Aleta-Erpressersoftware. Richtig entfernen? (Anleitung für die Deinstallation)

von Lucia Danes - -   Aleta ransomware | Virustyp: Ransomware
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Erpressersoftware Aleta greift seit Anfang Juli 2017 Computernutzer an

Aleta ransomware

Der Aleta-Virus ist eine typische Erpressersoftware, die auf dem anvisierten Computer die Dateien verschlüsselt und anschließend ein Lösegeld verlangt. Die Schadsoftware gehört zu der BTCWare-Gruppe und als neue Version von diesem berüchtigten Virus ist Aleta auch unter dem alternativen Namen “BTCWare Aleta ransomware” bekannt. Der Virus dringt als Trojaner ins System ein und macht daraufhin mit der Anwendung von kryptografischen Verfahren die Dateien unzugänglich. Zu guter Letzt hinterlässt Aleta in der Datei !#_READ_ME_#!.inf einen Erpresserbrief .

Während der Verschlüsselung werden betroffene Dateien am Ende ihres Dateinamens mit .[black.mirror@qq.com].aleta markiert. Die darin enthaltene E-Mail-Adresse dient zur Kontaktaufnahme mit den Cyberkriminellen.

Den Berichten von Opfern zufolge bieten die Autoren der Erpressersoftware die Datenentschlüsselung für 2 Bitcoins an, was zurzeit ungefähr 4000 Euro entspricht. Das geforderte Lösegeld ist offensichtlich extrem hoch angesetzt und selbst zahlungswillige Opfer können sich das nicht so ohne Weiteres leisten.

Nachdem Aleta alle Daten unzugänglich gemacht hat, erstellt die Schadsoftware die Datei !#_READ_ME_#!.inf und hinterlässt darin eine kurze Nachricht für ihre Opfer, der so gesehene „Erpresserbrief“. In der Mitteilung werden Opfer darüber informiert, dass die Dateien nur mit einem speziellen Entschlüsselungsprogramm entschlüsselt werden können, welches natürlich nur im Besitz der Erpresser ist. Der Preis für das Tool hängt angeblich davon ab, wie schnell man mit den Angreifern Kontakt aufnimmt.

Die Angreifer geben Opfern die Möglichkeit den BTCWare Aleta Decrypter auszutesten und erlauben das Senden von drei Dateien per E-Mail, die nicht größer als 1MB sind. Die Verbrecher versprechen die entschlüsselten Versionen hiervon zurückzusenden, um zu beweisen, dass sie wirklich die Dateien entschlüsseln können.

Wenn Ihre Dateien verschlüsselt worden sind, empfehlen wir so schnell wie möglich Aleta mit einer anständigen Anti-Malware, wie bspw. Reimage, zu entfernen. Das eigenständige Löschen von erpresserischen Viren wie diesen scheitert leider aufgrund mangelndes Computerwissen sehr häufig. Wenn Sie also zu den eher unerfahrenen Computernutzern gehören, sollten Sie davon absehen den Virus manuell zu beseitigen.

Am Ende des Artikels finden Sie informative Anleitungen für die Datenwiederherstellung. Wenn Sie auf der Suche nach Entfernungsanleitungen in anderen Sprache sind, wie zum Beispiel Polnisch oder Englisch, empfehlen wir hierfür gerne UsunWirusa und 2-Spyware.

Die Verbreitungsmethoden des Virus

Mit der Entfernung von Aleta bereinigt man das System von Schadsoftware und kann es hierdurch wieder normal verwenden. Allerdings ist es ebenfalls wichtig über die Verbreitung von Erpressersoftware Bescheid zu wissen, damit man zukünftig eine Infiltrierung verhindern kann.

Der hier beschriebene Virus infiltriert das System über RDP-Angriffe. Cyberkriminelle beabsichtigen hierbei Administratorkonten, die berechtigt sind Fernwartungen durchzuführen, zu kompromittieren. Falls die Infizierung erfolgreich verläuft, können sie das ganze System infizieren und alle im Netzwerk befindlichen Geräte mit Erpressersoftware infizieren.

Leider ist selbst die stärkste Anti-Malware nutzlos, wenn man schwache Kennwörter für Administratorkonten benutzt. Die Gauner können in diesem Fall innerhalb eines Tages die Passwörter per Brute-Force herausbekommen und den Computer aus der Ferne steuern.

Man kann Erpressungsprogramme auf vielen verschiedenen Wegen bekämpfen. Im Allgemeinen schützt man sich vor Angriffen jedoch nach den folgenden Regeln:

  1. Installieren Sie Anti-Malware und halten Sie sie auf dem aktuellsten Stand.
  2. Führen Sie regelmäßig Back-ups durch. Hierbei kann die Anleitung für die Erstellung von Back-ups helfen.
  3. Benutzen Sie nie schwache Passwörter, insbesondere nicht bei Fernwartungssoftware.
  4. Klicken Sie beim Internetsurfen nicht auf unklare Links und öffnen Sie keine E-Mails von unbekannten Absendern.

