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PyLocky-Erpressersoftware. Richtig entfernen? (Anleitung für die Deinstallation)

von Olivia Morelli - - | Virustyp: Ransomware

PyLocky ist ein Kryptovirus, der die bekannte Ransomware Locky nachahmt

Locky Locker ransomware image

PyLocky ist eine gefährliche Cyberbedrohung, die eine Kombination aus den Verschlüsselungsalgorithmen AES und RSA verwendet, um die häufigsten verwendeten Dateien auf dem Rechner zu verschlüsseln. Sicherheitsforscher weisen darauf hin, dass der dateiverschlüsselnde Virus ein Nachahmer der berüchtigten Erpressersoftware Locky ist. Sobald der Virus in das System eindringt, markiert er die verschlüsselten und somit nutzlos gewordenen Dateien mit einer dieser Erweiterungen: .locky, .lockymap, .lockedfile. Die Opfer erhalten zudem in der Datei LOCKY-README.txt eine Lösegeldforderung, die sie über die Entschlüsselungsmöglichkeiten informiert und zur Zahlung des Lösegeldes in Bitcoins auffordert. Die Bedrohung kann allerdings auch unter den Namen Locky Locker als lock.exe oder Facture_25.07.2018_991030.exe in das System gelangen. Im August 2018 wurde die neue Version von PyLocky veröffentlicht, die die Erweiterung .lockedfile enthält. Die Schadsoftware zielt aktiv auf Frankreich ab, und zwar mithilfe von Spammails, die von ouisorties[..]fr versendet werden. Die neueste Version ist jedoch in insgesamt vier verschiedenen Sprachen verfügbar: Englisch, Französisch, Italienisch und Koreanisch.

Name PyLocky 
Typ Ransomware/Erpressersoftware
Auch bekannt als Locky Locker 
Gefährlichkeitsgrad Hoch. Kann Änderungen am System vornehmen
Programmdateien lock.exe, Facture_25.07.2018_991030.exe
Verschlüsselung AES und RSA
Endung .locky, .lockedfile, .lockymap
Lösegeldforderung LOCKY-README.txt
Verbreitung Systeme können sich über schädliche Spammails infizieren
Entfernung Der sicherste Weg zur Entfernung des PyLocky-Virus ist mit Reimage oder einem anderen bewährten Antivirenprogramm den Computer zu überprüfen

In der Regel gelangt die Ransomware PyLocky in die Systeme, wenn der Benutzer einen böswilligen E-Mail-Anhang mit der Nutzlast des Virus öffnet. Danach beginnt die Kryptoschadsoftware, Daten auf dem betroffenen Computer zu verschlüsseln und macht sie unbrauchbar.

Nach der erfolgreichen Verschlüsselung legt PyLocky eine Lösegeldforderung in jedem Ordner mit verschlüsselten Dateien ab. Die neueste Version der PyLocky-Erpressersoftware verwendet einen in vier verschiedenen Sprachen verfassten Erpresserbrief. Beginnend mit Englisch, gefolgt von Übersetzungen in Französisch, Italienisch und sogar Koreanisch.

Der englische Teil der Lösegeldforderung besagt folgendes:

Please be adviced:
All your files, pictures document and data has been encrypted with Military Grade Encryption RSA AES-256.
Your information is not lost. But Encrypted.
In order for you to restore your files you have to purchase Decrypter.
Follow this steps to restore your files.

1* Download the Tor Browser. ( Just type in google „Download Tor“ ).
2* Browse to URL : [URL to a TOR-based page]
3* Purchase the Decryptor to restore your files.

It is very simple. If you don't believe that we can restore your files, then you can restore 1 file of image format for free.
Be aware the time is ticking. Price will be doubled every 96 hours so use it wisely.

Die Kriminellen informieren, dass die Benutzerdaten mit Algorithmen militärischen Niveaus verschlüsselt sind und für die Entschlüsselungssoftware die Bezahlung des Lösegeldes erforderlich ist. Hierfür wiederum muss man den Tor-Browser herunterladen und den Decryptor mithilfe von Bitcoins kaufen. Durch die Nutzung von Tor und Bitcoins sorgen die Hacker für ihre Anonymität, denn die illegalen Transaktionen können hierdurch nicht bis zu den Angreifern zurückverfolgt werden. 

