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Mischa. Richtig entfernen? (Anleitung für die Deinstallation)

Olivia Morelli - - | Virustyp: Ransomware
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Das Erpressungsprogramm Mischa: Petyas böser kleiner Bruder

Der Mischa-Virus ist eine neue Cyberbedrohung und wird von den Entwicklern liebevoll als „kleinen Bruder“ von Petya bezeichnet. Der Petya-Virus ist neulich mit seinen neuen Gelderpressungsmethoden sogar noch gefährlicher geworden. Er installiert den hier besprochenen Mischa-Virus, wenn die Infiltrierung des ursprünglichen Erpressungsprogramm nicht erfolgreich war und wahrt sich auf diesem Wege vor einem Versagen. Wenn Sie noch nicht mit den Funktionsweisen von solch erpresserischen Viren vertraut sind, sollten Sie wissen, dass die Programme mit Lug und Trug die Computer infiltrieren und die darauf befindlichen Daten mit einem Algorithmus verschlüsseln, der bis hin zu diesem Tage unmöglich zu knacken ist. Am Ende erhalten die Opfer eine Mitteilung, worin die für die Dateien geforderte Geldsumme bekannt gemacht wird. Es wird davon abgeraten die Anweisungen zu befolgen, da man sonst nicht nur ohne Dateien, sondern auch noch ohne Geld dastehen könnte. Stattdessen sollte man den Virus sofort vom Computer entfernen. Fortschrittliche Antivirenprogramme wie Reimage können hierbei behilflich sein.

Neulich haben die Entwickler von Mischa und Petya eine Kampagne namens Janus Cybercrime Solutions gestartet, wo regulären Computernutzern angeboten wird Partner in der Verbreitung von Erpressungsprogrammen zu sein. Nach der Bezahlung der Anmeldegebühr wird dem Nutzer der Titel als offizieller Distributor gewährt und kann anfangen Geld zu verdienen. Der ausbezahlte Anteil an die Partner orientiert sich an der Menge der Bezahlungen, die sie in einer Woche erreichen konnten. Auch wenn es offensichtlich gefährlich und illegal ist an solche zwielichtigen Geschäfte teilzunehmen, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass einige übelgesinnte Individuen sich dennoch registrieren. Die Bedrohung wird also noch gefährlicher. Wir raten daher alle möglichen Schutzvorkehrungen zu treffen, bevor es zu spät ist.

An illustration of the Mischa ransomware virus

Wie geht das Erpressungsprogramm auf dem infizierten Computer vor?

Die Funktionsweise vom Petya-Virus ist komplizierter als bei Mischa und für die schädlichen Prozesse sind sogar Administratorrechte notwendig, weshalb sie wahrscheinlich mit dem Mischa-Virus einen recht simplen Plan B haben wollten. Im Vergleich zu Petya, wo für das Bearbeiten des Master Boot Records (MBR) Administratorrechte erforderlich sind, wird Mischa einfach auf dem Computer installiert und fängt umgehend an nach Dateien zu suchen. Der Mischa-Virus hat dabei die gleichen Ziele wie die meisten anderen Erpressungsprogramme und zwar Dokumente, Videos, Bilder und Archive. Er kann aber genauso gut Anwendungen, also .exe-Dateien, infizieren. Nach der Verschlüsselung fügt er ferner eine 4-ziffrige Endung zu den infizierten Dokumenten und Anwendungen hinzu. Von hieran sind die Dateien auf dem Computer nicht mehr zugänglich.

Sobald man den Verlust der Dateien bemerkt, hinterlegt das Erpressungsprogramm auch schon in jedem Ordner des infizierten Geräts die Dokumente YOUR_FILES_ARE_ENCRYPTED.HTML und YOUR_FILES_ARE_ENCRYPTED.TXT. In diesen Dokumenten geben die Entwickler des Erpressungsprogramms ihre Bedingungen an. Zurzeit werden Betroffene dazu aufgefordert für den Entschlüsselungsschlüssel 1,93 Bitcoins (zurzeit ungefähr 1150 Euro) zu bezahlen. Jedoch ist nicht gesagt, dass der Preis nicht weiter steigen wird. Zudem befinden sich in der Lösegeldforderung noch Links für Webseiten für das TOR-Netzwerk, womit man die Überweisung tätigen soll. Die Betroffenen erhalten sogar einen speziellen Code, der bei der Überweisung des Lösegelds angegeben werden muss. Bedauerlicherweise gibt es für die Entschlüsselung der Dateien keinen anderen Weg als das Lösegeld zu bezahlen. Geld an dubiose Kriminelle zu überweisen ist allerdings auch nicht gerade eine gute Idee. Die beste Option in solch einem Fall ist den Mischa-Virus vom Computer zu entfernen und die Dateien mithilfe von Sicherheitskopien wiederherzustellen. Außerdem kann man versuchen die Dateien mit speziellen Datenwiederherstellungsprogrammen wie Photorec, Kaspersky Antiviren-Tools oder R-Studio zurückzugewinnen.

