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Sage 2.2. Richtig entfernen? (Anleitung für die Deinstallation)

von Julie Splinters - - | Virustyp: Ransomware
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Die Saga von Sage geht weiter: Sage 2.2 ist da

Wenn Sie bereits von dem Erpressungsprogramm Sage und Sage 2.0 gehört haben, haben wir schlechte Nachrichten: Sage 2.2 wurde neulich in der virtuellen Welt entdeckt. Die Entwickler der Schadsoftware scheinen keine Zeit zu vergeuden und haben ein neues Update für den ursprünglichen Virus herausgebracht.

Die Art und Weise neue Veröffentlichungen mit fortlaufenden Versionsnummern zu benennen deutet auf Cerber hin. Es lässt sich daher annehmen, dass die neue Version nicht weniger aggressiv und destruktiv als ihre Vorgänger ist. Neuen Befunden zufolge wurden die technischen Spezifikationen der Schadsoftware aktualisiert.

Das Erpressungsprogramm versucht unter verschiedenen Namen den Sicherheitsschutz des Computers zu durchbrechen. Wenn Sie noch nicht auf die Cyberbedrohung gestoßen sind, sollten Sie sich mit einer anständigen Sicherheitssoftware und Fachwissen ausrüsten. Für den Fall einer Infizierung haben wir eine Entfernungsanleitung vorbereitet. Nutzen Sie für eine schnelle Entfernung eine Anwendung wie Reimage.

Die ersten Anzeichen von Sage wurden Mitte Januar dieses Jahres gesichtet. Eine der Besonderheiten der Schadsoftware war, dass sie in einem doppelt verpackten ZIP-Ordner übertragen wurde. Der ZIP-Ordner enthielt entweder eine DOC- oder JS-Datei. Interessanterweise wies die Betreffzeile der Spammail keinen Inhalt auf. Manche E-Mails enthalten zudem keine Nachricht.

Trotzdem gilt zu berücksichtigen, dass es einige E-Mails gibt, die sich als Mitteilungen von der Central Security Treatment Organization tarnen. Die Schadsoftware arbeitet nach einem fundamentalen Modell: Sie versendet UDP (User Datagram Protocols) an tausende IP-Adressen. Wie für diese Art von Bedrohung geläufig ist, sollten die Opfer das Lösegeld in der genannten Zeitfrist bezahlen. Angeblich werden die Dateien nach dem Verstreichen der Frist gelöscht.

Innerhalb kurzer Zeit nach der Veröffentlichung von Sage wurde bereits Sage 2.0 im Umlauf gebracht. Für die Entschlüsselung der Dateien wurde über 2000 USD verlangt.

In den Anweisungen der Datei !Recovery_[3_random_chars].html versuchen die Entwickler ihre Opfer mit Druck dazu zu bringen den Forderungen nachzugehen und machen deutlich, dass es keine andere Lösung gibt, wenn man seine Daten retten möchte.

Mittlerweile gibt es nun Sage 2.2. Berichten zufolge gibt es kaum Neuerungen in der neuen Version. Sage 2.2 kann sich in den Dateien [beliebige Ziffern]_ACH20022017.zip oder min1_201720103191.58778.zip befinden.

Extrahiert man das ZIP-Verzeichnis, wird die Schadsoftware über spam1.exe ausgeführt. Sie könnte sich aber genauso gut als startup.php tarnen. Anschließend lädt Sage 2.2 das Hauptprogramm in den Ordner %Temp% und kopiert sich in C:\Users\[Benutzername]\AppData\Roaming.

Hierdurch wird ein Fenster der Benutzerkontensteuerung von Windows ausgelöst. Man hat hier noch die Möglichkeit das Vorgehen der Schadsoftware zu verhindern, indem man den Zugriff verweigert. In dem eingeblendeten Fenster befindet sich unter dem Herausgeber ein ungewöhnlich langer und komplexer Name. Sobald Sie Hinweise auf solch ein Verhalten sehen, sollten Sie Sage 2.2 direkt beseitigen.

Welche wichtigen Aspekte gibt es bei der Verbreitung?

Die Schadsoftware macht mithilfe von Spammails auf neue Opfer Jagd. Bei solchen Spammails gilt zu berücksichtigen, dass das Erpressungsprogramm meist als gefälschte Rechnung und andere offizielle Dokumente getarnt wird. Man sollte daher das Öffnen der Anhänge nicht überstürzen, da ansonsten die problematische Entfernung der Bedrohung ansteht.

Zudem nutzen die dahintersteckenden Gauner weitere Übertragungsmethoden. Sage 2.2 wird als folgende Trojaner erkannt: Win32.Trojan.WisdomEyes.16070401.9500.9973, Trojan/Win32.SageCrypt.C1798570, Trojan.Encoder.10307 und Win32/Trojan.Ransom.aac.

Da die Verbreiter von Cerber zu Sage 2.2 gewechselt sind, sollte man damit rechnen, dass sie auch von alten Tricks Gebrauch machen, um die Infizierungsrate anzutreiben. Ende 2016 wurde Cerber mithilfe des Exploit-Kits RIG und korrupten Anhängen bei Adobe Flash Player verbreitet.