BTCWare Aleta sofort entfernen

Entfernen Sie die Erpressersoftware Aleta wie in der Anleitung angegeben, um den Computer wieder sicher nutzen zu können. Vergessen Sie nicht, dass Erpressersoftware häufig mit weiterer Schadsoftware gebündelt verbreitet wird, weshalb eine automatische Entfernung äußerst ratsam ist. Eine Liste mit empfohlenen Sicherheitsprogrammen finden Sie weiter unten.

Von der manuellen Entfernung ist abzuraten, weil sie häufig in ein Scheitern resultiert und zusätzliche Probleme wie Systeminstabilitäten mit sich bringen kann. Führen Sie daher die unten angegebenen Schritte aus, damit Sie die Schadsoftware vollständig vom System beseitigen.

Wir können mit jedem Produkt, dass wir auf unserer Seite empfehlen, affiliiert sein. Weitere Auskunft in unsern Nutzungsbedingungen. Mit dem Herunterladen einer vorausgesetzten Anti-spyware Software, um Aleta-Erpressersoftware zu entfernen, stimmen sie unserer Datenschutz und Nutzungsbedingungen.
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Wenn Sie die Infizierung nicht mit Reimage beseitigen konnten, kontaktieren Sie unser Support-Team unter Frage stellen und geben Sie so viele Informationen wie möglich.
Für die Deinstallation von Aleta-Erpressersoftware ist Reimage empfehlenswert. Der kostenlose Scanner lässt einen überprüfen, ob der Computer infiziert ist oder nicht. Falls Sie Schadsoftware entfernen müssen, müssen Sie die lizenzierte Version von Reimage erwerben.

Weitere Informationen über das Programm können Sie in der Beurteilung von Reimage finden.

Weitere Informationen über das Programm können Sie in der Beurteilung von Reimage finden.
Pressebeiträge auf Reimage
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Anleitung für die manuelle Entfernung des Aleta-Virus:

Entfernen Sie Aleta mit Safe Mode with Networking

Reimage ist ein Programm zum Erkennen von Schadsoftware.
Für die Beseitigung von Infizierungen ist die Vollversion notwendig.
Weitere Informationen über Reimage.

Sie werden den Virus ohne Probleme los, wenn Sie die folgenden Anweisungen sorgfältig lesen und befolgen.

  • Schritt 1: Starten Sie den Computer in den Modus Safe Mode with Networking

    Windows 7 / Vista / XP
    1. Klicken Sie auf Start Shutdown Restart OK.
    2. Sobald der Computer aktiv wird, sollten Sie anfangen mehrmals F8 zu drücken bis Sie das Fenster Advanced Boot Options sehen.
    3. Wählen Sie Safe Mode with Networking von der Liste Wählen Sie 'Safe Mode with Networking'

    Windows 10 / Windows 8
    1. Drücken Sie im Windows-Anmeldebildschirm auf den Button Power. Halten Sie nun auf Ihrer Tastatur Shift gedrückt und klicken Sie auf Restart..
    2. Wählen Sie nun Troubleshoot Advanced options Startup Settings und drücken Sie zuletzt auf Restart.
    3. Wählen Sie, sobald der Computer aktiv wird, im Fenster Startup Settings Enable Safe Mode with Networking. Wählen Sie 'Enable Safe Mode with Networking'
  • Schritt 2: Entferne Aleta

    Melden Sie sich am infizierten Computer an und starten Sie den Browser. Laden Sie Reimage oder eine andere legitime Anti-Spyware herunter. Aktualisieren Sie das Programm bevor Sie einen vollständigen Systemscan ausführen und entfernen Sie die schädliche Dateien, die zu der Ransomware gehören und stellen Sie die Entfernung von Aleta fertig.

Probieren Sie folgende Methode aus, falls die Ransomware Safe Mode with Networking blockiert.

Entfernen Sie Aleta mit System Restore

Reimage ist ein Programm zum Erkennen von Schadsoftware.
Für die Beseitigung von Infizierungen ist die Vollversion notwendig.
Weitere Informationen über Reimage.