Experten raten PyLocky-Opfern jedoch dringend davon ab, das Lösegeld zu zahlen. Auch wenn es einschüchternd wirkt, dass Kriminelle damit drohen den Preis für den Entschlüsseler alle 96 Stunden zu verdoppeln, gibt es dennoch Alternativen, wie man die Daten zurückbekommt. Darüber hinaus sind Cyberkriminelle mit Sicherheit nicht diejenigen, denen man Vertrauen schenken sollte.

Der Virus ist derzeit aktiv im Umlauf und wird stets aktualisiert. Es gilt also Vorsicht, wenn Sie sich mit einer Version von  PyLocky infizieren. Die neueste Variante zielt nach Ansicht von Cybersicherheitsexperten auf Frankreich ab. Aber auch wenn die meisten Opfer aus Frankreich stammen, heißt dies nicht, dass der Rest der Welt verschont bleibt. Die Schadsoftware kann sich immer noch auf der ganzen Welt ausbreiten.

 PyLocky ransomware virus

Forscher geben an, dass die Opfer in den meisten Fällen aufgefordert werden, mehr Geld zu zahlen, wenn sie mit dem anfänglichen Lösegeldbetrag einverstanden sind. Darüber hinaus bleibt nach der Transaktion eine Vielzahl von Nutzern ohne Entschlüsselungssoftware zurück. Sie sollten daher auf die Zahlung des Lösegeldes verzichten und stattdessen die PyLocky-Ransomware entfernen, wenn Sie .lockedfile,.lockymap und ähnliche Dateierweiterungen an Ihren Daten gefunden haben.

Nach der Entfernung von PyLocky können Sie alternative Optionen zur Datenwiederherstellung ausprobieren. Unsere Experten haben eine Liste effektiver Tools zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen können, Dateien wiederherzustellen, die durch Ransomware verschlüsselt worden sind. Allerdings muss die Infizierung zuerst beseitigt werden. Scannen Sie hierzu den PC einfach mit Reimage oder einem anderen professionellen Antivirenprogramm.

Ransomware-Dateien sind in Spammails versteckt

Viele fragen sich, wie sich der Computer mit Ransomware infizieren konnte. Die weitverbreitetste Methode zur Infizierung mit dateiverschlüsselnden Viren sind Malspam-Kampagnen. 

Mit anderen Worten, Hacker tarnen ihre Ransomware als legitime und unschuldige Dateien und fügen sie als Anhang in Spammails an. In den meisten Fällen erhalten Betroffene böswillige Briefe, die angeblich von namhaften Unternehmen oder staatlichen Institutionen stammen. 

Sobald der Anhang der E-Mail geöffnet wird, wird die Schadsoftware auf das System losgelassen und die Datenverschlüsselung gestartet. Man sollte die Posteingänge daher genauestens überwachen und niemals auf verdächtige Dateien klicken. Zudem ist es natürlich ratsam, ein Antivirenprogramm mit Echtzeitschutz zu verwenden, um Ransomware-Angriffe zu vermeiden. 

Löschen Sie den PyLocky-Virus, bevor mehr Dateien betroffen sind

Es ist wichtig zu verstehen, wie gefährlich solche Ransomware-Viren sind und wie kritisch es ist, PyLocky rechtzeitig zu entfernen. Bei nicht rechtzeitiger Entfernung kann die Kryptoschadsoftware weitere wichtige Dateien verschlüsseln oder das System mit weiteren bösartigen Programmen infizieren. 

Für die Entfernung von PyLocky ist die Hilfe von Profis unerlässlich. Wir empfehlen die Installation von verifizierten Sicherheitstools, um die Komponenten der Erpressersoftware zu identifizieren und zu eliminieren. Forscher empfehlen die Verwendung von Reimage oder Plumbytes Anti-MalwareMalwarebytes Malwarebytes, da sie einfach zu handhaben sind und das Verfahren innerhalb weniger Minuten abgeschlossen werden kann. 

