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IPhone-Virus. Richtig entfernen? (Anleitung für die Deinstallation)

von Julie Splinters - - | Virustyp: Schadsoftware

iPhone-Viren sind keine Mythen

The image displaying iOS virus

Der Begriff iPhone-Virus beschreibt diverse Arten von Schadsoftware, die für iOS entwickelt wurde. Während manche Nutzer davon überzeugt sind, dass es keine Schadsoftware für iOS gibt und nicht existieren kann, sind Cyberkriminelle mit der Entwicklung von weiterer schädlicher Software für macOS und iOS beschäftigt. Es ist in der Tat korrekt, dass der prozentuale Anteil an Schadsoftware für iOS und macOS im Vergleich zu Windows und Android viel geringer ist. Die Zahl ist jedoch leicht gestiegen und gibt Grund zur Beunruhigung.

Viele Mac- und iOS-Nutzer sind davon überzeugt, dass ihre Geräte wegen folgender Gründe immun gegen Infizierungen sind:

  • Begrenzter Zugriff auf Systemdateien
  • Fragmentiertes Betriebssystem
  • Eingeschränkte Berechtigungen für Dritt-Apps

Obwohl es in macOS möglich ist Drittprogramme zu installieren, ist dies keine Option für iPhone-Geräte. Die Einstellung von Apple und der Nutzer, dass keine der Produkte zusätzlichen Schutz benötigen, ist riskant. Die Realität zeigt nämlich, dass sowohl macOS- als auch iPhone-Viren existieren. Im Folgenden möchten wir daher die verschiedenen Arten von Schadsoftware und ihre Entfernungsmöglichkeiten besprechen.

PUPs visieren Apple-Produkte an

Lästige Adware und Skripte sind eine der weitverbreitetsten Arten von Windows-PUPs und -Schadsoftware. Cyberkriminelle, die sich Apple-Produkten widmen, nehmen von diesem Trend ihre Inspiration. MacOS-Nutzer werden wahrscheinlich zustimmen, dass sie irgendwann mal eine verdächtige Safari-Warnung gesehen haben.

Eine solche Warnung meldet, dass das Gerät mit einem Virus infiziert ist. Normalerweise wird zusätzlich davor gewarnt, dass der Virus im Begriff ist die Daten zu stehlen. Wie es bei solchen Betrugsmaschen typisch ist, wird auch eine Fake-Hotline für den Apple Support angegeben. Bitte beachten Sie, dass Apple niemals Benachrichtigungen und Hotlines in zufällig auftretenden Warnungen anzeigt. 

Da Supportbetrüger auch den Safari-Browser plagen, können selbst iPhone-Nutzer solche Online-Täuschungsversuchen antreffen. Man darf zudem nicht die typischen Online-Betrugsmaschen vergessen, wo iPhone-Geräte kostenlos angeboten werden.

Frustrierende Pop-ups sind eine weitere Form von iPhone-Viren. Da sie ihre Arbeit über im Browser eingespeiste Webskripte verrichten, können die Pop-ups gelegentlich oder auch bei jedem Öffnen des Browsers auftreten. Manche Pop-ups sind besonders lästig, weil man das Schließen von Safari erzwingen muss.

Browser-Hijacker existieren auch für Apple-Nutzer. Eine der jüngsten Exemplare ist der Hijacker search.stuckopoe.com. Er gibt vor eine gewöhnliche Suchmaschine zu sein, während er nicht-personenbezogene Informationen sammelt und sie für die „Verbesserung des Dienstes“ nutzt. Er blendet Pop-ups zwar nur sporadisch ein, aber die Entfernung hingegen ist kein Zuckerschlecken.

Wenn man die Seite für die Entfernungsanleitung besucht, wird das Deinstallations-Tool Uninstaller.dmg angeboten. Dieses wiederum ist mit der Adware macOS:Genleo-BQ infiziert. Wenn Sie die Standardversion von Safari auf dem iPhone nutzen, sollten Sie sich vor solchen Hijackern in Acht nehmen.

Pegasus-Spyware – Für iPhone-Geräte

Die Spionagesoftware ist das beste und das abschreckendste Beispiel dafür, dass Apple bzw. die iOS-Geräte mit Schadsoftware infiziert werden können. Die Pegasus-Spyware wurde August 2016 entdeckt. Es wird vermutet, dass die Schadsoftware von der israelischen Firma NSO Group entwickelt wurde, welche für das Entwickeln von Spyware berüchtigt ist.

