Petna-Erpressersoftware. Richtig entfernen? (Anleitung für die Deinstallation)

von Jake Doevan - - | Virustyp: Ransomware
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Erpressersoftware Petna verbirgt mehrere Geheimnisse in sich

The screenshot of Petna ransom note

Petna ist ein alternativer Name für eine neu ausgebrochene Bedrohung, die unter den Namen PetyaNotPetya, Expetr und PetrWrap bekannt ist. IT-Experten werden den 27. Juni sicherlich als Tag eines globalen Cyberchaos in Erinnerung behalten. Bedauerlicherweise ist es bereits der zweite Fall innerhalb von zwei Monaten. Mehrere Unternehmen weltweit haben bereits eine Infizierung mit Petna gemeldet.

Direkt nach dem Auftauchen der neuesten Version der berüchtigten Bedrohung entstanden massenhaft Berichte in den Online-Medien über die Angriffe auf die virtuelle Community.

Die Schadsoftware wurde kurz darauf als NotPetya getauft. Nach einer eingehenden Untersuchung sind Spezialisten allerdings auf die Idee gekommen, dass NotPetya tatsächlich Petya ist, aber der Quellcode überschrieben wurde.

Die aktuellste Version von Petya.a/Petna verhält sich ähnlich wie ihre Vorgänger. Statt einfach in das System einzudringen und die Benutzerdaten zu verschlüsseln, modifiziert die Schadsoftware die Boot-Einstellungen, um anstelle des Betriebssystems (in diesem Falle Windows) die Schadsoftware auszuführen.

Der von der Bedrohung geladene einzigartige Betriebssystemkern ist dann für die Verschlüsselung der wertvollen Dokumente verantwortlich, allerdings werden sie nicht wie so häufig mit einer neuen Dateiendung markiert. Diese Features des Virus haben einen großen Beitrag dazu geleistet, dass er auf der ganzen Welt Chaos anrichten konnte.

Darüber hinaus haben neue Befunde offenbart, dass es keinen Sinn hat das Lösegeld zu bezahlen, da eine der E-Mail-Domains der Täter stillgelegt wurde. Das bedeutet, dass man seine Dateien nicht mehr zurückbekommt, auch wenn man den Forderungen nachgeht. Es ist folglich äußerst ratsam Petna so schnell wie möglich zu entfernen. Reimage oder Malwarebytes Anti Malware kann hierbei behilflich sein.

Petna ist nicht im wahrsten Sinne des Wortes eine Erpressersoftware

Kurz nachdem mancher einer dachte, dass ein ausreichender Computerschutz ein Szenario wie beim WannaCry-Angriff verhindern könnte, legt Petna noch einmal nach. Der Angriff hallte in zahlreichen Ländern nach, wie unter anderem das häufige Ziel Ukraine, das Vereinigte Königreich, die Vereinigten Staaten, Australien, Russland, Frankreich und Spanien.

Viele haben leider die Lektion noch nicht gelernt, denn die Schadsoftware nutzt die gleiche Sicherheitslücke im System aus wie WannaCry – EternalBlue und anfällige SMB-Protokolle.

Neue Analysen von Comae Technologies und Kaspersky Lab haben allerdings eine weitere erstaunliche Tatsache enthüllt: Die Schadsoftware ist kein Kryptovirus!

Petna löscht die Dateien zwar nicht und verschlüsselt sie, aber normalerweise wird eine ID generiert und an den Angreifer geschickt, womit er die Informationen bezüglich der Infizierung ableiten kann und damit den Entschlüsselungsschlüssel herausbekommt. Im Falle von Petna wird jedoch nur eine zufällige ID generiert, die keinerlei Informationen enthält. Der Angreifer kann daher keinen Entschlüsselungsschlüssel bereitstellen und die Daten sind somit für immer verloren.

Laut dem Forscher Anton Ivanov von Kaspersky Lab ist das Motiv hinter dem Virus nicht Geld, sondern reine Zerstörung. Interessant ist, dass die derzeitige Version, Petna, nicht von dem Autor der originalen Version entwickelt wurde. Jedenfalls ist es trotzdem sinnlos das Lösegeld zu überweisen und Petna sollte umgehend entfernt werden.

Verbreitet sich Petna via korrupte Updatesysteme?

Die Schadsoftware scheint sich auf dieselbe Weise wie WannaCry zu verbreiten – Schwachstellen im System. Weitere Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass die Hauptinfizierungsquelle die in der Ukraine häufig verwendete Buchhaltungssoftware MeDoc ist. Die Angreifer haben hier die Schadsoftware in das Updatenetzwerk eingeschleust.

Alle Firmen, die die Buchhaltungssoftware nutzen und das Update installiert haben, haben sich folglich mit der Schadsoftware infiziert Die Firma weist die Vorwürfe zurück, obwohl Forscher behaupten, dass sie Logdateien als Beweismittel haben.