Nach der Entfernung der PyLocky-Ransomware können Sie zur Datenwiederherstellung übergehen. Es gibt professionelle Programme, die darauf ausgelegt sind, Opfern von Kryptoschadsoftware zu helfen. Eine Anleitung für die Verwendung alternativer Entschlüsselungstools finden Sie am Ende des Artikels.

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Was ist zu tun, wenn das Programm nicht hilft?
Wenn Sie mit Reimage den Virenschaden nicht beheben konnten, kontaktieren Sie uns über Fragt uns und stellen Sie Ihre Frage. Geben Sie dabei alle Einzelheiten an.
Reimage wird empfohlen, um den Virenschaden zu beheben. Der kostenlose Scanner lässt einen überprüfen, ob der Computer infiziert ist oder nicht. Falls Sie Schadsoftware entfernen müssen, müssen Sie die lizenzierte Version von Reimage erwerben.

Anleitung für die manuelle Entfernung des PyLocky-Virus:

Entfernen Sie PyLocky mit Safe Mode with Networking

PyLocky kann die Installation von Antivirenprogrammen verhindern. Sie müssen aus diesem Grund den Virus zuerst deaktivieren, indem Sie den PC in den abgesicherten Modus starten:

  • Schritt 1: Starten Sie den Computer in den Modus Safe Mode with Networking

    Windows 7 / Vista / XP
    1. Klicken Sie auf Start Shutdown Restart OK.
    2. Sobald der Computer aktiv wird, sollten Sie anfangen mehrmals F8 zu drücken bis Sie das Fenster Advanced Boot Options sehen.
    3. Wählen Sie Safe Mode with Networking von der Liste Wählen Sie 'Safe Mode with Networking'

    Windows 10 / Windows 8
    1. Drücken Sie im Windows-Anmeldebildschirm auf den Button Power. Halten Sie nun auf Ihrer Tastatur Shift gedrückt und klicken Sie auf Restart..
    2. Wählen Sie nun Troubleshoot Advanced options Startup Settings und drücken Sie zuletzt auf Restart.
    3. Wählen Sie, sobald der Computer aktiv wird, im Fenster Startup Settings Enable Safe Mode with Networking. Wählen Sie 'Enable Safe Mode with Networking'
  • Schritt 2: Entferne PyLocky

    Melden Sie sich am infizierten Computer an und starten Sie den Browser. Laden Sie Reimage oder eine andere legitime Anti-Spyware herunter. Aktualisieren Sie das Programm bevor Sie einen vollständigen Systemscan ausführen und entfernen Sie die schädliche Dateien, die zu der Ransomware gehören und stellen Sie die Entfernung von PyLocky fertig.

Probieren Sie folgende Methode aus, falls die Ransomware Safe Mode with Networking blockiert.

Entfernen Sie PyLocky mit System Restore

  • Schritt 1: Starten Sie den Computer in den Modus Safe Mode with Command Prompt

    Windows 7 / Vista / XP
    1. Klicken Sie auf Start Shutdown Restart OK.
    2. Sobald der Computer aktiv wird, sollten Sie anfangen mehrmals F8 zu drücken bis Sie das Fenster Advanced Boot Options sehen.
    3. Wählen Sie Command Prompt von der Liste Wählen Sie 'Safe Mode with Command Prompt'

    Windows 10 / Windows 8
    1. Drücken Sie im Windows-Anmeldebildschirm auf den Button Power. Halten Sie nun auf Ihrer Tastatur Shift gedrückt und klicken Sie auf Restart..
    2. Wählen Sie nun Troubleshoot Advanced options Startup Settings und drücken Sie zuletzt auf Restart.
    3. Wählen Sie, sobald der Computer aktiv wird, im Fenster Startup Settings Enable Safe Mode with Command Prompt. Wählen Sie 'Enable Safe Mode with Command Prompt'
  • Schritt 2: Stellen Sie Ihre Systemdateien und -einstellungen wieder her.
    1. Sobald das Fenster Command Prompt auftaucht, geben Sie cd restore ein und klicken Sie auf Enter. Geben Sie 'cd restore' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    2. Geben Sie nun rstrui.exe ein und drücken Sie erneut auf Enter.. Geben Sie 'rstrui.exe' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    3. Wenn ein neues Fenster auftaucht, klicken Sie auf Next und wählen Sie einen Wiederherstellungspunkt, der vor der Infiltrierung von PyLocky liegt. Klicken Sie anschließend auf Next. Wenn das Fenster 'System Restore' auftaucht, wählen Sie 'Next' Wählen Sie den Wiederherstellungspunkt und klicken Sie auf 'Next'
    4. Klicken Sie nun auf Yes, um die Systemwiederherstellung zu starten. Klicken Sie auf 'Yes' und starten Sie die Systemwiederherstellung
    Nachdem Sie das System zu einem früheren Datum wiederhergestellt haben, vergewissern Sie sich, dass die Entfernung von PyLocky erfolgreich war, indem Sie Reimage herunterladen und damit den Computer scannen.

