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  • Geprüft · Apr. 2021

RedBoot-ErpressersoftwareRichtig entfernen?

Eine Schritt-für-Schritt-Entfernungsanleitung für betroffene Geräte. Folgen Sie dem geprüften Verfahren unten — die meisten Leser sind in unter 10 Minuten fertig.

Lucia Danes · Virenexpertin

Erpressersoftware RedBoot richtet verheerenden Schaden im System an

The picture illustrating files encrypted by Redboot virus

Der RedBoot-Virus weist ein hybrides Verhalten einer Erpressersoftware und einem Wiper auf. Er verschlüsselt die Daten, markiert sie mit .locked und überschreibt den Master Boot Record (MBR). Letzteres ist dafür verantwortlich, wie die Systempartitionen mit den darauf befindlichen Dateiverwaltungssystemen arbeiten.

Obwohl der Virus Dateien verschlüsselt, wird kein Entschlüsselungsprogramm zum Kauf angeboten. Wenn der Angreifer kein Tool für die betroffenen Computer anbietet oder auch nicht zur Verfügung hat, ist die Entschlüsselung vergebens. Die Schadsoftware hinterlässt folgende 5 Dateien auf dem System:

  • assembler.exe
  • boot.asm
  • boot.bin
  • overwrite.exe
  • main.exe
  • protect.exe

Manche Dateien dienen der Übersetzung anderer Dateien, sowie der Vorbereitung auf das Überschreiben des MBRs. Der Auftrag hierfür liegt in der Datei overwrite.exe. Die Entwickler der Schadsoftware haben außerdem einprogrammiert, dass die Aktivitäten der Programmdateien nicht vom Computernutzer unterbrochen werden können. Protect.exe verhindert diesbezüglich das Starten von dem Task-Manager und von ProcessHacker.

Trotz alledem ist es notwendig, dass man den RedBoot-Virus so schnell wie möglich entfernt. FortectIntego oder MalwarebytesMalwarebytes kann hierbei behilflich sein. In der unten aufgeführten Anleitung erklären wir, wie man den Eingriff der Schadsoftware umgeht.The picture illustrating RedBoot ransom note

Andere verblüffende Features

Nachdem die nötigen Vorbereitungen getroffen sind, beginnt main.exe ihre Arbeit. Die Programmdatei sucht nach potenziell wichtigen Dateien und verschlüsselt sie. Anschließend hängt sie eine gängige Endung an, welche von Kriminellen mehrerer Ransomware-Gruppen verwendet wird.

Ist der Prozess fertig, startet die Schadsoftware das System neu und blendet statt des typischen Windows-Anmeldebildschirm einen roten Bildschirm mit einer kurzen Mitteilung ein. Die Mitteilung besagt:

This computer and all of its files have been locked! Send an email to [email protected] containing your ID key for instructions on how to unlock them. Your ID key is…

Interessanterweise enthält die Schadsoftware auch noch Elemente, die nach der Annahme von IT-Experten einem Bitcoin-Miner entsprechen. RedBoot wird zurzeit von Antivirenprogrammen als Win32.Trojan.Mbrmodifier.Auto, Win32:Malware-gen usw. erkannt.. Die umgehende Entfernung von RedBoot ist ein Muss.

Wie man sich mit Erpressersoftware infiziert

Die Schadsoftware fischt wahrscheinlich via Spammails und infizierten Torrent-Dateien nach neuen Opfern. Um die Zahl von infizierten E-Mails zu maximieren, werden Botnetze verwendet. Es ist möglich, dass RedBoot das gleiche Botnetz wie Ykcol (Locky) nutzt. Es würde sich dann in diesem Falle um das Botnetz Necurs handeln.

Computernutzer sollten sich allerdings auch vor korrupten Programmen und Browsererweiterungen in Acht nehmen. Der Chrome Web Store wird zurzeit von diversen Cyberbedrohungen belagert. Man sollte daher neue Apps und Erweiterungen nur mit großer Vorsicht installieren. Schützen Sie den Computer mit Schadsoftware-Entfernern und Antivirenprogrammen. Wenn die Sicherheitsanwendungen regelmäßig aktualisiert werden, können sie Infizierungen wie RedBoot verhindern.

Die RedBoot-Schadsoftware beseitigen

Der RedBoot-Virus lässt sich mithilfe eines Schadsoftware-Entferners beseitigen. Angesichts der Besonderheiten von RedBoot lässt sich die Entfernung wahrscheinlich nicht im normalen Modus durchführen. Sie müssen den Computer also in den abgesicherten Modus starten oder sogar eine Systemwiederherstellung durchführen.

Da die Schadsoftware allerdings die Boot-Einstellungen modifiziert, ist es möglich, dass Sie eine Windows-Installations-CD benötigen, um auf die Funktionen für den abgesicherten Modus oder die Systemwiederherstellung zugreifen zu können. Nachdem Sie in den abgesicherten Modus gelangt sind, sollte sich RedBoot entfernen lassen. Es spielt übrigens keine Rolle, ob man im Vereinigten Königreich oder in Griechenland ansässig ist. Die Schadsoftware kann jeden Computernutzer befallen.

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