Schweregradskala:  
  (65/100)

TrickBot-Virus. Richtig entfernen? (Anleitung für die Deinstallation)

von Julie Splinters - - | Virustyp: Trojaner

Neue Malspam-Kampagne zum Verbreiten von TrickBot-Trojaner im Einsatz

TrickBot virus

TrickBot ist weitestgehend als Banktrojaner bekannt, der Online-Banking-Fenster nachahmt und Anmeldedaten stiehlt. Analytiker behaupten, dass das schädliche Programm erstellt und auf die Cyberwelt losgelassen worden ist, nachdem seine Entwickler den Erfolg von Dyre vernommen haben. Im Juni 2017 waren die Angriffe auf CRMs und Zahlungsabwickler gerichtet, nun wird für die Verbreitung eine neue Malspam-Kampagne genutzt. 

Untersuchungen haben gezeigt, dass der Banktrojaner ähnliche Verschlüsselungsmethoden und Infizierungsstrategien wie Dyre (auch als Dyreza bekannt) nutzt. Schadsoftware kann in manchen Fällen Sicherheitsanwendungen umgehen und das System infiltrieren, wenn der Nutzer selbst auf einen schädlichen Link klickt oder eigenständig ein gefälschtes Programm herunterlädt.

Nach dem Eindringen speist TrickBot seine schädlichen Skripte und seinen schädlichen Code in die Bankseiten ein. In anderen Worten: Die Cyberbedrohung ersetzt die originale Version der Seite mit einem bösartigen Ersatz. Die Module der Schadsoftware sind überwiegend in C++ geschrieben.

Im Vergleich zu der von Dyre früher verwendeten Verschlüsselungsmethoden AES und SHA256, wird die Verschlüsselung nun durch die Microsoft CryptoAPI unterstützt. Anders als früher führt TrickBot auch COM- und TaskScheduler-Befehle aus, um Kontrolle über den Computer zu behalten.

Die erste Kampagne war ausschließlich auf australische Banken gerichtet. Im April 2017 sind aber auch Banken in den Vereinigten Staaten, Kanada, dem Vereinigten Königreich, Irland, Deutschland, Frankreich, Neuseeland und in der Schweiz zum Ziel geworden.

Auch wenn der Trojaner hauptsächlich Banken im Visier hat, könnten auch andere Nutzer ihn antreffen. Im Falle eines Angriffs ist ein vollständiger Systemscan mit einem seriösen Schadsoftware-Entferner wie Reimage notwendig. Auf diese Weise sorgt man dafür, dass TrickBot vollständig vom System entfernt wird.

TrickBot-Virus überlistet Nutzer mit betrügerischem Mail-Anhang von angeblicher Lloyds Bank

Experten haben kürzlich einen neuen Weg gefunden, wie der TrickBot-Trojaner verbreitet wird. Die Schadsoftware wurde in E-Mails der vermeintlichen Lloyds Bank versendet und dort als Anhang mit vertraulichen Dokumente über das Konto getarnt. Beachten Sie, dass die echte Lloyds Bank nichts mit der Malspam-Kampagne zu tun hat, sondern ihr Name lediglich für bösartige Absichten missbraucht wird.

Opfer berichten, dass sie am 6. Dezember 2017 eine E-Mail von <secure@lloyds-commercial.com> mit dem Anhang Protected32.doc erhalten haben. Die Mail wurde so erstellt, dass sie täuschend echt aussieht, weshalb sie möglicherweise viele von ihrer Legitimität überzeugt hat.

Die E-Mail teilte ihren Empfängern mit, dass es sich um eine automatische Nachricht handelt, wo keine Antwort erforderlich ist. Es soll lediglich der Anhang geprüft werden, wofür folgende Anweisungen bereitgestellt worden sind: 

To unlock/view your documents, follow the instructions below.

1. Look for an attachment (Protected.doc) ( typically at the top or bottom; location varies by email service).
2. Your Authorization code is: 430SJAOPS982XXS.
3. Enter the authorization code when prompted.

Vergessen Sie nicht, dass Sie keine verdächtigen oder zusammenhangslosen E-Mail-Anhänge öffnen sollten. Wir möchten an dieser Stelle außerdem an die alten Tricks erinnern, mit denen die Hacker die TrickBot-Schadsoftware schon einmal verbreitet haben. Im Juni 2017 haben sie es bereits mit einer ähnlichen Malspam-Kampagne versucht. Sie war der Malspam-Kampagne der Jaff-Erpressersoftware nahezu identisch.

Cyberkriminelle nutzten hierbei Social-Engineering-Methoden, um zum Öffnen eines schädlichen Mail-Anhangs zu überlisten. Darin getarnt war eine PDF-Datei, die ein Word-Dokument öffnete. Um den Inhalt ansehen zu können, ist das Aktivieren von Makros notwendig. Das Anklicken auf „Makros aktivieren“ führt jedoch zur Ausführung des Trojaners auf dem System. Neue Opfer waren Banken in Indien, Singapur, die Niederlande und Bulgarien.