Bonus: Wiederherstellung der Daten

Die oben aufgeführte Anleitung soll dabei helfen PyLocky vom Computer zu entfernen. Für die Wiederherstellung der verschlüsselten Dateien empfehlen wir eine ausführliche Anleitung von den Sicherheitsexperten von dieviren.de zu nutzen.

Wenn Ihre Dateien von PyLocky verschlüsselt worden sind, haben Sie für die Wiederherstellung mehrere Möglichkeiten:

Mit Data Recovery Pro verschlüsselte Dateien wiederherstellen

Das Tool dient der Wiederherstellung von Dateien, die versehentlich gelöscht oder auf andere Weise kompromittiert wurden.

  • Data Recovery Pro herunterladen;
  • Führen Sie die Schritte der Data Recovery aus und installieren Sie das Programm auf dem Computer;
  • Starten Sie es und scannen Sie den Computer nach Dateien, die von PyLocky verschlüsselt worden sind;
  • Stellen Sie sie wieder her.

Das Windows-Feature Vorgängerversionen ermöglicht die Wiederherstellung von Informationen

Wenn die Systemwiederherstellungsfunktion vor dem Schadsoftware-Angriff aktiviert wurde, können Sie quasi in der Zeit zurückreisen und den Zugriff auf die verschlüsselten Daten wiederherstellen.

  • Suchen Sie nach einer verschlüsselten Datei, die Sie wiederherstellen möchten und führen Sie einen Rechtsklick darauf aus;
  • Selektieren Sie “Properties” und gehen Sie zum Reiter “Previous versions”;
  • Kontrollieren Sie hier unter “Folder versions” alle verfügbaren Kopien. Wählen Sie die Version aus, die Sie wiederherstellen möchten und klicken Sie auf “Restore”.

ShadowExplorer könnte ebenfalls Ransomware-Opfern helfen

Die Software nutzt die von Windows erstellten Schattenkopien, um verschlüsselte Informationen wiederherzustellen. Wenn PyLocky diese nicht gelöscht oder auf andere Weise beschädigt hat, ist die Nutzung dieses Tools äußerst empfehlenswert.

  • Laden Sie Shadow Explorer (http://shadowexplorer.com/) herunter;
  • Folgen Sie den Anweisungen des Einrichtungsassistenten von Shadow Explorer und installieren Sie die Anwendung auf dem Computer;
  • Starten Sie das Programm und wählen Sie mithilfe des Auswahlmenüs oben links in der Ecke ihre Festplatte mit den verschlüsselten Daten aus. Kontrollieren Sie die vorhandenen Ordner;
  • Führen Sie auf den wiederherzustellenden Ordner einen Rechtsklick aus und wählen Sie “Export”. Sie können ebenfalls auswählen, wo der Ordner wiederhergestellt werden soll.

Locky Locker-Entschlüsselungssoftware ist immer noch in der Entwicklung.

Als Letztes sollten Sie sich natürlich immer über den Schutz vor Crypto-Ransomware Gedanken machen. Um den Computer vor PyLocky und anderer Ransomware zu schützen, sollten Sie eine bewährte Anti-Spyware, wie beispielsweise Reimage, Malwarebytes MalwarebytesCombo Cleaner oder Plumbytes Anti-MalwareMalwarebytes Malwarebytes, nutzen.

Über den Autor

Olivia Morelli
Olivia Morelli - Schadsoftwareanalystin

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Quelle: https://www.2-spyware.com/remove-pylocky-ransomware.html

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