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  • Geprüft · Apr. 2021

SatanRichtig entfernen?

Eine Schritt-für-Schritt-Entfernungsanleitung für betroffene Geräte. Folgen Sie dem geprüften Verfahren unten — die meisten Leser sind in unter 10 Minuten fertig.

Linas Kiguolis · 7443

Vermehrte Angriffe erwartet. Der Grund: Ein im Deep Web verfügbarer Baukasten für das Erpressungsprogramm Satan

Der Satan-Virus gehört zu die Art Erpressungsprogramm, die als RaaS (Ransomware-as-a-Service bzw. Erpressungsprogramm als Dienstleistung) angeboten werden. Der Virenbaukasten ist zurzeit in einem Forum im Deep Web erhältlich und diejenigen, die Interesse an ein Geschäft damit haben, können ihn kostenlos herunterladen, indem sie sich auf einer bestimmten Webseite anmelden. Laut dem Forenmitglied Cold_As_Ice ist die Nutzung des Satan-Virus kostenfrei und lässt sich anhand folgender Parameter den Wünschen des Nutzers anpassen: “Höhe des Lösegelds, Multiplikator für das Lösegeld nach dem Verstreichen von X Tagen, Festlegung der X Tage, eine persönliche Mitteilung an das Opfer.” Das Forenmitglied, das wahrscheinlich hinter den Verkauf des Erpressungsprogramms steckt, behauptet, dass die EXE-Datei von Satan lediglich 170KB groß ist. Zudem wird empfohlen, dass die persönliche Mitteilung bzw. der Erpresserbrief in der Sprache des Opfers verfasst werden sollte, damit der Vorgang und die Forderungen verständlich sind. Der Baukasten hilft außerdem dabei schädlichen Code für Makros von Microsoft Word und CHM-Dateien zu erstellen, sodass die anvisierten Opfer einfacher und erfolgreicher überlistet werden können und die Verbreitung der Schadsoftware gewährleistet ist. 

Satan RaaS

Aus diesen Gründen erwarten Experten, dass demnächst vermehrt Angriffe von Satan stattfinden. Ransomware-as-a-Service ist nichts Neues und Tools dieser Art ebnen Kriminellen den Weg zum leichtverdienten Geld. Wenn solche Tools im Internet leichtzugänglich sind, besteht kein Zweifel auf den Erfolg von Erpressungsprogrammen. Die Autoren des Baukastens verdienen dabei 30% von den eingenommenen Lösegeldern, der Rest geht an den Anwender. Opfer des Satan-Virus sollten nicht überstürzt zahlen, denn die Schadsoftware ist zurzeit noch in Untersuchung. Das heißt, dass Schadsoftware-Forscher daran arbeiten ein Entschlüsselungsprogramm zu entwickeln, womit die betroffenen Dateien gerettet werden können. Opfern wird angeraten den Satan-Virus mit einer Anti-Malware, wie bspw. FortectIntego, zu entfernen. Für die Wiederherstellung der verschlüsselten Dateien können von Sicherheitskopien Gebrauch gemacht werden. Für den Fall, dass keine Back-ups vorhanden sind, haben wir für die Datenwiederherstellung einige Optionen am Ende des Artikels aufgelistet. Allerdings ist die Entfernung von Satan höchste Priorität, denn das System muss vor weiteren Infizierungen geschützt werden.

Wie infiziert man sich mit Erpressungsprogrammen?

Die Autoren vom Satan-Virus scheinen die Verbreitung des Virus mithilfe von schädlichen Word-Dateien, die Makro-Code nutzen, zu empfehlen. Demzufolge sollte man sich vor E-Mails in Acht nehmen, die von unbekannten Absendern stammen und auf Anhänge verweisen. Vergessen Sie nicht, dass Kriminelle die schädlichen Dateien als Rechnung, Bericht, gescanntes Dokument oder Ähnliches betiteln und Sie auf diese Weise zum Öffnen verleiten können. Wenn Sie eine E-Mail von einem unbekannten Absender erhalten, überprüfen Sie sie am besten sorgfältig. Kontrollieren Sie auch die E-Mail-Adresse des Absenders, ob sie vertrauenswürdig ist oder nicht. Betrüger geben sich gerne als Mitarbeiter von bekannten Firmen wie Amazon oder PayPal aus. Bis Sie sichergestellt haben, dass der Absender wirklich von der besagten Firma stammt, gilt also auch hier Vorsicht.

Ist es möglich verschlüsselte Dateien wiederherzustellen? Wie entfernt man den Satan-Virus?

Wenn Sie sich zurzeit mit diesen Fragen beschäftigen, müssen Sie sich fragen, ob Sie das Lösegeld bezahlen möchten oder nicht. Möglicherweise bekommen Sie den Decodierer, aber dann wiederrum besteht auch die Chance, dass Sie ihn nicht erhalten. Selbst wenn der Decodierer ausgehändigt wird, könnte er mit weiteren Viren infiziert sein. Die Bezahlung des Lösegelds ist also keine gute Idee. Wir empfehlen daher die Forderungen des Erpressers zu verweigern und den Satan-Virus mit einer Anti-Malware zu entfernen. Die Daten können Sie, wie bereits erwähnt, mit einem Back-up wiederherstellen. Andernfalls finden Sie weiter unten noch einige weitere Optionen.

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