Was ist CryptoFortress?
CryptoFortress ist eine Ransomware[1], die Anfang März 2015 erschienen ist. Eine genauere Untersuchung hat gezeigt, dass Microsoft die Ransomware als Teerac.A (Torrent Locker) identifiziert. Außerdem wurde festgestellt, dass für die Lösegeldforderungen und anderen Webseiten der Quellcode von TorrentLocker benutzt wird. Der CryptoFortress-Virus wird deshalb auch als neue Version der Ransomware TorrentLocker angesehen. CryptoFortress infiziert, wie ähnliche Bedrohungen, den Computer nach dem Öffnen eines Spammailanhangs[2] oder durch das Anklicken von infizierten Links. Einmal installiert, sucht es nach bestimmte Dateien (.unity3d, .blob, .wma, .avi, .rar, .DayZProfile, .doc, .odb, .asset, ,forge, .cas, .map, .mcgame, .rgss3a, .big, .wotreplay, .xxx, .m3u, .png, .jpeg, .txt, .crt, .x3f, .ai, .eps, .pdf, .lvl, .sis, .gdb) und verschlüsselt diese, indem die Erweiterung .frtrss oder .ecc angehangen wird. Für die Verschlüsselung wird das am häufigsten benutzte AES-Verfahren[3] genutzt. Bedauerlicherweise ist der CryptoFortress-Virus dazu in der Lage alle privaten Dateien, einschließlich Fotos, Videos und Dokumente, zu verschlüsseln.
Wenn Sie also keine Back-ups von Ihren Dateien gemacht haben, werden Sie bei der Wiederherstellung dieser Schwierigkeiten entgegentreten. Falls CryptoFortress die Verschlüsselung Ihrer Daten bewerkstelligt, blendet es zudem eine großflächige Information auf dem Bildschirm ein, worin auf das Bezahlen eines Lösegelds hingewiesen wird, wenn man die verschlüsselten Dateien wieder erlangen möchte. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels wird ein kostenfreies Entschlüsseln von zwei Dateien bis zu einer Größe von 500 kB erlaubt. Man soll damit natürlich überzeugt werden, dass nach dem Bezahlen des Lösegelds (1 Bitcoin bzw. ungefähr 240€) die privaten Dateien wieder entschlüsselt werden. Wir raten allerdings dringendst kein Geld an Internetkriminelle zu geben, da man damit seine Bankdaten an Internetbetrüger preisgibt. Möchten Sie wirklich Ihr schwer verdientes Geld Schwindlern übergeben[4]? Wahrscheinlich nicht! Sie sollten also lieber von einer zuverlässigen Anti-Spyware, wie FortectIntego, Gebrauch machen und den CryptoFortress-Virus so schnell wie möglich entfernen.

Wie kann CryptoFortress mein Computer hijacken?
Wir haben in unserem Blog bereits über viel Ransomware berichtet. Einige wenige Beispiele hierfür sind TeslaCrypt, CryptoDefense und SynoLocker. Obwohl noch nicht bekannt ist wie der CryptoFortress-Virus verbreitet wird, nehmen Sicherheitsexperten aufgrund der Vorgänger an, dass er durch Spam, Aufforderungen für gefälschte Software-Updates, infizierte Links und ähnliche Hilfsmittel verbreitet wird. Übrigens können selbst P2P-Netzwerke[5] bei der Verbreitung des Virus involviert sein. Um den Computer vor Infizierungen zu schützen, ist es äußerst empfehlenswert eine bewährte Anti-Spyware zu installieren und auf dem aktuellsten Stand zu halten. Sobald der CryptoFortress-Virus das System infiltriert und die Dateien verschlüsselt, erhält man solch eine Mitteilung:
All your important files (such as files on the network disks, USB devices, etc.): photos, videos, documents were encrypted with CryptoFortress virus. The only way to get your files back is to buy our decryption software. Otherwise, your files will be lost.
Caution: Removing of CryptoFortress will not restore access to your encrypted files.
Wenn Sie den darin enthaltenen Links folgen, werden Sie zu der offiziellen Webseite von CryptoFortress weitergeleitet und dazu aufgefordert eine bestimmte Summe an eine bestimmte Adresse zu überweisen und dann zur Bestätigung eine Transaktions-ID zu senden. Natürlich kann es passieren, dass man in Panik gerät und das Lösegeld bezahlt. Man darf dann allerdings nicht überrascht sein, wenn man nicht nur seine Daten auf dem Computer los ist, sondern auch Geld auf dem Bankkonto verschwunden ist. Wenn Sie dies verhindern möchten, sollten Sie den CryptoFortress-Virus so schnell wie möglich vom System entfernen und die Dateien mithilfe von Back-ups wiederherstellen.
Wie entferne ich den CryptoFortress-Virus?
Wenn Sie Back-ups von Ihren privaten Daten gemacht haben, haben wir gute Nachrichten für Sie. Der CryptoFortress-Virus löscht zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels noch keine Datensicherungsdateien von Windows. Sie sollten sich aber trotzdem zukünftig über die Sicherheit Ihrer Daten Gedanken machen. Wir empfehlen immer wieder gerne für Datensicherungen von USB-Sticks, externe Festplatten, CDs, DVDs oder Online-Back-ups, wie Google Drive, Dropbox, Flickr usw., Gebrauch zu machen.
Falls Ihr Computer bereits mit der Ransomware CryptoFortress infiziert wurde, sollten Sie folgende Anleitung beachten:
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