Wie kann Mischa den Computer infizieren?

Das schädliche Petya-Mischa-Bündel wird gewöhnlich mit irreführenden E-Mails übertragen, welche mit Bewerbungsdokumenten locken. Die Bewerbung befindet sich auf einem Cloud-Speicher und somit muss der angegebene Link angeklickt werden. Tatsächlich jedoch ist es keine Bewerbung, sondern ein Virus, der nach dem Anklicken des Links auf dem Computer heruntergeladen wird. Nach dem Download sieht die Datei wie eine reguläre PDF-Datei aus. Wenn man sie öffnet, wird der Virus von dem schädlichen Skript aktiviert und die Vireninstallation beginnt. Als Erstes wird die Installation von Petya ausprobiert, wenn diese aus irgendeinem Grund nicht gelingt, wird stattdessen Mischa installiert.

Eine Möglichkeit, um eine Infizierung mit erpresserischen Viren zu verhindern, ist es eine bewährte Antivirensoftware, die gegen solche Viren extra Schutz bietet, zu erwerben. Zudem sollte man natürlich besonders bei E-Mails vorsichtig sein. Bleiben Sie vom Spamordner fern, denn die meisten schädlichen E-Mails befinden sich üblicherweise dort. Sie sollten jeder erhaltenen E-Mail Aufmerksamkeit widmen und nach Hinweisen wie Grammatik-/Rechtschreibfehler, beharrlichen Umgangston und ähnlich Verdächtiges suchen. Wichtiger aber noch ist, dass Sie Sicherheitskopien von Ihren Dateien anfertigen und Sie sie auf externen Festplatten speichern und regelmäßig aktualisieren. Seien Sie aber gewarnt, dass Sie die Festplatte nicht ständig am Computer angeschlossen haben sollten, denn der Mischa-Virus kann die Festplatte ebenfalls infiltrieren und dort die Dateien verschlüsseln.

Entfernungsvorschläge für Mischa:

Wenn Sie Ihre Dateien los sind und Sie das Lösegeld nicht an verdorbene Cyberkriminelle bezahlen möchten, ist die einzig vernünftige Lösung die Entfernung von Mischa. Bedauerlicherweise stellt die Entfernung von Mischa nicht die Wiederherstellung der Dateien sicher. Trotzdem ist sie notwendig, wenn Sie Ihr Gerät wieder normal verwenden möchten. Sie sollten dafür von fortschrittlichen und anerkannten Antivirenprogrammen Gebrauch machen. Hier gilt jedoch zu beachten, dass der Virus auch Anwendungen verschlüsseln kann. Das Antivirenprogramm könnten demzufolge bei der Entfernung Schwierigkeiten haben. In diesem Fall müssen Sie mit den unten aufgeführten Anweisungen den Virus manuell außer Kraft setzen. Vergessen Sie anschließend nicht den Computer zu scannen, damit alle schädlichen Reste des Virus beseitigt werden!

Anleitung für die manuelle Entfernung des Mischa-Virus:

Wir können mit jedem Produkt, dass wir auf unserer Seite empfehlen, affiliiert sein. Weitere Auskunft in unsern Nutzungsbedingungen. Mit dem Herunterladen einer vorausgesetzten Anti-spyware Software, um Mischa zu entfernen, stimmen sie unserer Datenschutz und Nutzungsbedingungen.
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Was ist zu tun, wenn das Programm nicht hilft?
Wenn Sie die Infizierung nicht mit Reimage beseitigen konnten, kontaktieren Sie unser Support-Team unter Frage stellen und geben Sie so viele Informationen wie möglich.
Für die Deinstallation von Mischa ist Reimage empfehlenswert. Der kostenlose Scanner lässt einen überprüfen, ob der Computer infiziert ist oder nicht. Falls Sie Schadsoftware entfernen müssen, müssen Sie die lizenzierte Version von Reimage erwerben.

Weitere Informationen über das Programm können Sie in der Beurteilung von Reimage finden.