Petna arbeitet übrigens über die Dateien smbpeyta_kernel.bin, perfc.dat und ähnliche Systemdateien. Zurzeit lässt sich eine Infizierung am einfachsten verhindern, indem man das Betriebssystem aktualisiert und mit Sicherheitsanwendungen ausrüstet.

Die Schadsoftware entfernen

Da es sinnlos ist das Lösegeld zu bezahlen und auf eine Wiederherstellung der Daten zu hoffen, steht die Entfernung von Petna an oberster Stelle. Eine gewöhnliche Deinstallation und die üblichen Entfernungsmethoden werden natürlich beim ersten Versuch nicht klappen. Der Grund hierfür ist, dass die Schadsoftware das Boot-System modifiziert, wodurch man nicht auf die Antivirenprogramme zugreifen kann. Mit der unten aufgeführten Anleitung können Sie das Problem umgehen.

Beachten Sie, dass die Schadsoftware noch bevor Windows lädt. Sie müssen daher F8 oder F2 beim Hochfahren drücken, damit Sie in die erweiterten Boot-Einstellungen kommen. Sie sollten dann in den abgesicherten Modus starten oder mit der Systemwiederherstellung den Virus entfernen.

Wir können mit jedem Produkt, dass wir auf unserer Seite empfehlen, affiliiert sein. Weitere Auskunft in unsern Nutzungsbedingungen. Mit dem Herunterladen einer vorausgesetzten Anti-spyware Software, um Petna-Erpressersoftware zu entfernen, stimmen sie unserer Datenschutz und Nutzungsbedingungen.
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Wenn Sie die Infizierung nicht mit Reimage beseitigen konnten, kontaktieren Sie unser Support-Team unter Frage stellen und geben Sie so viele Informationen wie möglich.
Für die Deinstallation von Petna-Erpressersoftware ist Reimage empfehlenswert. Der kostenlose Scanner lässt einen überprüfen, ob der Computer infiziert ist oder nicht. Falls Sie Schadsoftware entfernen müssen, müssen Sie die lizenzierte Version von Reimage erwerben.

Weitere Informationen über das Programm können Sie in der Beurteilung von Reimage finden.

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Pressebeiträge auf Reimage
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Anleitung für die manuelle Entfernung des Petna-Virus:

Entfernen Sie Petna mit Safe Mode with Networking

Reimage ist ein Programm zum Erkennen von Schadsoftware.
Für die Beseitigung von Infizierungen ist die Vollversion notwendig.
Weitere Informationen über Reimage.

  • Schritt 1: Starten Sie den Computer in den Modus Safe Mode with Networking

    Windows 7 / Vista / XP
    1. Klicken Sie auf Start Shutdown Restart OK.
    2. Sobald der Computer aktiv wird, sollten Sie anfangen mehrmals F8 zu drücken bis Sie das Fenster Advanced Boot Options sehen.
    3. Wählen Sie Safe Mode with Networking von der Liste Wählen Sie 'Safe Mode with Networking'

    Windows 10 / Windows 8
    1. Drücken Sie im Windows-Anmeldebildschirm auf den Button Power. Halten Sie nun auf Ihrer Tastatur Shift gedrückt und klicken Sie auf Restart..
    2. Wählen Sie nun Troubleshoot Advanced options Startup Settings und drücken Sie zuletzt auf Restart.
    3. Wählen Sie, sobald der Computer aktiv wird, im Fenster Startup Settings Enable Safe Mode with Networking. Wählen Sie 'Enable Safe Mode with Networking'
  • Schritt 2: Entferne Petna

    Melden Sie sich am infizierten Computer an und starten Sie den Browser. Laden Sie Reimage oder eine andere legitime Anti-Spyware herunter. Aktualisieren Sie das Programm bevor Sie einen vollständigen Systemscan ausführen und entfernen Sie die schädliche Dateien, die zu der Ransomware gehören und stellen Sie die Entfernung von Petna fertig.

Probieren Sie folgende Methode aus, falls die Ransomware Safe Mode with Networking blockiert.

Entfernen Sie Petna mit System Restore

Reimage ist ein Programm zum Erkennen von Schadsoftware.
Für die Beseitigung von Infizierungen ist die Vollversion notwendig.
Weitere Informationen über Reimage.

Im Falle einer Infizierung kann das Starten der Systemwiederherstellung schwierig sein. Versuchen Sie aber trotzdem in die Einstellungen zu kommen, bevor die Schadsoftware lädt.

