie 'Safe Mode with Networking'

    Windows 10 / Windows 8
    1. Drücken Sie im Windows-Anmeldebildschirm auf den Button Power. Halten Sie nun auf Ihrer Tastatur Shift gedrückt und klicken Sie auf Restart..
    2. Wählen Sie nun Troubleshoot Advanced options Startup Settings und drücken Sie zuletzt auf Restart.
    3. Wählen Sie, sobald der Computer aktiv wird, im Fenster Startup Settings Enable Safe Mode with Networking. Wählen Sie 'Enable Safe Mode with Networking'
  • Schritt 2: Entferne Rapid

    Melden Sie sich am infizierten Computer an und starten Sie den Browser. Laden Sie Reimage oder eine andere legitime Anti-Spyware herunter. Aktualisieren Sie das Programm bevor Sie einen vollständigen Systemscan ausführen und entfernen Sie die schädliche Dateien, die zu der Ransomware gehören und stellen Sie die Entfernung von Rapid fertig.

Probieren Sie folgende Methode aus, falls die Ransomware Safe Mode with Networking blockiert.

Entfernen Sie Rapid mit System Restore

Diese Methode kann ebenfalls dabei helfen die Rapid-Schadsoftware zu deaktivieren, um sie mit einer Sicherheitssoftware zu beseitigen:

  • Schritt 1: Starten Sie den Computer in den Modus Safe Mode with Command Prompt

    Windows 7 / Vista / XP
    1. Klicken Sie auf Start Shutdown Restart OK.
    2. Sobald der Computer aktiv wird, sollten Sie anfangen mehrmals F8 zu drücken bis Sie das Fenster Advanced Boot Options sehen.
    3. Wählen Sie Command Prompt von der Liste Wählen Sie 'Safe Mode with Command Prompt'

    Windows 10 / Windows 8
    1. Drücken Sie im Windows-Anmeldebildschirm auf den Button Power. Halten Sie nun auf Ihrer Tastatur Shift gedrückt und klicken Sie auf Restart..
    2. Wählen Sie nun Troubleshoot Advanced options Startup Settings und drücken Sie zuletzt auf Restart.
    3. Wählen Sie, sobald der Computer aktiv wird, im Fenster Startup Settings Enable Safe Mode with Command Prompt. Wählen Sie 'Enable Safe Mode with Command Prompt'
  • Schritt 2: Stellen Sie Ihre Systemdateien und -einstellungen wieder her.
    1. Sobald das Fenster Command Prompt auftaucht, geben Sie cd restore ein und klicken Sie auf Enter. Geben Sie 'cd restore' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    2. Geben Sie nun rstrui.exe ein und drücken Sie erneut auf Enter.. Geben Sie 'rstrui.exe' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    3. Wenn ein neues Fenster auftaucht, klicken Sie auf Next und wählen Sie einen Wiederherstellungspunkt, der vor der Infiltrierung von Rapid liegt. Klicken Sie anschließend auf Next. Wenn das Fenster 'System Restore' auftaucht, wählen Sie 'Next' Wählen Sie den Wiederherstellungspunkt und klicken Sie auf 'Next'
    4. Klicken Sie nun auf Yes, um die Systemwiederherstellung zu starten. Klicken Sie auf 'Yes' und starten Sie die Systemwiederherstellung
    Nachdem Sie das System zu einem früheren Datum wiederhergestellt haben, vergewissern Sie sich, dass die Entfernung von Rapid erfolgreich war, indem Sie Reimage herunterladen und damit den Computer scannen.

Bonus: Wiederherstellung der Daten

Die oben aufgeführte Anleitung soll dabei helfen Rapid vom Computer zu entfernen. Für die Wiederherstellung der verschlüsselten Dateien empfehlen wir eine ausführliche Anleitung von den Sicherheitsexperten von dieviren.de zu nutzen.

Wenn Ihre Dateien von Rapid verschlüsselt worden sind, haben Sie für die Wiederherstellung mehrere Möglichkeiten:

Probieren Sie Data Recovery Pro aus, um .rapid-Dateien wiederherzustellen

Data Recovery Pro ist praktisch, wenn man keine Back-ups hat. Die Software hilft bei der Wiederherstellung korrupter Dateien.

  • Laden Sie Data Recovery Pro (https://dieviren.de/download/data-recovery-pro-setup.exe) herunter;
  • Führen Sie die Schritte der Data Recovery aus und installieren Sie das Programm auf dem Computer;
  • Starten Sie es und scannen Sie den Computer nach Dateien, die von Rapid verschlüsselt worden sind;
  • Stellen Sie sie wieder her.

Nutzen Sie die Vorgängerversionen, um Zugriff auf einzelne Dateien zu bekommen

Mit dieser Methode dreht man quasi die Zeit zurück und greift auf früher gespeicherte Dateiversionen zu. Die Methode funktioniert allerdings nur, wenn die Systemwiederherstellung vor dem Angriff aktiviert wurde.

  • Suchen Sie nach einer verschlüsselten Datei, die Sie wiederherstellen möchten und führen Sie einen Rechtsklick darauf aus;
  • Selektieren Sie “Properties” und gehen Sie zum Reiter “Previous versions”;
  • Kontrollieren Sie hier unter “Folder versions” alle verfügbaren Kopien. Wählen Sie die Version aus, die Sie wiederherstellen möchten und klicken Sie auf “Restore”.

Machen Sie von ShadowExplorer Gebrauch

Wenn die Rapid-Ransomware nicht die Schattenkopien gelöscht hat, kann ShadowExplorer die Dateien wiederherstellen:

  • Laden Sie Shadow Explorer (http://shadowexplorer.com/) herunter;
  • Folgen Sie den Anweisungen des Einrichtungsassistenten von Shadow Explorer und installieren Sie die Anwendung auf dem Computer;
  • Starten Sie das Programm und wählen Sie mithilfe des Auswahlmenüs oben links in der Ecke ihre Festplatte mit den verschlüsselten Daten aus. Kontrollieren Sie die vorhandenen Ordner;
  • Führen Sie auf den wiederherzustellenden Ordner einen Rechtsklick aus und wählen Sie “Export”. Sie können ebenfalls auswählen, wo der Ordner wiederhergestellt werden soll.

Ein offizielles Entschlüsselungsprogramm zum Rapid-Virus steht noch nicht zur Verfügung.

Als Letztes sollten Sie sich natürlich immer über den Schutz vor Crypto-Ransomware Gedanken machen. Um den Computer vor Rapid und anderer Ransomware zu schützen, sollten Sie eine bewährte Anti-Spyware, wie beispielsweise Reimage, Plumbytes Anti-MalwareWebroot SecureAnywhere AntiVirus oder Malwarebytes Anti Malware, nutzen.

Über den Autor

Jake Doevan - Das Leben ist zu kurz, um die Zeit mit Viren zu verschwenden.

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Quelle: https://www.2-spyware.com/remove-rapid-ransomware.html

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