Die Schadsoftware hat ausgewählte Nutzer im Visier und infiziert nicht jeden beliebigen. Das anvisierte Opfer erhält eine SMS mit Links und lädt mit dem Anklicken der Links die Spyware herunter. Pegasus ist ausgelegt für iPhones ohne Jailbreak und arbeitet auf der Basis von drei Zero-Day-Sicherheitslücken.

Sobald die Spyware vollständig aktiviert ist, hat sie den Nutzer komplett unter Überwachung. Sie spioniert sowohl zugängliche als auch verschlüsselte Nachrichten aus und kann sich Audiodateien anhören. Ein weiteres Problem ist, dass sie sich selbst zerstört, wenn sie in einem Zeitraum von 60 Tagen keinen Kontakt mit einem C&C-Server hatte. Von Pegasus gibt es auch eine Android-Variante.

Aufgrund des raffinierten Verhaltens und der ausgeklügelten Struktur kann die Erkennung der Schadsoftware recht schwierig sein. Sie verrät ihre Anwesenheit nicht über die Aktivitätsanzeige. Im iPhone steht solch ein Tool noch nicht einmal zur Verfügung. Für die Erkennung sind daher zusätzliche Programme notwendig. Weitere Informationen über die Entfernung von Pegasus finden Sie hier.

iPhone virus

Erpressersoftware in iOS?

Android-Erpressersoftware ist mittlerweile ein wahrer Trend geworden und da fragt man sich nur, wann iOS-Geräte als Nächstes dran sind. Irrational ist der Gedanke nicht, denn es gibt bereits einige Exemplare von Mac-Erpressersoftware, die in die Cyberwelt losgelassen wurden. Ein Exemplar gibt zum Beispiel vor ein Tool namens „Patcher“ zu sein, wurde angeblich für Raubkopien erstellt und in der Programmiersprache Swift geschrieben.

Die Schadsoftware wurde über BitTorrent-Domains verbreitet. Sie geht ähnlich vor wie Windows-basierte Kryptoschadsoftware und verbirgt sich in einem ZIP-Ordner. Die Schadsoftware war jedoch aufgrund schlechter Programmierung fehlerhaft, hatte ein fehlerträchtiges transparentes Aussehen und scheiterte an der Verwaltung der Entschlüsselungsschlüssel, was letztendlich zur Folge hatte, dass die Chance auf eine Entschlüsselung zunichtegemacht worden ist.

Bedauerlicherweise verschlüsselte die Schadsoftware trotzdem die Dokumente und Fotos ihrer Opfer. Obwohl solche Exemplare für Macs gefunden wurden, müssen sich auch iPhone-Nutzer in Acht nehmen.

Schadsoftware-Präventionsmaßnahmen auf dem Handy

Unterschiedliche Schadsoftware wird unterschiedlich verbreitet. Die zuvor besprochenen iPhone-Adware und -Hijacker fungieren über Webskripte. Sie sind für normale Nutzer nicht sichtbar und sind daher schwer zu erkennen. Allerdings kann man eine Infizierung mit solchen iPhone-Viren eingrenzen, indem man darauf verzichtet Links auf Webseiten mit Glücksspiel-, Gaming- und dubiosen Inhalten anzuklicken.

Hinsichtlich komplexer Schadsoftware finden iPhone-Nutzer folgende Ratschläge nützlich:

  • Aktualisieren Sie die Systemsoftware, sobald ein Update zur Verfügung steht.
  • Laden Sie keine unnötigen Dritt-Apps herunter.

Nun zu den Entfernungsmöglichkeiten bei iPhone-Viren.

iPhone virus

iPhone-Schadsoftware beseitigen

Wenn Ihr Handy von Pop-ups geplagt wird, setzen Sie den Browser auf die Werkseinstellungen zurück. Bei Supportbetrugsseiten/-anzeigen schließen Sie die Seite. Wenn Sie sie nicht schließen können, erzwingen Sie das Schließen. Um die Weiterleitung zu unterbinden, gehen Sie zu den Einstellungen, tippen Sie das Icon für Safari an und wählen Sie Verlauf und Websitedaten löschen.

Im App Store werden zurzeit noch keine Antivirenprogramme und Schadsoftware-Entferner akzeptiert, weshalb sie für iPhones nicht verfügbar sind. In macOS jedoch wird Plumbytes Anti-MalwareNorton Internet Security anerkannt. Wenn Sie auf dem Handy ein merkwürdiges Verhalten bemerken, wie bspw. ein Abstürzen von Apps oder gesperrte Dateien, setzen Sie das iPhone am besten auf die Werkseinstellungen zurück. Gehen Sie hierfür zu den Einstellungen, navigieren Sie zu Allgemein und tippen Sie die Option Alle Inhalte löschen an.