Finanzinstitute waren nicht die einzigen Opfer des Trojaners. Er hat nämlich auch zwei Anbieter von Kundenpflegesoftware und PayPal-Nutzer im Visier. Im Mai haben Sicherheitsforscher zwei Schadsoftware-Kampagnen entdeckt, die jeweils 210 URLs und 251 URLs anvisierten.

Trojaner verbreitet sich via Phishing-Mails

Experten haben festgestellt, dass bei TrickBot Phishing-Mails immer noch die Hauptverbreitungsmethode sind. Sie können den Trojaner als echt aussehendes PDF- oder DOC-Dokument tarnen und Empfänger mit einem Betreff wie Invoice oder Private Details locken. Da Kriminelle gerne bekannte Unternehmen imitieren, lassen sich leider viele zum Öffnen schädlicher Anhänge überlisten.

Zudem hat die Schadsoftware PayPal-Nutzer im Visier. Wenn Sie also eine E-Mail über verdächtige Aktivitäten im PayPal-Konto oder andere Probleme erhalten, sollten Sie sich nur auf PayPal anmelden, indem Sie die Adresse selbst im Browser eingeben und nicht auf die bereitgestellten Links oder angehangenen Dokumente klicken.

Die Gauner haben verschiedene Methoden, um an persönliche Informationen zu gelangen. Die E-Mails sind in der Regel sehr überzeugend. Tappen Sie nicht in die Falle, selbst wenn eine suspekte Rechnung eintrifft oder der Steuerbericht geprüft werden soll.

Darüber hinaus kann sich der Trojaner an kostenlose Anwendungen anhängen. Sie sollten sich die Installation eines neuen Mediaplayers also gut überlegen.

Freeware ist häufig ein Überträger von diversen schädlichen Cyberbedrohungen. Mit etwas zusätzlicher Vorsicht senkt man bereits das Risiko auf eine TrickBot-Infizierung.

TrickBot-Virus sicher entfernen

Der Trojaner lässt sich nur vom System entfernen, indem man hierfür eine zuverlässige Sicherheitssoftware nutzt, denn das schädliche Programm hat die Fähigkeit sich als legitimen Computerprozess oder legitime Datei zu tarnen.

Das Ausfindig machen und Löschen aller Schadsoftware-Dateien kann demzufolge eine schwierige und komplizierte Aufgabe sein und sogar zu irreparablen Schaden am System führen.

Wir empfehlen nachdrücklich Reimage, Malwarebytes Malwarebytes oder Plumbytes Anti-MalwareNorton Internet Security zu installieren und mit einer dieser Sicherheitsprogramme einen vollständigen Systemscan durchzuführen.

Zu guter Letzt möchten wir noch daran erinnern, dass man TrickBot sofort entfernen muss. Es handelt sich hierbei um einen datenstehlenden Trojaner, der Geldverlust und andere ernste Eingriffe in die Privatsphäre mit sich bringen kann.

Wir können mit jedem Produkt, dass wir auf unserer Seite empfehlen, affiliiert sein. Weitere Auskunft in unsern Nutzungsbedingungen. Mit dem Herunterladen einer vorausgesetzten Anti-spyware Software, um TrickBot-Virus zu entfernen, stimmen sie unserer Datenschutz und Nutzungsbedingungen.
Jetzt säubern!
Herunterladen
Entferner: Reimage garantierte
Zufriedenheit
Herunterladen
Entferner: Reimage garantierte
Zufriedenheit
mit Microsoft Windows kompatibel mit OS X kompatibel
Was ist zu tun, wenn das Programm nicht hilft?
Wenn Sie die Infizierung nicht mit Reimage beseitigen konnten, kontaktieren Sie unser Support-Team unter Frage stellen und geben Sie so viele Informationen wie möglich.
Für die Deinstallation von TrickBot-Virus ist Reimage empfehlenswert. Der kostenlose Scanner lässt einen überprüfen, ob der Computer infiziert ist oder nicht. Falls Sie Schadsoftware entfernen müssen, müssen Sie die lizenzierte Version von Reimage erwerben.
Weitere Informationen über das Programm können Sie in der Beurteilung von Reimage finden.
Pressebeiträge auf Reimage
Alternative Software
Malwarebytes
Wir haben die Effizienz von Malwarebytes bei der Entfernung von TrickBot-Virus getestet (2018-05-08)
Alternative Software
Malwarebytes
Wir haben die Effizienz von Malwarebytes bei der Entfernung von TrickBot-Virus getestet (2018-05-08)

Über den Autor

Julie Splinters
Julie Splinters - Expertin im Bereich Schadsoftwareentfernung

Wenn Ihnen die kostenlose Entfernungsanleitung geholfen hat und Sie mit unserem Service zufrieden sind, möchten wir Sie um eine Spende bitten, sodass wir unsere Hilfe weiter anbieten können. Jeder noch so kleine Betrag ist herzlich willkommen.

Julie Splinters kontaktieren
Über die Firma Esolutions

Quelle: https://www.2-spyware.com/remove-trickbot-virus.html

Entfernungsanleitungen in anderen Sprachen