  • Schritt 1: Starten Sie den Computer in den Modus Safe Mode with Command Prompt

    Windows 7 / Vista / XP
    1. Klicken Sie auf Start Shutdown Restart OK.
    2. Sobald der Computer aktiv wird, sollten Sie anfangen mehrmals F8 zu drücken bis Sie das Fenster Advanced Boot Options sehen.
    3. Wählen Sie Command Prompt von der Liste Wählen Sie 'Safe Mode with Command Prompt'

    Windows 10 / Windows 8
    1. Drücken Sie im Windows-Anmeldebildschirm auf den Button Power. Halten Sie nun auf Ihrer Tastatur Shift gedrückt und klicken Sie auf Restart..
    2. Wählen Sie nun Troubleshoot Advanced options Startup Settings und drücken Sie zuletzt auf Restart.
    3. Wählen Sie, sobald der Computer aktiv wird, im Fenster Startup Settings Enable Safe Mode with Command Prompt. Wählen Sie 'Enable Safe Mode with Command Prompt'
  • Schritt 2: Stellen Sie Ihre Systemdateien und -einstellungen wieder her.
    1. Sobald das Fenster Command Prompt auftaucht, geben Sie cd restore ein und klicken Sie auf Enter. Geben Sie 'cd restore' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    2. Geben Sie nun rstrui.exe ein und drücken Sie erneut auf Enter.. Geben Sie 'rstrui.exe' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    3. Wenn ein neues Fenster auftaucht, klicken Sie auf Next und wählen Sie einen Wiederherstellungspunkt, der vor der Infiltrierung von Petna liegt. Klicken Sie anschließend auf Next. Wenn das Fenster 'System Restore' auftaucht, wählen Sie 'Next' Wählen Sie den Wiederherstellungspunkt und klicken Sie auf 'Next'
    4. Klicken Sie nun auf Yes, um die Systemwiederherstellung zu starten. Klicken Sie auf 'Yes' und starten Sie die Systemwiederherstellung
    Nachdem Sie das System zu einem früheren Datum wiederhergestellt haben, vergewissern Sie sich, dass die Entfernung von Petna erfolgreich war, indem Sie Reimage herunterladen und damit den Computer scannen.

Bonus: Wiederherstellung der Daten

Die oben aufgeführte Anleitung soll dabei helfen Petna vom Computer zu entfernen. Für die Wiederherstellung der verschlüsselten Dateien empfehlen wir eine ausführliche Anleitung von den Sicherheitsexperten von dieviren.de zu nutzen.

Wenn Ihre Dateien von Petna verschlüsselt worden sind, haben Sie für die Wiederherstellung mehrere Möglichkeiten:

Data Recovery Pro

Die Anwendung wurde zwar erstellt, um verlorene oder beschädigte Dateien wiederherzustellen, aber der Petna-Virus erschwert die Datenwiederherstellung und die Nutzung von Decryptern erheblich.

  • Laden Sie Data Recovery Pro (https://dieviren.de/download/data-recovery-pro-setup.exe) herunter;
  • Führen Sie die Schritte der Data Recovery aus und installieren Sie das Programm auf dem Computer;
  • Starten Sie es und scannen Sie den Computer nach Dateien, die von Petna verschlüsselt worden sind;
  • Stellen Sie sie wieder her.

Stellt ShadowExplorer die Dateien wieder her?

ShadowExplorer ist nützlich, wenn das Erpressungsprogramm nicht die Schattenkopien löscht. Im Falle von Petna, welches sich an den Boot-Prozessen zu verschaffen macht, hat diese Methode keinen Einfluss. Es gibt außerdem noch keinen universellen Petna-Decrypter.

  • Laden Sie Shadow Explorer (http://shadowexplorer.com/) herunter;
  • Folgen Sie den Anweisungen des Einrichtungsassistenten von Shadow Explorer und installieren Sie die Anwendung auf dem Computer;
  • Starten Sie das Programm und wählen Sie mithilfe des Auswahlmenüs oben links in der Ecke ihre Festplatte mit den verschlüsselten Daten aus. Kontrollieren Sie die vorhandenen Ordner;
  • Führen Sie auf den wiederherzustellenden Ordner einen Rechtsklick aus und wählen Sie “Export”. Sie können ebenfalls auswählen, wo der Ordner wiederhergestellt werden soll.

Als Letztes sollten Sie sich natürlich immer über den Schutz vor Crypto-Ransomware Gedanken machen. Um den Computer vor Petna und anderer Ransomware zu schützen, sollten Sie eine bewährte Anti-Spyware, wie beispielsweise Reimage, Plumbytes Anti-MalwareWebroot SecureAnywhere AntiVirus oder Malwarebytes Anti Malware, nutzen.

Über den Autor

Jake Doevan - Das Leben ist zu kurz, um die Zeit mit Viren zu verschwenden.

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Mehr Informationen über den Autor

Quelle: http://www.2-spyware.com/remove-petna-ransomware-virus.html

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