PetrWrap-Erpressersoftware. Richtig entfernen? (Anleitung für die Deinstallation)

von Lucia Danes - - | Virustyp: Ransomware
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PetrWrap nutzt Code von Petya und lässt dessen Ersteller leer ausgehen

PetrWrap virus

Der PetrWrap-Virus ist eine modifizierte Variante der Erpressersoftware Petya und arbeitet unabhängig von seinem Ursprungsprogramm. Experten bezeichnen PetrWrap daher auch als „unberechtigten“ Nachfolger des Virus. Er basiert lediglich auf dem Quellcode von Petya und gehört nicht offiziell zu der Ransomware-as-a-Service-Kampagne. Das bedeutet, dass die Ersteller von PetrWrap den Gewinn nicht mit den Entwicklern von Petya teilen. Möglich gemacht haben sie das Ganze, indem sie den ursprünglichen ECDH-Algorithmus mit einem anderen ersetzt haben, wodurch sie private und öffentliche Schlüssel außerhalb des RaaS-Systems generieren konnten.

Virenanalytiker bezeichnen diese Art von Ausbeutung als „Wrapping“ (aus dem Englischen von wrap, zu Deutsch einwickeln/umwickeln), woher auch der Name des Virus kommt. Janus Cybercrime Solutions, welches sich selbst als Hauptadministrator von Petya-RaaS proklamiert, sollte darüber zweifellos verärgert sein. Allerdings gibt es nichts, was sie hiergegen machen könnten.

Und das gleiche gilt leider auch für Opfer von PetrWrap.

Sobald der Virus einmal den Computer infiziert, werden die darauf befindlichen Dateien einem komplexen Verschlüsselungsverfahren unterzogen, welcher nahezu unmöglich rückgängig zu machen ist. Natürlich können Betroffene den Forderungen der Erpresser nachgeben und den speziellen Entschlüsselungsschlüssel erwerben. Allerdings ist das immer noch keine Garantie, dass die Daten freigegeben werden.

Kriminelle sind unberechenbar. Sie können sich also einfach aus dem Staub machen ohne eine Entschlüsselungssoftware bereitzustellen. Aus diesem Grund ist es auch immer ratsam von jeglichen kriminellen Geschäften fernzubleiben und PetrWrap umgehend vom Computer zu entfernen. Obwohl Erpressungsprogramme sehr komplexe Viren sind, kann man den Computer dennoch mit anständigen Antivirenprogrammen wie Reimage o.Ä. in Ordnung bringen.

Für einige Zeit ist die Verbreitung von PetrWrap sehr moderat verlaufen und viele haben die Bedrohung wahrscheinlich völlig vergessen. Die Ersteller des Virus haben jedoch keine Pläne PetrWrap in Vergessenheit geraten zu lassen.

Der Virus ist erneut ins Rampenlicht getreten als eine Reihe von Erpressungsprogrammen, vermutlich mit PetrWrap oder anderen Petya-Virenversionen verwandt, angefangen haben in Europa, den Vereinigten Staaten und anderen Kontinenten der Welt zu wüten.

Es wurden bisher Infizierungen von 2000PCs bestätigt, aber es wird erwartet, dass sich die Zahl erheblich steigen wird.

Die Erpressersoftware PetrWrap sieht für Forscher wie ein aus mehreren Viren zusammengestelltes Puzzle aus. Es sind also nicht nur die Entwickler von Petya, die ausgebeutet werden. Hinsichtlich der Verbreitung der Schadsoftware geht der Virus wie bei Samas vor und dringt über anfällige RDP-Netzwerke mit roher Gewalt in den Computer ein, um dann den Virus auf das System loszulassen. Hierfür wird das Tool PsExec verwendet.

Trotzdem ist es möglich, dass die Infiltrierung auch auf anderen Wegen durchgeführt wird, aber hierzu später mehr. Der erste Eindruck dieser hybriden Erpressersoftware vermittelt, dass sie keiner bestimmten Virenfamilie angehört. Die Hacker haben im Erpresserbrief den roten Schädel von Petya weggelassen und haben sich für einen schwarzen Hintergrund mit weißer Schrift entschieden.

Interessant ist, dass der Virus zuerst 1,5 Stunden „schläft“, bevor er die Verschlüsselung beginnt und den Erpresserbrief anzeigt. Nachdem der Virus aktiviert wurde, überschreibt er das MBR, um beim Computerstart ausgeführt zu werden. Der Virus scheint keine Endung zu den verschlüsselten Dateien hinzuzufügen, aber hinterlässt sie trotzdem in einem unleserlichen Zustand. Nach der Entfernung von PetrWrap wird man sich demzufolge der Herausforderung der Datenwiederherstellung stellen müssen. Werfen Sie hierfür einen Blick auf die Vorschläge unserer Experten am Ende des Artikels.