Darüber hinaus haben die Cyberschurken wieder eine ältere Funktion von Cerber eingebaut: Sage kann die von Windows erstellten Schattenkopien löschen. Des Weiteren wurde aufgedeckt, dass sich Sage 2.2 als Adobe Service Manager tarnen kann. Es ist daher nicht nur von größter Wichtigkeit das System mit einer Anti-Malware zu schützen, sondern auch beim Surfen im Internet auf der Hut zu sein.

Wie entfernt man die Schadsoftware Sage 2.2 endgültig?

Bei dateiverschlüsselnden Schadprogrammen zählt jede Minute. Sie sollten aus diesem Grund die Entfernung von Sage 2.2 sofort angehen. Installieren Sie hierfür eine Anti-Spyware wie bspw. Reimage oder Malwarebytes Anti Malware und beseitigen Sie damit die Schadsoftware.

Wenn Sie aufgrund des nicht funktionstüchtigen Computers die Bedrohung nicht entfernen können, müssen Sie den Computer in den abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern starten. Die folgenden Anweisungen helfen Ihnen dabei. Anschließend sollten Sie den Virus ohne Probleme beseitigen können. Beachten Sie jedoch, dass die Sicherheitssoftware nicht die betroffenen Dateien entschlüsselt. Hierfür gibt es alternative Lösungen, wovon wir einige weiter unten auflisten.

Wir können mit jedem Produkt, dass wir auf unserer Seite empfehlen, affiliiert sein. Weitere Auskunft in unsern Nutzungsbedingungen. Mit dem Herunterladen einer vorausgesetzten Anti-spyware Software, um Sage 2.2 zu entfernen, stimmen sie unserer Datenschutz und Nutzungsbedingungen.
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Wenn Sie die Infizierung nicht mit Reimage beseitigen konnten, kontaktieren Sie unser Support-Team unter Frage stellen und geben Sie so viele Informationen wie möglich.
Für die Deinstallation von Sage 2.2 ist Reimage empfehlenswert. Der kostenlose Scanner lässt einen überprüfen, ob der Computer infiziert ist oder nicht. Falls Sie Schadsoftware entfernen müssen, müssen Sie die lizenzierte Version von Reimage erwerben.

Weitere Informationen über das Programm können Sie in der Beurteilung von Reimage finden.

Weitere Informationen über das Programm können Sie in der Beurteilung von Reimage finden.
Pressebeiträge auf Reimage
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Anleitung für die manuelle Entfernung des Sage 2.2-Virus:

Entfernen Sie Sage 2.2 mit Safe Mode with Networking

Reimage ist ein Programm zum Erkennen von Schadsoftware.
Für die Beseitigung von Infizierungen ist die Vollversion notwendig.
Weitere Informationen über Reimage.

  • Schritt 1: Starten Sie den Computer in den Modus Safe Mode with Networking

    Windows 7 / Vista / XP
    1. Klicken Sie auf Start Shutdown Restart OK.
    2. Sobald der Computer aktiv wird, sollten Sie anfangen mehrmals F8 zu drücken bis Sie das Fenster Advanced Boot Options sehen.
    3. Wählen Sie Safe Mode with Networking von der Liste Wählen Sie 'Safe Mode with Networking'

    Windows 10 / Windows 8
    1. Drücken Sie im Windows-Anmeldebildschirm auf den Button Power. Halten Sie nun auf Ihrer Tastatur Shift gedrückt und klicken Sie auf Restart..
    2. Wählen Sie nun Troubleshoot Advanced options Startup Settings und drücken Sie zuletzt auf Restart.
    3. Wählen Sie, sobald der Computer aktiv wird, im Fenster Startup Settings Enable Safe Mode with Networking. Wählen Sie 'Enable Safe Mode with Networking'
  • Schritt 2: Entferne Sage 2.2

    Melden Sie sich am infizierten Computer an und starten Sie den Browser. Laden Sie Reimage oder eine andere legitime Anti-Spyware herunter. Aktualisieren Sie das Programm bevor Sie einen vollständigen Systemscan ausführen und entfernen Sie die schädliche Dateien, die zu der Ransomware gehören und stellen Sie die Entfernung von Sage 2.2 fertig.

Probieren Sie folgende Methode aus, falls die Ransomware Safe Mode with Networking blockiert.

Entfernen Sie Sage 2.2 mit System Restore

Reimage ist ein Programm zum Erkennen von Schadsoftware.
Für die Beseitigung von Infizierungen ist die Vollversion notwendig.
Weitere Informationen über Reimage.

Wenn Sie Sage 2.2 immer noch nicht entfernen können, probieren Sie die Systemwiederherstellung von Windows aus.

