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Spora 2.0. Richtig entfernen? (Anleitung für die Deinstallation)

von Jake Doevan - - | Virustyp: Ransomware
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Spora 2.0 schlägt mit zerstörerischer Kraft zu

Die ersten Hinweise auf Spora 2.0, dem Nachfolger von Spora, gab es schon im Februar 2017. Zu diesem Zeitpunkt war das Erpressungsprogramm allerdings noch in der Entwicklungsphase und seine Fähigkeiten reine Spekulation. Die Entwickler selbst deuteten jedoch mögliche Angriffe von Spora 2.0 an, wo auch „andere Geräte“ das Ziel seien. Die neue Version wurde also für andere Betriebssysteme als Windows entwickelt. Wenn neue Viren zunächst veröffentlicht werden, enthalten sie meist einige Bugs, die dann mit der Zeit ausgebessert werden. Spora wiederrum war von Anfang an fehlerlos. Die Autoren waren aber dennoch nicht zufrieden und beunruhigen nun mit einer neuen Version – Spora 2.0. Unabhängig davon, wie gefährlich der Virus ist, kann man ihn trotzdem entfernen. Sie können hierfür von Reimage oder Malwarebytes Anti Malware Gebrauch machen.

Kurze Übersicht über die ursprüngliche Version von Spora

Das Projekt Spora wurde mit Präzision geschaffen und es ist offensichtlich, dass die Virenersteller über jede Einzelheit nachgedacht haben. Was Spora besonders von anderen Viren hervorhebt und besser als andere erfolgreiche Viren wie Cerber und Locky macht, ist seine benutzerfreundliche Oberfläche. Zudem kann Spora die Dateien ohne einen Internetzugriff verschlüsseln. Hinzu kommt, dass keine Fehler in der Verschlüsselungsroutine und im Programmcode zu finden sind, was zur Folge hat, dass Schadsoftware-Analysten mit keinen Entschlüsselungsprogrammen dienen können. Computerexperten haben neuerdings herausgefunden, dass das Erpressungsprogramm mit den „The HoeflerText wasn’t found“-Anzeigen verbreiten wird. Hierfür wird ein schädliches Skript in infizierte Webseiten eingebettet, sodass die Webseite mit willkürlichen Zeichen unleserlich gemacht wird. Anschließend taucht ein Pop-up auf, dass das Chrome Font Pack veraltet ist und aktualisiert werden muss. Wenn man die Erweiterung hierfür aktiviert, wird die ärgerlichste Bedrohung aller Bedrohung heruntergeladen: Das Krypto-Erpressungsprogramm. Die Hauptverbreitungsmethode von Spora ist jedoch Spammails. Die Infizierung wird hier durch ein schädliches ZIP-Archiv möglich gemacht, welches HTA-Dateien enthält. Die Dateien haben zwei Endungen, wie bspw. .doc.HTA. Die echte Endung ist verborgen, weshalb man nur die vorgetäuschte DOC-Endung sieht und annimmt, dass es sich um ein Dokument handelt. Sobald man die HTA-Datei öffnet, nistet sich die Schadsoftware in den Computer ein und verschlüsselt alle darauf befindlichen Daten. Die HTA-Datei öffnet außerdem eine DOCX-Datei und blendet eine Mitteilung ein, dass das Dokument nicht geöffnet werden kann. Spora nutzt anschließend die Befehlskonsole von Windows, um die Schattenkopien zu löschen und die Windows-Starthilfe zu deaktivieren. Zum Schluss modifiziert es noch den Eintrag BootStatusPolicy, womit Startfehler ignoriert oder angezeigt werden können.

Um die Opfer über das derzeitige Vorgehen zu informieren und das Lösegeld einkassieren zu können, erstellt der Virus die Datei [ID des Opfers].HTML, worin der Erpresserbrief zu finden ist. Klickt man auf die Datei wird man zu einer individuellen Kopie der Seite spora.bz weitergeleitet, eine beeindruckende und gut gebaute Webseite. Auf dieser Seite werden die Opfer aufgefordert den kompromittierten Computer mit der Webseite zu synchronisieren, und zwar, indem sie die vom Virus hinterlegte KEY-Datei hochladen. Anschließend hat man die Wahl zwischen einer Komplettwiederherstellung, Immunität, Entfernung und Dateiwiederherstellung. Spora ist das erste Erpressungsprogramm, das mehrere „Dienstleistungen“ anbietet. Interessant ist außerdem, dass auf der Seite die Möglichkeit eines Gruppenchats besteht, um mit anderen Betroffenen weltweit und den Cyberkriminellen in Kontakt zu treten. Allerdings geben die Virenautoren keine Rabatte. Sie sind aber in dem Sinne „hilfsbereit“, dass sie die Fristen deaktivieren und den Opfern für die Bezahlung mehr Zeit geben.