Sie können iPhone mithilfe folgender Programme automatisch entfernen: Reimage, Malwarebytes Malwarebytes. Wir empfehlen diese Anwendungen, da sie problemlos potenziell unerwünschte Programme und Viren mit all den dazugehörigen Registrierungseinträgen entfernen können.

Wir können mit jedem Produkt, dass wir auf unserer Seite empfehlen, affiliiert sein. Weitere Auskunft in unsern Nutzungsbedingungen. Mit dem Herunterladen einer vorausgesetzten Anti-spyware Software, um iPhone-Virus zu entfernen, stimmen sie unserer Datenschutz und Nutzungsbedingungen.
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Was ist zu tun, wenn das Programm nicht hilft?
Wenn Sie die Infizierung nicht mit Reimage beseitigen konnten, kontaktieren Sie unser Support-Team unter Frage stellen und geben Sie so viele Informationen wie möglich.
Für die Deinstallation von iPhone-Virus ist Reimage empfehlenswert. Der kostenlose Scanner lässt einen überprüfen, ob der Computer infiziert ist oder nicht. Falls Sie Schadsoftware entfernen müssen, müssen Sie die lizenzierte Version von Reimage erwerben.
Weitere Informationen über das Programm können Sie in der Beurteilung von Reimage finden.
Pressebeiträge auf Reimage
Alternative Software
Malwarebytes
Alternative Software
Malwarebytes

Anleitung für die manuelle Entfernung des iPhone-Virus:

Mac OS XSafari

iPhone vom Betriebssystem Mac OS X entfernen

MacOS-Nutzer haben über iPhone-Nutzer den Vorteil, dass sie für die Entfernung von Schadsoftware Sicherheitsanwendungen installieren können.

  1. Wenn Sie OS X verwenden, klicken Sie oben links im Bildschirm auf den Button Go und wählen Sie Applications. Klicken Sie auf 'Go' und selektieren Sie 'Applications'
  2. Warten Sie bis Sie den Ordner Applications sehen und suchen Sie nach iPhone oder andere suspekte Programme. Führen Sie nun einen Rechtsklick auf jeden dieser Einträge aus und wählen Sie Move to Trash. Klicken Sie auf jeden schädlichen Eintrag und selektieren Sie 'Move to Trash'
Mac OS XSafari

iPhone von Safari entfernen

Löschen Sie die Browserdaten, um die lästigen Pop-ups vom ständigen Auftauchen abzuhalten.

  1. Entfernen Sie gefährliche Erweiterungen
    Öffnen Sie den Webbrowser Safari und klicken Sie oben links im Bildschirm im Menü auf Safari. Wählen Sie anschließend die Preferences. Klicken Sie auf 'Safari' und selektieren Sie die 'Preferences'
  2. Wählen Sie hier Extensions und suchen Sie nach iPhone oder anderen suspekten Einträgen. Klicken Sie auf den Button Uninstall, um jeden dieser Einträge zu beseitigen. Gehen Sie zu den 'Extensions' und deinstallieren Sie die schädlichen Add-ons
  3. Ändern Sie die Startseite, falls diese von dem Virus verändert wurde.
    Öffnen Sie Ihren Webbrowser Safari und klicken Sie im Menü auf Safari. Wählen Sie hier die Preferences (wie bereits gezeigt) und selektieren Sie General.
  4. Schauen Sie sich hier das Feld Homepage an. Wenn es von iPhone geändert wurde, löschen Sie den unerwünschten Link und geben Sie den Link ein, den Sie für Ihre Suchen verwenden möchten. Vergessen Sie nicht "http://" vor der Adresse der Seite einzugeben. Löschen Sie im Reiter 'General' die schädliche URL und geben Sie die gewünschte Domain ein
  5. Setzen Sie Safari zurück.
    Öffnen Sie den Browser Safari und klicken Sie oben links im Bildschirm im Menü auf Safari. Wählen Sie hier Reset Safari.... Klicken Sie auf 'Safari' und selektieren Sie die 'Reset Safari...'
  6. Sie werden nun ein Fenster mit einer Liste an Optionen für das Zurücksetzen des Browsers sehen. All diese Optionen sind üblicherweise ausgewählt, aber Sie können trotzdem bestimmen, was alles zurückgesetzt werden soll. Klicken Sie auf den Button Reset, um die Entfernung von iPhone abzuschließen. Wählen Sie alle Optionen aus und klicken Sie auf den Button 'Reset'

Über den Autor

Julie Splinters
Julie Splinters - Expertin im Bereich Schadsoftwareentfernung

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Über die Firma Esolutions

Quelle: https://www.2-spyware.com/remove-iphone-virus.html

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