  • Schritt 1: Starten Sie den Computer in den Modus Safe Mode with Command Prompt

    Windows 7 / Vista / XP
    1. Klicken Sie auf Start Shutdown Restart OK.
    2. Sobald der Computer aktiv wird, sollten Sie anfangen mehrmals F8 zu drücken bis Sie das Fenster Advanced Boot Options sehen.
    3. Wählen Sie Command Prompt von der Liste Wählen Sie 'Safe Mode with Command Prompt'

    Windows 10 / Windows 8
    1. Drücken Sie im Windows-Anmeldebildschirm auf den Button Power. Halten Sie nun auf Ihrer Tastatur Shift gedrückt und klicken Sie auf Restart..
    2. Wählen Sie nun Troubleshoot Advanced options Startup Settings und drücken Sie zuletzt auf Restart.
    3. Wählen Sie, sobald der Computer aktiv wird, im Fenster Startup Settings Enable Safe Mode with Command Prompt. Wählen Sie 'Enable Safe Mode with Command Prompt'
  • Schritt 2: Stellen Sie Ihre Systemdateien und -einstellungen wieder her.
    1. Sobald das Fenster Command Prompt auftaucht, geben Sie cd restore ein und klicken Sie auf Enter. Geben Sie 'cd restore' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    2. Geben Sie nun rstrui.exe ein und drücken Sie erneut auf Enter.. Geben Sie 'rstrui.exe' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    3. Wenn ein neues Fenster auftaucht, klicken Sie auf Next und wählen Sie einen Wiederherstellungspunkt, der vor der Infiltrierung von Sage 2.2 liegt. Klicken Sie anschließend auf Next. Wenn das Fenster 'System Restore' auftaucht, wählen Sie 'Next' Wählen Sie den Wiederherstellungspunkt und klicken Sie auf 'Next'
    4. Klicken Sie nun auf Yes, um die Systemwiederherstellung zu starten. Klicken Sie auf 'Yes' und starten Sie die Systemwiederherstellung
    Nachdem Sie das System zu einem früheren Datum wiederhergestellt haben, vergewissern Sie sich, dass die Entfernung von Sage 2.2 erfolgreich war, indem Sie Reimage herunterladen und damit den Computer scannen.

Bonus: Wiederherstellung der Daten

Die oben aufgeführte Anleitung soll dabei helfen Sage 2.2 vom Computer zu entfernen. Für die Wiederherstellung der verschlüsselten Dateien empfehlen wir eine ausführliche Anleitung von den Sicherheitsexperten von dieviren.de zu nutzen.

Wenn Ihre Dateien von Sage 2.2 verschlüsselt worden sind, haben Sie für die Wiederherstellung mehrere Möglichkeiten:

Was ist Data Recovery Pro?

Die Anwendung ist insbesondere bei beschädigten Dateien hilfreich. Es gibt zwar keine hundertprozentige Garantie, dass das Programm alle Dateien wiederherstellt, aber es ist immerhin einen Versuch wert.

  • Laden Sie Data Recovery Pro (https://dieviren.de/download/data-recovery-pro-setup.exe) herunter;
  • Führen Sie die Schritte der Data Recovery aus und installieren Sie das Programm auf dem Computer;
  • Starten Sie es und scannen Sie den Computer nach Dateien, die von Sage 2.2 verschlüsselt worden sind;
  • Stellen Sie sie wieder her.

Die Vorgängerfunktion von Windows

Mit folgenden Schritten können Sie die automatisch gespeicherten Kopien der Dateien zurückholen. Obwohl diese Methode zeitaufwendig ist, lassen sich wenigstens ein paar der Dateien wiederherstellen.

  • Suchen Sie nach einer verschlüsselten Datei, die Sie wiederherstellen möchten und führen Sie einen Rechtsklick darauf aus;
  • Selektieren Sie “Properties” und gehen Sie zum Reiter “Previous versions”;
  • Kontrollieren Sie hier unter “Folder versions” alle verfügbaren Kopien. Wählen Sie die Version aus, die Sie wiederherstellen möchten und klicken Sie auf “Restore”.

Decodierer für Sage 2.2

Zurzeit gibt es noch keine Informationen über ein Entschlüsselungsprogramm. Während IT-Experten noch daran arbeiten, stehen lediglich alternative Methoden zur Verfügung.

Als Letztes sollten Sie sich natürlich immer über den Schutz vor Crypto-Ransomware Gedanken machen. Um den Computer vor Sage 2.2 und anderer Ransomware zu schützen, sollten Sie eine bewährte Anti-Spyware, wie beispielsweise Reimage, Plumbytes Anti-MalwareWebroot SecureAnywhere AntiVirus oder Malwarebytes Anti Malware, nutzen.

Über den Autor

Julie Splinters - Expertin im Bereich Schadsoftwareentfernung

Wenn Ihnen die kostenlose Entfernungsanleitung geholfen hat und Sie mit unserem Service zufrieden sind, möchten wir Sie um eine Spende bitten, sodass wir unsere Hilfe weiter anbieten können. Jeder noch so kleine Betrag ist herzlich willkommen.

Quelle: https://www.2-spyware.com/remove-sage-2-2-ransomware-virus.html

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