Die neue Version von Spora verlässt sich weiterhin auf die „HoeflerText wasn’t found“-Methode. Allerdings markiert Spora 2.0 die verschlüsselten Dateien nicht mehr mit seiner eigenen Dateiendung. Den Schadensumfang auszumachen ist aus diesem Grund schwierig. Abhängig vom Antivirenprogramm wird die Schadsoftware als Ransom_Spora.R00XC0DD617, Ransom_Spora.R08NC0RD617 oder Ransom_SPORA.F117D6 erkannt. Interessanterweise nutzt die Schadsoftware auch noch technische Informationen und den geografischen Standort, um eine Mitteilung mit einer einzigartigen ID zu kreieren. Das Format des Dateinamens ist XXOOO-AAAAA-BBBBB-CCCCC-DDDDD.html, wobei die ersten zwei Zeichen den Ländercode anzeigen. Für die Datenverschlüsselung wird der Algorithmus RSA-1024 verwendet. Der private RSA-Schlüssel ist außerdem im Erpresserbrief eingebettet, sodass im Falle der Bezahlung die Entschlüsselung schnell durchgeführt werden kann. Wie immer weisen wir darauf hin, dass es sinnlos ist sich auf das Gewissen von Cyberkriminellen zu verlassen. Empfehlenswerter ist die umgehende Entfernung des Virus.

Besondere Aspekte bei der Verbreitung

Im Vergleich zu anderen Bedrohungen weckt die Verbreitung von diesem dateiverschlüsselnden Virus sicherlich Interesse. Die fiese und listige Methode Schadsoftware in einem gefälschten Chrome-Font-Paket zu tarnen, begünstigt die Infizierungsrate offensichtlich. Generell sollte man jedoch neue Browsererweiterungen genau überprüfen, bevor man sie aktiviert. Viele Erweiterungen verlangsamen den Browser eher als bei den täglichen Aktivitäten im Internet hilfreich zu sein. Da Spora 2.0 allerdings noch im Begriff ist seine Position im Markt zu festigen, könnte es auch auf andere Verbreitungsmethoden zurückgreifen. Spammails sind und bleiben immer noch die erfolgreichsten Infizierungsquellen. Vorsicht also bei E-Mails, die vermeintliche Steuerbescheide oder Rechnungen im Anhang haben. Überprüfen Sie den Absender immer auf Korrektheit, bevor Sie den Inhalt öffnen. Spora 2.0 könnte zukünftig auch mithilfe von Exploit-Kits wie RIG verbreitet werden. Es ist daher wichtig, dass man das Gerät und die Daten anständig schützt (Antivirenprogramme, Backups usw.).

Spora 2.0 entfernen

Die Entfernung von Erpressungsprogrammen ist zu keiner Zeit eine angenehme Erfahrung. Hinzu kommt, dass die Entfernung von Spora 2.0 fehlschlagen kann, wenn man versucht selbst Hand anzulegen. Es ist notwendig, dass man alle Dateien von Spora 2.0 entfernt, sowie die Modifizierungen in der Registrierungsdatenbank beseitigt. Aus diesem Grund sollte der Virus auch mit einer Anti-Malware anständig entfernt werden. Die Anti-Malware muss dabei auf den aktuellsten Stand sein, damit sie alle Dateien der Bedrohung erkennen kann. Darüber hinaus ist es wahrscheinlich, dass Spora mit allen Mühen versucht die Entfernung zu verhindern. In diesem Fall empfiehlt es sich die unten aufgeführte Anleitung zu befolgen. Sie starten den Computer hierbei in den abgesicherten Modus oder nutzen die Systemwiederherstellung, um wieder Zugriff auf den Computer zubekommen. Da die Schadsoftware noch recht neu ist, gibt es leider noch keinen Decodierer.

Wir können mit jedem Produkt, dass wir auf unserer Seite empfehlen, affiliiert sein. Weitere Auskunft in unsern Nutzungsbedingungen. Mit dem Herunterladen einer vorausgesetzten Anti-spyware Software, um Spora 2.0 zu entfernen, stimmen sie unserer Datenschutz und Nutzungsbedingungen.
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Wenn Sie die Infizierung nicht mit Reimage beseitigen konnten, kontaktieren Sie unser Support-Team unter Frage stellen und geben Sie so viele Informationen wie möglich.
Für die Deinstallation von Spora 2.0 ist Reimage empfehlenswert. Der kostenlose Scanner lässt einen überprüfen, ob der Computer infiziert ist oder nicht. Falls Sie Schadsoftware entfernen müssen, müssen Sie die lizenzierte Version von Reimage erwerben.

Weitere Informationen über das Programm können Sie in der Beurteilung von Reimage finden.

Weitere Informationen über das Programm können Sie in der Beurteilung von Reimage finden.
Pressebeiträge auf Reimage
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Anleitung für die manuelle Entfernung des Spora 2.0-Virus:

Entfernen Sie Spora 2.0 mit Safe Mode with Networking

Reimage ist ein Programm zum Erkennen von Schadsoftware.
Für die Beseitigung von Infizierungen ist die Vollversion notwendig.
Weitere Informationen über Reimage.

