Sicherheitsexperten berichten: Was ist der Aes256-Virus?
Der Aes256-Virus ist ein Erpressungsprogramm, das von dem Verschlüsselungsverfahren AES-256 Gebrauch macht, um die Dateien von Opfern zu verschlüsseln und sie dazu zu bringen eine beträchtliche Geldsumme zu bezahlen. Laut Betroffenen verlangt der Virus ein Lösegeld in Höhe von 10 BTC. Der gleiche Verschlüsselungsstandard wird übrigens auch beim Deadly-Virus, aktuellen Versionen von Cryptowall, CryptoLocker und vielen weiteren Bedrohungen, die in die Kategorie Erpressungsprogramme fallen, verwendet. Die Infizierung lässt sich anhand der auf dem Desktop befindlichen Datei !!Read This_Important!!!.txt erkennen, sowie daran, dass betroffene Dateien üblicherweise am Ende ihres Namens mit .aes256 markiert sind. Die Dateien können nach ihrer Verschlüsselung natürlich nicht mehr geöffnet und nach Bedarf genutzt werden. Vom Aes256-Virus verschlüsselte Dateien sind nur mithilfe eines Back-ups oder mit den unten aufgeführten Schritten, die von unseren DieViren.de-Experten vorbereitet wurden, wiederherstellbar. Wenn man die Lösegeldforderung des Erpressungsprogramms liest, kann man den Eindruck haben, dass man die Fotos, Musik, Geschäftsdokumente usw. nur zurückbekommt, wenn man mit den Entwicklern über [email protected], [email protected] oder BitMsg Kontakt aufnimmt und deren Entschlüsselungsprogramm erwirbt. Allerdings gibt es keine Garantie, dass der Aes256-Decodierer der Hacker eine effektive Lösung ist. Laut Sicherheitsexperten und dem FBI ist es nicht sicher, dass man nach der Bezahlung einen echten und funktionierenden Decodierer bekommt. Schließlich hat man es hier mit Cyberkriminellen zu tun, die lediglich versuchen Profit zu machen. Aus diesem Grund ist es ratsam den Aes256-Virus zuerst zu entfernen und damit die restlichen Dateien zu schützen. Anschließend können Sie unsere Datenwiederherstellungsschritte befolgen und Ihre Daten retten. Wenn Sie ein Programm für die Entfernung des Erpressungsprogramms benötigen, empfehlen wir FortectIntego.

Das Erpressungsprogramm wurde erstmals im Dezember 2016 erwähnt. Seitdem versuchen Betroffene immer noch ihre Dateien wiederherzustellen. Der Erpresserbrief der Schadsoftware sieht wie folgt aus:
<<<<<<<<<<<<<<<<<<<< YOUR FILES ARE ENCRYPTED! >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
SORRY! All personal files on your computer are encrypted.
File contents are encrypted with random key (AES-256; ECB mode).
Random key is encrypted with RSA public key (2048 bit).
We STRONGLY RECOMMEND you NOT to use any „decryption tools“.
These tools can damage your data, making recover IMPOSSIBLE.
If you want to decrypt your files, you have to get RSA private key.
In order to get private key, write here:
@protonmail.com
@tuta.io
Also you can write to BitMsg (https://…) address
if you did not receive any answer on e-mail:
[…]
You will receive instructions of what to do next.
You MUST refer this ID in your message:<<<<<<<<<<<<<<<<<<<< YOUR FILES ARE ENCRYPTED! >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
Wenn Sie sich noch nicht mit dem Virus infiziert haben, sollten Sie sich über den Schutz Ihrer Dateien Gedanken machen. Speichern Sie Sicherheitskopien von wichtigen Dateien auf externen Festplatten, USB-Sticks oder Ähnlichem. Beachten Sie aber, dass die Geräte für die Sicherheitskopien nicht mit dem Computer verbunden sein dürfen, damit sie bei einer Infiltrierung vom Aes256-Virus oder einem anderen Erpressungsprogramm nicht zerstört werden. Hinsichtlich des Systems empfiehlt es sich die Systemwiederherstellung auf dem Computer aktiviert zu haben. Im Falle einer Infiltrierung hat man dann die Möglichkeit mithilfe der Vorgängerfunktion von Windows wichtige Dateien zu retten. Wenn Sie sich infiziert haben, sollte die Entfernung vom Aes256-Virus die höchste Priorität sein, da sie einen Teil der Daten zu vorgegebener Zeit verschlüsselt.
Wie infiziert das Erpressungsprogramm das System?
Der Aes256-Virus wird normalerweise mit irreführenden E-Mails verbreitet, die eine Überprüfung der Kreditkartentransaktionen usw. fordern. Klickt man auf den Anhang, gelangt jedoch ein Trojaner ins System und lädt die dateiverschlüsselnde Schadsoftware herunter. Zu Ihrem Schutz sollten Sie bei jeder E-Mail vorsichtig vorgehen. Überprüfen Sie den Absender, den Nachrichteninhalt und ähnliche Kriterien, die einen Hinweis auf Täuschungsversuche geben können. Seien Sie außerdem bei nicht jugendfreien und illegalen Webseiten vorsichtig, denn dort ist ebenfalls eine Infizierung mit Erpressungsprogrammen nicht ungewöhnlich. Zu guter Letzt gibt es auch noch das Malvertising, bei der Schadsoftware mithilfe von infizierten Werbeanzeigen und Ähnlichem verbreitet wird.
Wie entfernt man den Aes256-Virus?
Wenn Sie sich bereits mit dem Erpressungsprogramm infiziert haben, müssen Sie unverzüglich seine Dateien löschen. Vergessen Sie nicht, dass das Programm problemlos Dateien im Netzwerk, der Cloud und ähnlichen Speicherorten verschlüsseln kann. Verschwenden Sie keine Zeit und installieren Sie FortectIntego, SpyHunterCombo Cleaner oder ein anderes bewährtes Antivirenprogramm, um weitere Verluste zu vermeiden. Bevor Sie einen vollständigen Systemscan durchführen, sollten Sie das entsprechende Programm natürlich aktualisieren, damit es die neuesten Virensignaturen in seiner Datenbank hat. Anschließend sollte es alle schädlichen Dateien auf dem Computersystem erkennen können. Wenn Sie die Programme nicht starten und daher die Entfernung von Aes256-Virus nicht durchführen können, müssen Sie mit folgenden Schritten wieder die Kontrolle über den Computer übernehmen.
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