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  • Geprüft · Apr. 2021

.enc-VirusRichtig entfernen?

Eine Schritt-für-Schritt-Entfernungsanleitung für betroffene Geräte. Folgen Sie dem geprüften Verfahren unten — die meisten Leser sind in unter 10 Minuten fertig.

Olivia Morelli · Schadsoftwareanalystin

Was ist der .enc-Virus und welche Auswirkungen hat er auf das Computersystem?

Wenn Namen wie der .enc-Virus fallen, denken wir direkt an Erpressungsprogramme. Die Autoren von Erpressungsprogrammen verwenden nämlich gerne solche Endungen, um ihre verschlüsselten Dateien zu markieren. Derzeit gibt es mindestens vier Varianten an Erpressungsprogramme, die die Endung .enc an verschlüsselte Dateien anhängen. Die vier Varianten sind:

  • Trojan.Encoder.6491
  • Crypt0L0cker,
  • TorrentLocker und
  • Cryptohasyou.

Die neueste davon ist der Virus Trojan.Encoder.6491, der auch als Go-Erpressungsprogramm bekannt ist. Der Virus wurde nämlich in der Programmiersprache Go geschrieben und unterscheidet sich darin von anderen Erpressungsprogrammen, welche meist in C++ oder C geschrieben sind. Erpressungsprogramme werden mit der Absicht erstellt Dateien mit einem ausgeklügelten Verschlüsselungsverfahren zu verschlüsseln und damit die Dateien nutzlos zu machen. Offensichtlich möchte niemand seine wertvollen Daten, Erinnerungen und wochenlange Arbeit in weniger als einer Stunde verlieren. Erpressungsprogramme machen sich dies zunutze und verlangen daher ein Lösegeld für die Entschlüsselung der Dateien. Verweigert man die Bezahlung des Lösegelds, sind die Dateien für immer verloren. Bedauerlicherweise ist es in den meisten Fällen nicht möglich die Dateien ohne Bezahlung wiederherzustellen. Es sei denn, man hat ein Back-up angefertigt. Hinsichtlich der Entfernung des enc-Virus ist es äußerst ratsam eine Anti-Malware zu verwenden. Wir empfehlen hierfür die Software FortectIntego. Es kann aber natürlich auch jede andere bewährte Antivirensoftware verwendet werden. Man sollte sich nur vergewissern, dass sie wirklich zuverlässig ist und die Entfernung vom .enc-Virus gefahrlos durchführen kann.

.enc file extension viruses are highly dangerous and can leave you without your files

Varianten vom .enc-Virus

Trojan.Encoder.6491

Trojan.Encoder.6491 ist eine üble Schadsoftware, die in Googles Programmiersprache Go geschrieben wurde. Sie nutzt AES, um die Dateien ihrer Opfer zu verschlüsseln und unbrauchbar zu machen. Nachdem sie eine Datei verschlüsselt hat, hängt sie direkt .enc an den Dateinamen an. Ist die Verschlüsselung aller Dateien fertig, blendet Trojan.Encoder.6491 einen Erpresserbrief mit einer Lösegeldforderung in Höhe von 25 USD in Bitcoins ein. Zusätzlich wird für eventuelle Fragen die E-Mail-Adresse [email protected] angegeben. Der Virus scheint entschlüsselbar zu sein, aber noch wurde kein Entschlüsselungsprogramm veröffentlicht. Lange sollte es jedoch nicht mehr dauern.

Crypt0l0cker

Das Erpressungsprogramm Crypt0l0cker ist eine Nachahme des echten Cryptolocker-Virus. Warum der Virus so benannt wurde, ist nicht bekannt. Es lässt sich jedoch vermuten, dass die Entwickler die Methoden von Cryptolocker bewundern oder sie einfach nur den Namen des berüchtigten Virus nutzen, um die Opfer zu verwirren und in Schrecken zu versetzen. Crypt0l0cker liefert Informationen über das Geschehnis in DECRYPT_INSTRUCTIONS.html oder der Textversion der Datei und verlangt darin die Bezahlung des Lösegelds von 2,2 BTC. Crypt0l0cker lässt sich nicht entschlüsseln, weshalb eine umgehende Entfernung mithilfe einer Anti-Malware ratsam ist.

