Die gefährlichen Seiten von Sage 2.0:
Sage 2.0 ist der Nachfolger des Erpressungsprogramms Sage, das seinen Ursprung in der Virenfamilie CryLocker fand. Wie bei den meisten Erpressungsprogrammen ist der wahrscheinlich schlimmste Part die Fähigkeit Systemdateien zu verschlüsseln. Das Ganze geschieht nachdem der Virus das System heimlich infiltriert hat. Für die Datenverschlüsselung nutzt er moderne Verschlüsselungsalgorithmen. Jedoch scheint er nicht wie die große Mehrheit der Erpressungsprogramme AES für die Verschlüsselung zu verwenden. Es gilt allerdings anzumerken, dass sich der Virus zurzeit immer noch in Untersuchung befindet. Oft finden Experten Wege mit denen sie selbst den kompliziertesten Verschlüsselungsalgorithmus umgehen können, so lange sie Lücken im Quellcode des Programms finden. Bedauerlicherweise ist Sage derzeit noch nicht entschlüsselbar. Es kann auch noch eine Weile dauern bis ein Entschlüsselungsprogramm entwickelt wird. Trotzdem darf man nicht zulassen, dass der Virus sein Unwesen auf dem Computer treibt, denn er kann sonst neu erstellte Dokumente verschlüsseln oder externe Speichergeräte wie USB-Sticks oder Festplatten infizieren. Wir empfehlen daher nicht auf ein Wunder zu warten und so schnell wie möglich die Entfernung von Sage 2.0 in Angriff zu nehmen. Für das beste Resultat scannen Sie das infizierte Gerät mit FortectIntego oder einer anderen Anti-Malware.

Die Funktionen von Sage 2.0 sind sehr ähnlich mit denen von anderen Erpressungsprogrammen, die derzeit weltweit von Schadsoftware-Entwicklern kreiert werden. Sage 2.0 ist jedoch kein typischer, moderner Krypto-Schädling. Das Programm nutzt für seinen Viren-Download immer noch Word-Makros. Die gleiche Infiltrierungsmethode fand zuvor bei den Viren Locky und Cerber Verwendung, zumindest als die Erpressungsprogramme noch nicht ihren Höchststand erreicht haben. Trotzdem scheint die Methode immer noch effektiv zu sein und viele Computernutzer werden dazu überlistet das infizierte Word-Dokument herunterzuladen und zu öffnen. Trotz der Warnungen von Experten. Im Falle von Sage 2.0 verbreitet sich das Erpressungsprogramm mit Spammails, die einen schädlichen Anhang namens EMAIL_[zufällige Zeichenkette]_recipient.zip enthalten und angeblich von großen Belang sind. Der schädliche ZIP-Anhang beinhaltet in der Regel entweder eine JavaScript-Datei oder ein Word-Dokument. Beide können mit dem gefährlichen Code versehen sein, der das Erpressungsprogramm über die Internetverbindung von seinem Remote-Server herunterlädt. Des Weiteren ist erwähnenswert, dass bei schädlichen Word-Dokumenten der Empfänger typischerweise darum gebeten wird Makros zu aktivieren. Offensichtlich sollte man von solchen Dateien fernbleiben. Denn wenn Sie den Forderungen nachgehen und Makros in Word aktivieren, wird der schädliche Code aktiv und lädt den Virus herunter.
Zunächst bemerkt man nichts Verdächtiges. Das Erpressungsprogramm startet nicht umgehend die Verschlüsselung, sondern bleibt unbemerkt im System, um anschließend eine Kopie des Programms in den Ordner unter C:\Benutzer\[Benutzername]\AppData\Roaming zu legen. Der Virus speichert die Kopie von Sage 2.0 mit einem aus 8 zufälligen Zeichen bestehenden Namen und führt das Programm anschließend aus, wodurch das Fenster der Benutzerkontensteuerung auftaucht. Wenn man dem Programm hier erlaubt Änderungen am Computer vorzunehmen, fängt es an das System nach bestimmten Dateien zu durchsuchen und verschlüsselt sie.
Während des Verschlüsselungsprozesses versieht der Virus die bereits verschlüsselten Dateien mit der Endung .sage und speichert einen Erpresserbrief namens ! Recovery_ .html auf dem Desktop und in allen anderen Ordnern mit verschlüsselten Dateien, Archiven, Bildern und Ähnlichem. In dem HTML-Dokument wird erklärt, dass die Dateien auf dem Computer erfolgreich verschlüsselt worden sind. Zudem wird dort ein Link für eine persönliche Bezahlseite für das geforderte Lösegeld bereitgestellt. Auf der Bezahlseite wird angezeigt, wie man die verschlüsselten Daten wiederherstellen kann: Es wird die Bezahlung von $2000 innerhalb 7 Tage an das Bitcoin-Wallet der Hacker gefordert. Erfolgt die Bezahlung nicht innerhalb der Frist, verdoppelt sich die Summe. Der Virus löscht zur gleichen Zeit die von Windows angefertigten Schattenkopien, sodass damit nicht die Daten gerettet werden können. Ob die Aussagen nun wahr sind oder nicht, es besteht immer das Risiko, dass selbst nach der zeitigen Bezahlung des Lösegelds die Hacker nicht die Software für die Entschlüsselung herausgeben. Die Cyberkriminellen könnten sich einfach mit dem Geld aus dem Staub machen und einen mit der Infizierung und hunderten von Sage verschlüsselten Dateien dastehen lassen. Lassen Sie es nicht zu, dass die Erpresser auf solche illegalen Wege Gewinn machen und entfernen Sie Sage 2.0 ohne die Forderungen zu beachten. Wenn Sie Probleme bei der manuellen Entfernung des Virus haben, werfen Sie bitte einen Blick auf unsere Anleitung am Ende des Artikels.
Womit wird die Infiltrierung von Erpressungsprogrammen möglich gemacht?
Strukturell unterscheidet sich Sage 2.0 nicht von anderen Viren dieser Art. Die Entwickler scheinen auch keine großartigen Änderungen in der Verbreitung vorgenommen zu haben. Der Schädling verbreitet sich mithilfe von Spammails und den darin enthaltenen schädlichen Anhängen. Es kann aber genauso gut sein, dass er als Softwareupdate getarnt wird und auf diese Weise in den Computer gelangt. Generell gesagt ist eine Infiltrierung von Sage 2.0 also durch ein leichtfertiges Verhalten beim Internetsurfen, leichtfertige Softwareinstallationen und ein mangelhafter Systemschutz möglich. Wenn Sie sich noch nicht mit einem Erpressungsprogramm infiziert haben, empfehlen wir Ihnen dringendst auf den Computer achtzugeben, Ihre Gewohnheiten zu analysieren und Sicherheitskopien von Ihren Dateien an einem sicheren Ort zu hinterlegen.
Wie sollte man die Entfernung von Sage 2.0 durchführen?
Sage 2.0 bereitet dieselben Probleme wie andere Erpressungsprogramme: Es kämpft mit allen Mitteln, um so lange wie möglich auf dem infizierten Computer zu bleiben. Hierfür kann der Virus Systemscans von Antivirenprogramme blockieren, womit die Entfernung von Sage 2.0 verhindert werden soll. Unsere Experten haben allerdings einige gute Tricks vorbereitet, die die Funktionen des Virus einschränken und somit ein Scan durchgeführt werden kann. Nachdem Sie die beschriebenen Schritte durchgeführt haben, können Sie Sage 2.0 ohne Probleme vom Computer entfernen.
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