  • Schritt 1: Starten Sie den Computer in den Modus Safe Mode with Networking

    Windows 7 / Vista / XP
    1. Klicken Sie auf Start Shutdown Restart OK.
    2. Sobald der Computer aktiv wird, sollten Sie anfangen mehrmals F8 zu drücken bis Sie das Fenster Advanced Boot Options sehen.
    3. Wählen Sie Safe Mode with Networking von der Liste Wählen Sie 'Safe Mode with Networking'

    Windows 10 / Windows 8
    1. Drücken Sie im Windows-Anmeldebildschirm auf den Button Power. Halten Sie nun auf Ihrer Tastatur Shift gedrückt und klicken Sie auf Restart..
    2. Wählen Sie nun Troubleshoot Advanced options Startup Settings und drücken Sie zuletzt auf Restart.
    3. Wählen Sie, sobald der Computer aktiv wird, im Fenster Startup Settings Enable Safe Mode with Networking. Wählen Sie 'Enable Safe Mode with Networking'
  • Schritt 2: Entferne Spora 2.0

    Melden Sie sich am infizierten Computer an und starten Sie den Browser. Laden Sie Reimage oder eine andere legitime Anti-Spyware herunter. Aktualisieren Sie das Programm bevor Sie einen vollständigen Systemscan ausführen und entfernen Sie die schädliche Dateien, die zu der Ransomware gehören und stellen Sie die Entfernung von Spora 2.0 fertig.

Probieren Sie folgende Methode aus, falls die Ransomware Safe Mode with Networking blockiert.

Entfernen Sie Spora 2.0 mit System Restore

Reimage ist ein Programm zum Erkennen von Schadsoftware.
Für die Beseitigung von Infizierungen ist die Vollversion notwendig.
Weitere Informationen über Reimage.

  • Schritt 1: Starten Sie den Computer in den Modus Safe Mode with Command Prompt

    Windows 7 / Vista / XP
    1. Klicken Sie auf Start Shutdown Restart OK.
    2. Sobald der Computer aktiv wird, sollten Sie anfangen mehrmals F8 zu drücken bis Sie das Fenster Advanced Boot Options sehen.
    3. Wählen Sie Command Prompt von der Liste Wählen Sie 'Safe Mode with Command Prompt'

    Windows 10 / Windows 8
    1. Drücken Sie im Windows-Anmeldebildschirm auf den Button Power. Halten Sie nun auf Ihrer Tastatur Shift gedrückt und klicken Sie auf Restart..
    2. Wählen Sie nun Troubleshoot Advanced options Startup Settings und drücken Sie zuletzt auf Restart.
    3. Wählen Sie, sobald der Computer aktiv wird, im Fenster Startup Settings Enable Safe Mode with Command Prompt. Wählen Sie 'Enable Safe Mode with Command Prompt'
  • Schritt 2: Stellen Sie Ihre Systemdateien und -einstellungen wieder her.
    1. Sobald das Fenster Command Prompt auftaucht, geben Sie cd restore ein und klicken Sie auf Enter. Geben Sie 'cd restore' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    2. Geben Sie nun rstrui.exe ein und drücken Sie erneut auf Enter.. Geben Sie 'rstrui.exe' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    3. Wenn ein neues Fenster auftaucht, klicken Sie auf Next und wählen Sie einen Wiederherstellungspunkt, der vor der Infiltrierung von Spora 2.0 liegt. Klicken Sie anschließend auf Next. Wenn das Fenster 'System Restore' auftaucht, wählen Sie 'Next' Wählen Sie den Wiederherstellungspunkt und klicken Sie auf 'Next'
    4. Klicken Sie nun auf Yes, um die Systemwiederherstellung zu starten. Klicken Sie auf 'Yes' und starten Sie die Systemwiederherstellung
    Nachdem Sie das System zu einem früheren Datum wiederhergestellt haben, vergewissern Sie sich, dass die Entfernung von Spora 2.0 erfolgreich war, indem Sie Reimage herunterladen und damit den Computer scannen.

Als Letztes sollten Sie sich natürlich immer über den Schutz vor Crypto-Ransomware Gedanken machen. Um den Computer vor Spora 2.0 und anderer Ransomware zu schützen, sollten Sie eine bewährte Anti-Spyware, wie beispielsweise Reimage, Plumbytes Anti-MalwareWebroot SecureAnywhere AntiVirus oder Malwarebytes Anti Malware, nutzen.

Über den Autor

Jake Doevan - Das Leben ist zu kurz, um die Zeit mit Viren zu verschwenden.

Wenn Ihnen die kostenlose Entfernungsanleitung geholfen hat und Sie mit unserem Service zufrieden sind, möchten wir Sie um eine Spende bitten, sodass wir unsere Hilfe weiter anbieten können. Jeder noch so kleine Betrag ist herzlich willkommen.

Quelle: https://www.2-spyware.com/remove-spora-2-0-ransomware-virus.html

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