TorrentLocker

TorrentLocker ist die einzige Variante der .enc-Viren, die sich entschlüsseln lässt. Der Virus verschlüsselt die auf dem Computer befindlichen Dateien und fordert anschließend zum Kauf der Entschlüsselungssoftware zum Preis von 550 USD auf. Jedoch ist davon abzuraten. Die Lösegeldforderung ist in DECRYPT_INSTRUCTIONS.html zu finden und enthält Informationen darüber, wie man die Bezahlseite erreicht und das Lösegeld an die Cyberverbrecher überweist. Wenn die Dateien die Endung .enc aufweisen, ist es leider sehr unwahrscheinlich, dass TorrentLocker die Ursache ist. Denn als der Entschlüsselungsschlüssel für TorrentLocker veröffentlicht wurde, haben die Virenentwickler ihren Virus aktualisiert und eine neue Version herausgebracht, den Crypt0l0cker-Virus.

.Cryptohasyou

Der Cryptohasyou-Virus ist eine erpresserische Bedrohung, die von einer Kombination aus AES und RSA, Gebrauch macht, um die Dateien zu verschlüsseln und nutzlos zu machen. Nachdem der Virus das System infiziert, verschlüsselt er die Dateien und hinterlässt seine Lösegeldforderung in der Datei YOUR_FILES_ARE_LOCKED.txt. In diesem Erpresserbrief wird erklärt, dass der Betroffene mit den Entwicklern über [email protected] Kontakt aufnehmen soll und für die Entschlüsselungssoftware bezahlen muss, mit welcher man angeblich die korrupten Dateien wiederherstellen kann. Das geforderte Lösegeld beträgt 300 USD. Bedauerlicherweise gibt es noch keine Tools, die die von Cryptohasyou verschlüsselten Dateien entschlüsseln können.

Wie verbreiten sich Erpressungsprogramme?

Viren der Kategorie Erpressungsprogramme werden mit allerlei listigen Methoden unter die Leute gebracht. Es gibt allerdings einige wenige, die aufgrund ihrer Wirksamkeit sehr beliebt sind. Trotz dem, dass Computersicherheitsexperten ständig über Prävention aufklären und Computernutzer warnen. Im Folgenden daher noch einmal die Hauptverbreitungsmethoden von Erpressungsprogrammen:

  1. Schädliche E-Mails. Cyberverbrecher versenden massenhaft E-Mails mit schädlichen Anhängen oder schädlichen Links in der Nachricht. Die Mitteilungen sind sehr gefährlich, weil sie typischerweise verkürzte URLs enthalten, die auf dem ersten Blick nicht verdächtig aussehen. Solche schädlichen URLs können sich selbst hinter sicher aussehenden „Unsubscribe“/“Abmelden“-Buttons verbergen! Klickt man sie an, leiten sie umgehend zu schädlichen Webseiten. Noch einfacher infiziert man sich, indem man die E-Mail-Anhänge von unbekannten Absendern öffnet. Bitte machen Sie das auf keinen Fall!
  2. Exploit-Kits. Webseiten mit Exploit-Kits, die den Computer auf Sicherheitslücken überprüfen, können das System mit Schadsoftware infizieren. Wir empfehlen daher bedenkliche Anwendungen zu löschen und alle Programme zu den neuesten Versionen zu aktualisieren.
  3. Schädliche Anzeigen. Bitte lassen Sie sich nicht von schädlichen Anzeigen überlisten, die von kompromittierten Werbenetzwerken stammen. Solche Anzeigen bewerben typischerweise Softwareupdates, die Schadsoftware in sich tragen. Anzeigen dieser Art können außerdem nach gefährliche Webseiten weiterleiten.

Wie entfernt man den .enc-Virus?

Jede Variante des .enc-Virus kann mit einer Anti-Malware deinstalliert werden. Man muss lediglich ein vertrauenswürdiges und zuverlässiges Programm dafür auswählen. Fallen Sie nicht auf kostengünstige und nutzlose Anti-Malware herein, die versprechen den Computer zu schützen, aber tatsächlich nichts machen können. Wir empfehlen die Verwendung von leistungsstarken Anti-Malwares wie FortectIntego or SpyHunterCombo Cleaner und die automatische Entfernung des .enc-Virus. In manchen Fällen können Lösegeld fordernde Viren die Antivirenprogramme blockieren. In solch einem Fall muss der Virus dann mit folgenden Schritten kurzzeitig außer Gefecht gesetzt werden:

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