Wie gefährlich ist das Erpressungsprogramm AES-NI?
Der AES-NI-Virus stammt von der gleichen Familie wie der des AES256-Erpressungsprogramms ab. Im Vergleich zu anderen Neulingen hinken diese erpresserischen Viren den komplexen Viren jedoch nicht her, welche Computernutzer dazu drängen ihre Freunde zu infizieren. AES-NI wird in diesem Fall seinem Namen gerecht und sucht nach .doc, .jpg. mp4 und weiteren wichtigen Dateien, verschlüsselt sie und versieht sie mit der Endung .aes256. Obwohl die Situation aussichtslos scheinen mag, gibt es dennoch eine Lösung. Zuallererst sollte AES-NI jedoch entfernt werden. Hierfür können Sie FortectIntego verwenden. Das Programm ist eine Anti-Spyware, die speziell für den Kampf gegen virtuelle Infizierungen entwickelt worden ist.
Wenn Sie nicht mit den Verschlüsselungsarten vertraut sind, reicht es eigentlich aus zu wissen, dass AES ein symmetrisches und RSA ein asymmetrisches Verschlüsselungsverfahren ist. Bei der Verschlüsselung mit AES wird meist ein 128 oder 256 Bit langer Schlüssel verwendet. Je größer der Schlüssel ist, desto mehr Runden wird für die Verschlüsselung gebraucht, wodurch sie aber auch stärker wird. Praktisch gesehen ist der von AES-NI generierte Verschlüsselungsschlüssel nicht knackbar. Trotzdem gibt es keinen Grund zum Verzweifeln und zur Trauer über die verlorenen Dateien. Lassen Sie sich nicht dazu verleiten mit den Gaunern Kontakt aufzunehmen, auch wenn sie hierfür folgende E-Mail-Adressen bereitstellen: [email protected] und [email protected]. Selbst wenn das Lösegeld in Ihre Ausgaben passt, sollten Sie davon absehen es zu bezahlen. Schließlich haben Sie es hier mit Cyberkriminellen zu tun haben, die sich offensichtlich nicht dazu verpflichtet fühlen müssen den Entschlüsselungsschlüssel nach dem Empfang der Bezahlung herauszugeben. Im Anbetracht von CryptoWall sind solche Annahmen sogar sehr realistisch. Es wäre daher unklug sich Hoffnungen zu machen und sich auf das Gewissen der Täter zu verlassen. Stattdessen sollte die Entfernung von AES-NI oberste Priorität sein.
Verbreitungstendenzen und Präventionsmaßnahmen
Der Virus ist erst seit Kurzem im Umlauf und es wird angenommen, dass er von den gängigen Verbreitungsmethoden Gebrauch macht. Beispielsweise könnte die Schadsoftware AES-NI in Spammails lauern. Obwohl die Überlistungsmaschen (gefälschte Steuerbescheide, Rechnungen etc.) mehrere Male diskutiert wurden, fallen immer noch etliche Computernutzer darauf herein. Vorsicht gilt zudem, wenn man eine E-Mail vom Office of Personnel Management (OPM) erhält. Auch wenn sich gerne Locky hinter dieser Institution verbirgt, ist es ebenfalls denkbar, dass aufgrund des letztjährigen Datenlecks hiervon andere Cyberkriminelle Gebrauch machen. Im Allgemeinen enthalten solche gefälschten E-Mails korrupte Anhänge und etliche Tipp- oder Grammatikfehler, welche insbesondere in nachgeahmte E-Mails von offiziellen Behörden auffallen. Die Abwesenheit von speziellen numerischen Codes kann ebenfalls eine Warnung sein. Des Weiteren gelten Trojaner als Vorboten für Krypto-Schadsoftware. Sicherheitsanwendungen können hiervor jedoch schützen.
Wie man mit dem AES-NI-Virus fertig wird
Wenn Sie festgestellt haben, dass alle Ihre Dateien verschlüsselt worden sind, sollten Sie die Entfernung von AES-NI nicht hinauszögern. Nutzen Sie für eine endgültige Entfernung Tools wie FortectIntego oder MalwarebytesMalwarebytes. Beachten Sie aber, dass Schadsoftware-Entferner von dem Virus betroffene Dateien nicht entschlüsseln können. Hierfür ist ein anderes Tool oder besser noch ein Back-up notwendig. Aktuelle Versionen von Windows erstellen automatisch Back-ups. Diese Funktion muss aber trotzdem zuerst eingerichtet werden. Hinsichtlich der Tatsache, dass Erpressungsprogramme auf dem Vormarsch sind, ist dies schon fast ein Muss. Für den Fall, dass Sie keine Sicherheitskopien haben, haben wir noch einige Empfehlungen für die Datenwiederherstellung. Stellen Sie jedoch sicher, dass Sie den AES-NI zuerst entfernen und erst dann die weiteren Schritte in den Angriff nehmen.
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