Weitere Informationen über das Programm können Sie in der Beurteilung von Reimage finden.
Pressebeiträge auf Reimage
Pressebeiträge auf Reimage
Alternative Software
Plumbytes Anti-Malware
Wir haben die Effizienz von Plumbytes Anti-Malware bei der Entfernung von Mischa getestet (2016-08-08)
Malwarebytes Anti Malware
Wir haben die Effizienz von Malwarebytes Anti Malware bei der Entfernung von Mischa getestet (2016-08-08)
Hitman Pro
Wir haben die Effizienz von Hitman Pro bei der Entfernung von Mischa getestet (2016-08-08)
Webroot SecureAnywhere AntiVirus
Wir haben die Effizienz von Webroot SecureAnywhere AntiVirus bei der Entfernung von Mischa getestet (2016-08-08)

Entfernen Sie Mischa mit Safe Mode with Networking

  • Schritt 1: Starten Sie den Computer in den Modus Safe Mode with Networking

    Windows 7 / Vista / XP
    1. Klicken Sie auf Start Shutdown Restart OK.
    2. Sobald der Computer aktiv wird, sollten Sie anfangen mehrmals F8 zu drücken bis Sie das Fenster Advanced Boot Options sehen.
    3. Wählen Sie Safe Mode with Networking von der Liste Wählen Sie 'Safe Mode with Networking'

    Windows 10 / Windows 8
    1. Drücken Sie im Windows-Anmeldebildschirm auf den Button Power. Halten Sie nun auf Ihrer Tastatur Shift gedrückt und klicken Sie auf Restart..
    2. Wählen Sie nun Troubleshoot Advanced options Startup Settings und drücken Sie zuletzt auf Restart.
    3. Wählen Sie, sobald der Computer aktiv wird, im Fenster Startup Settings Enable Safe Mode with Networking. Wählen Sie 'Enable Safe Mode with Networking'
  • Schritt 2: Entferne Mischa

    Melden Sie sich am infizierten Computer an und starten Sie den Browser. Laden Sie Reimage oder eine andere legitime Anti-Spyware herunter. Aktualisieren Sie das Programm bevor Sie einen vollständigen Systemscan ausführen und entfernen Sie die schädliche Dateien, die zu der Ransomware gehören und stellen Sie die Entfernung von Mischa fertig.

Probieren Sie folgende Methode aus, falls die Ransomware Safe Mode with Networking blockiert.

Reimage ist ein Programm zum Erkennen von Schadsoftware. Für die Beseitigung von Infizierungen ist die Vollversion notwendig. Weitere Informationen über Reimage.

Entfernen Sie Mischa mit System Restore

  • Schritt 1: Starten Sie den Computer in den Modus Safe Mode with Command Prompt

    Windows 7 / Vista / XP
    1. Klicken Sie auf Start Shutdown Restart OK.
    2. Sobald der Computer aktiv wird, sollten Sie anfangen mehrmals F8 zu drücken bis Sie das Fenster Advanced Boot Options sehen.
    3. Wählen Sie Command Prompt von der Liste Wählen Sie 'Safe Mode with Command Prompt'

    Windows 10 / Windows 8
    1. Drücken Sie im Windows-Anmeldebildschirm auf den Button Power. Halten Sie nun auf Ihrer Tastatur Shift gedrückt und klicken Sie auf Restart..
    2. Wählen Sie nun Troubleshoot Advanced options Startup Settings und drücken Sie zuletzt auf Restart.
    3. Wählen Sie, sobald der Computer aktiv wird, im Fenster Startup Settings Enable Safe Mode with Command Prompt. Wählen Sie 'Enable Safe Mode with Command Prompt'
  • Schritt 2: Stellen Sie Ihre Systemdateien und -einstellungen wieder her.
    1. Sobald das Fenster Command Prompt auftaucht, geben Sie cd restore ein und klicken Sie auf Enter. Geben Sie 'cd restore' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    2. Geben Sie nun rstrui.exe ein und drücken Sie erneut auf Enter.. Geben Sie 'rstrui.exe' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    3. Wenn ein neues Fenster auftaucht, klicken Sie auf Next und wählen Sie einen Wiederherstellungspunkt, der vor der Infiltrierung von Mischa liegt. Klicken Sie anschließend auf Next. Wenn das Fenster 'System Restore' auftaucht, wählen Sie 'Next' Wählen Sie den Wiederherstellungspunkt und klicken Sie auf 'Next'
    4. Klicken Sie nun auf Yes, um die Systemwiederherstellung zu starten. Klicken Sie auf 'Yes' und starten Sie die Systemwiederherstellung
    Nachdem Sie das System zu einem früheren Datum wiederhergestellt haben, vergewissern Sie sich, dass die Entfernung von Mischa erfolgreich war, indem Sie Reimage herunterladen und damit den Computer scannen.
Reimage ist ein Programm zum Erkennen von Schadsoftware. Für die Beseitigung von Infizierungen ist die Vollversion notwendig. Weitere Informationen über Reimage.

Als Letztes sollten Sie sich natürlich immer über den Schutz vor Crypto-Ransomware Gedanken machen. Um den Computer vor Mischa und anderer Ransomware zu schützen, sollten Sie eine bewährte Anti-Spyware, wie beispielsweise Reimage, Plumbytes Anti-MalwareWebroot SecureAnywhere AntiVirus oder Malwarebytes Anti Malware, nutzen.

Olivia Morelli
Olivia Morelli - Schadsoftwareanalystin

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