  • Schritt 1: Starten Sie den Computer in den Modus Safe Mode with Command Prompt

    Windows 7 / Vista / XP
    1. Klicken Sie auf Start Shutdown Restart OK.
    2. Sobald der Computer aktiv wird, sollten Sie anfangen mehrmals F8 zu drücken bis Sie das Fenster Advanced Boot Options sehen.
    3. Wählen Sie Command Prompt von der Liste Wählen Sie 'Safe Mode with Command Prompt'

    Windows 10 / Windows 8
    1. Drücken Sie im Windows-Anmeldebildschirm auf den Button Power. Halten Sie nun auf Ihrer Tastatur Shift gedrückt und klicken Sie auf Restart..
    2. Wählen Sie nun Troubleshoot Advanced options Startup Settings und drücken Sie zuletzt auf Restart.
    3. Wählen Sie, sobald der Computer aktiv wird, im Fenster Startup Settings Enable Safe Mode with Command Prompt. Wählen Sie 'Enable Safe Mode with Command Prompt'
  • Schritt 2: Stellen Sie Ihre Systemdateien und -einstellungen wieder her.
    1. Sobald das Fenster Command Prompt auftaucht, geben Sie cd restore ein und klicken Sie auf Enter. Geben Sie 'cd restore' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    2. Geben Sie nun rstrui.exe ein und drücken Sie erneut auf Enter.. Geben Sie 'rstrui.exe' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    3. Wenn ein neues Fenster auftaucht, klicken Sie auf Next und wählen Sie einen Wiederherstellungspunkt, der vor der Infiltrierung von Aleta liegt. Klicken Sie anschließend auf Next. Wenn das Fenster 'System Restore' auftaucht, wählen Sie 'Next' Wählen Sie den Wiederherstellungspunkt und klicken Sie auf 'Next'
    4. Klicken Sie nun auf Yes, um die Systemwiederherstellung zu starten. Klicken Sie auf 'Yes' und starten Sie die Systemwiederherstellung
    Nachdem Sie das System zu einem früheren Datum wiederhergestellt haben, vergewissern Sie sich, dass die Entfernung von Aleta erfolgreich war, indem Sie Reimage herunterladen und damit den Computer scannen.

Bonus: Wiederherstellung der Daten

Die oben aufgeführte Anleitung soll dabei helfen Aleta vom Computer zu entfernen. Für die Wiederherstellung der verschlüsselten Dateien empfehlen wir eine ausführliche Anleitung von den Sicherheitsexperten von dieviren.de zu nutzen.

Die Krypto-Erpressersoftware Aleta ist eine verbesserte Version von BTCWare. Folglich kann der BTCWare Decrypter zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels nicht die von Aleta verschlüsselten Dateien entschlüsseln. Wir empfehlen daher Back-ups oder die unten aufgeführten Methoden zu nutzen, um die Daten wiederherzustellen.

Wenn Ihre Dateien von Aleta verschlüsselt worden sind, haben Sie für die Wiederherstellung mehrere Möglichkeiten:

Datenwiederherstellungssoftware

Data Recovery Pro kann sich als nützlich erweisen, wenn die Dateien mit .aleta markiert worden sind. Das Tool verwendet man wie folgt:

  • Laden Sie Data Recovery Pro (https://dieviren.de/download/data-recovery-pro-setup.exe) herunter;
  • Führen Sie die Schritte der Data Recovery aus und installieren Sie das Programm auf dem Computer;
  • Starten Sie es und scannen Sie den Computer nach Dateien, die von Aleta verschlüsselt worden sind;
  • Stellen Sie sie wieder her.

Dateien mithilfe von Schattenkopien wiederherstellen

Die von Windows erstellen Schattenkopien können dabei helfen die Dateien wiederherzustellen. Bedauerlicherweise aber tendieren erpresserische Viren dazu die Schattenkopien zu löschen, nachdem sie die originalen Dateiversionen verschlüsselt haben. Wenn dies nicht der Fall ist, können Sie Ihre Dateien wie folgt retten:

  • Laden Sie Shadow Explorer (http://shadowexplorer.com/) herunter;
  • Folgen Sie den Anweisungen des Einrichtungsassistenten von Shadow Explorer und installieren Sie die Anwendung auf dem Computer;
  • Starten Sie das Programm und wählen Sie mithilfe des Auswahlmenüs oben links in der Ecke ihre Festplatte mit den verschlüsselten Daten aus. Kontrollieren Sie die vorhandenen Ordner;
  • Führen Sie auf den wiederherzustellenden Ordner einen Rechtsklick aus und wählen Sie “Export”. Sie können ebenfalls auswählen, wo der Ordner wiederhergestellt werden soll.

Als Letztes sollten Sie sich natürlich immer über den Schutz vor Crypto-Ransomware Gedanken machen. Um den Computer vor Aleta und anderer Ransomware zu schützen, sollten Sie eine bewährte Anti-Spyware, wie beispielsweise Reimage, Plumbytes Anti-MalwareWebroot SecureAnywhere AntiVirus oder Malwarebytes Anti Malware, nutzen.

Über den Autor

Lucia Danes
Lucia Danes - Virenexpertin

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Mehr Informationen über den Autor

Quelle: http://www.2-spyware.com/remove-aleta-ransomware-virus.html

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