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  • Geprüft · Apr. 2021

.GDCB-VirusRichtig entfernen?

Eine Schritt-für-Schritt-Entfernungsanleitung für betroffene Geräte. Folgen Sie dem geprüften Verfahren unten — die meisten Leser sind in unter 10 Minuten fertig.

Gabriel E. Hall · Leidenschaftliche Internetforscherin

GDCB-Virus ist eine Variante der GandCrab-Erpressersoftware

An example of files locked by .GDCB file extension virus

Der GDCB-Virus ist eine weitere Version der berüchtigten Erpressersoftware GandCrab. Der schädliche Kryptovirus breitet sich via den Exploit-Kits Rig und GrandSoft, sowie Spammailanhängen aus. Sobald die Erpressersoftware ausgeführt wird, sperrt sie alle Benutzerdateien (.doc, .txt, .jpg, .png, .audio, .video usw.) auf dem Zielsystem und versieht sie mit der Endung .GDCB. Das hierfür benutzte Verschlüsselungsverfahren AES sorgt folglich dafür, dass die Dateien ohne den entsprechenden Entschlüsselungsschlüssel nutzlos sind.

Ist die Datenverschlüsselung fertiggestellt, erstellt die Erpressersoftware auf dem Desktop und in allen Dateien, die mindestens eine verschlüsselte Datei enthalten, die Datei GDCB-DECRYPT.txt. Dieser sogenannte Erpresserbrief weist seine Opfer an folgende Schritte durchzuführen:

1. Download Tor browser – https://www.torproject.org/
2. Install Tor browser
3. Open Tor Browser
4. Open link in tor browser: http://gdcbghvjyqy7jclk.onion/[id]
5. Follow the instructions on this page

Den Erpressern zufolge lassen sich die Dateien mit der .GDCB-Endung nur entschlüsseln, wenn man die Schritte befolgt und das Lösegeld bezahlt. Die Kriminellen verlangen für den GandCrab-Decrypter 1.54 DASH, was zurzeit 840 Euro entspricht. Wenn einem die verschlüsselten Dateien sehr wichtig sind, zieht man wahrscheinlich das Überweisen des Lösegelds in Betracht.

Cybersicherheitsexperten raten hiervon jedoch ab, denn jeder Deal mit Kriminellen kann weitere Probleme zur Folge haben. Niemand kann schließlich garantieren, dass der Decrypter den GDCB-Virus auf dem Computer beseitigt.

Statt das Lösegeld zu bezahlen, sollten Sie GDCB mit FortectIntego, SpyHunterCombo Cleaner, MalwarebytesMalwarebytes oder einem anderen leistungsstarken Antivirenprogramm beseitigen und die Dateien mit einem professionellen Wiederherstellungstool oder mithilfe der hoffentlich vorhandenen Schattenkopien wiederherstellen. Zurzeit bleiben die Schattenkopien noch von dem Virus verschont. Weitere Wiederherstellungsoptionen finden Sie am Ende des Artikels.

Showing.GDCB file extension ransomware

Bessere Spamfilter könnten die Ausbreitung von Ransomware eindämmen

Die Entwickler des erpresserischen Virus nutzen zwei Verbreitungsmethoden: Exploit-Kits (Rig und GrandSoft) und Malvertising. Bei der ersten Methode werden Sicherheitslücken ausgenutzt, die dem SQL-Server ermöglichen schädlichen Code auszuführen. Im Erfolgsfall können die Erpresser schädliche Programme auf das System ausführen und aus der Ferne die Dateien sperren. Der Schutz vor Exploit-Kits ist leider eine schwierige Aufgabe, aber dennoch möglich. Man muss hierfür das Betriebssystem und das Antivirenprogramm regelmäßig aktualisieren. Trotzdem ist leider kein hundertprozentiger Schutz garantiert.

Neben Exploit-Kits versenden Ransomware-Entwickler auch gerne Mails mit schädlichen Anhängen. E-Mails dieser Art weisen meist zweifelhafte Betreffe auf, wie bspw. Receipt Feb-21310 [ beliebige Zahl ], und sind meist im Nachrichtenbereich leer. Zudem ist der Absender oft nicht bekannt und Grammatik- oder Tippfehler machen sich bemerkbar. Die aktuellste Version von GandCrab wird über die E-Mail-Adresse @cdkconstruction.org versendet. (Der erste Teil ist immer unterschiedlich.) Bis jetzt ist in allen Fällen immer eine .doc-Datei in der Mail enthalten. Die meisten erpresserischen Viren nutzen diese Art von Verbreitungsmethode, welche gerne auch als Malspam bezeichnet wird. Experten empfehlen daher von verdächtigen E-Mails fernzubleiben. Prüfen Sie die Nachrichten genau und markieren Sie sie als Spam, wenn Sie Ihnen suspekt erscheint.

GDCB-Ransomware in einem Klick entfernen

Wenn Sie auf dem Computer die Datei gdcb-decrypt.txt vorfinden, haben Sie sich mit einem ernsten Virus infiziert. Normalerweise hat man nur eine begrenzte Zeit, um sich zu entscheiden, ob man das Lösegeld bezahlen möchte oder nicht. Außerdem steht zurzeit noch kein kostenloser GDCB-Decypter zur Verfügung. Für die vollständige Wiederherstellung aller Daten ist die einzige Option die geforderten DASH zu überweisen und darauf zu warten, dass Kriminelle den Decrypter aushändigen.

Man sollte sich das Ganze jedoch gut überlegen, denn in der Regel ist die Entfernung des GDCB-Virus die bessere Lösung. Obwohl alle verschlüsselten Daten zusammen mit dem Virus entfernt werden, wird man trotzdem genug Chancen haben sie mit alternativen Wiederherstellungsmethoden zu retten (s.u.).

Für die Entfernung der GDCB-Erpressersoftware ist die Verwendung einer professionellen Anti-Malware ein Muss, denn selbst IT-Experten haben bei der Entfernung solcher Viren Probleme alle Spuren zu beseitigen.

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