Die grundlegende Vorgehensweise bei einem Angriff durch Erpressersoftware

Wir haben bereits erwähnt, dass PetrWrap auf brachiale Weise seinen Weg in den Computer bahnt und das nicht ohne Grund. Der Virus ist keine weitverbreitete Bedrohung wie Osiris oder Cerber, sondern er konzentriert seine Angriffe auf bestimmte Organisationen und Firmen. Die Hacker müssen daher flexibel bleiben und ihre Infiltrierungsmethoden der Situation anpassen. Trotzdem kann aber auch das gute alte E-Mail-Spoofing für die Infizierung von Firmencomputern verwendet werden. 

Angreifer können mit PetrWrap verseuchte E-Mails an Firmenmitarbeitern senden und auf diese Weise in die Netzwerke eindringen. Aus diesem Grund ist es äußerst wichtig, dass man potenziell schädliche E-Mails erkennen kann und sie meidet.

PetrWrap sicher entfernen

Wenn Sie an dieser Stelle im Artikel angelangt sind, wollen Sie den PetrWrap-Virus sicherlich so schnell wie möglich beseitigen. Wir möchten daher ohne langes Federlesen die besten Optionen vorstellen. Vergessen Sie nicht, dass die Entfernung von PetrWrap nur erfolgreich verlaufen wird, wenn Sie ein zuverlässiges Antivirenprogramm installieren und damit die Festplatte scannen.

Sie können hierfür offensichtlich Ihr bereits vorhandenes Antivirenprogramm verwenden. Stellen Sie nur sicher, dass Sie eine legale und aktuelle Version der Software haben. Zu beachten gilt außerdem, dass Erpressungsprogramme sich gegen die Entfernung wehren und versuchen das Antivirenprogramm zu blockieren. Ein Workaround für das Problem finden Sie weiter unten.

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Für die Deinstallation von PetrWrap-Erpressersoftware ist Reimage empfehlenswert. Der kostenlose Scanner lässt einen überprüfen, ob der Computer infiziert ist oder nicht. Falls Sie Schadsoftware entfernen müssen, müssen Sie die lizenzierte Version von Reimage erwerben.

Weitere Informationen über das Programm können Sie in der Beurteilung von Reimage finden.

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Pressebeiträge auf Reimage
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Anleitung für die manuelle Entfernung des PetrWrap-Virus:

Entfernen Sie PetrWrap mit Safe Mode with Networking

Reimage ist ein Programm zum Erkennen von Schadsoftware.
Für die Beseitigung von Infizierungen ist die Vollversion notwendig.
Weitere Informationen über Reimage.

Es gibt einige wenige Methoden, die zu einer leichteren Entfernung des Virus beitragen. Eine hiervon geben wir im Folgenden an. Vergessen Sie bitte nicht, dass Sie den Computer zuerst mit einem Antivirenprogramm scannen müssen, bevor Sie die Datenwiederherstellung angehen.

  • Schritt 1: Starten Sie den Computer in den Modus Safe Mode with Networking

    Windows 7 / Vista / XP
    1. Klicken Sie auf Start Shutdown Restart OK.
    2. Sobald der Computer aktiv wird, sollten Sie anfangen mehrmals F8 zu drücken bis Sie das Fenster Advanced Boot Options sehen.
    3. Wählen Sie Safe Mode with Networking von der Liste Wählen Sie 'Safe Mode with Networking'

    Windows 10 / Windows 8
    1. Drücken Sie im Windows-Anmeldebildschirm auf den Button Power. Halten Sie nun auf Ihrer Tastatur Shift gedrückt und klicken Sie auf Restart..
    2. Wählen Sie nun Troubleshoot Advanced options Startup Settings und drücken Sie zuletzt auf Restart.
    3. Wählen Sie, sobald der Computer aktiv wird, im Fenster Startup Settings Enable Safe Mode with Networking. Wählen Sie 'Enable Safe Mode with Networking'
  • Schritt 2: Entferne PetrWrap

    Melden Sie sich am infizierten Computer an und starten Sie den Browser. Laden Sie Reimage oder eine andere legitime Anti-Spyware herunter. Aktualisieren Sie das Programm bevor Sie einen vollständigen Systemscan ausführen und entfernen Sie die schädliche Dateien, die zu der Ransomware gehören und stellen Sie die Entfernung von PetrWrap fertig.

Probieren Sie folgende Methode aus, falls die Ransomware Safe Mode with Networking blockiert.

Entfernen Sie PetrWrap mit System Restore

Reimage ist ein Programm zum Erkennen von Schadsoftware.
Für die Beseitigung von Infizierungen ist die Vollversion notwendig.
Weitere Informationen über Reimage.

Sie können die Virenfunktionen auch mit folgender Methode einschränken. Genau wie bei der ersten Methode ist hier ein anschließender Systemscan mit einem Antivirenprogramm notwendig.

  • Schritt 1: Starten Sie den Computer in den Modus Safe Mode with Command Prompt

    Windows 7 / Vista / XP
    1. Klicken Sie auf Start Shutdown Restart OK.
    2. Sobald der Computer aktiv wird, sollten Sie anfangen mehrmals F8 zu drücken bis Sie das Fenster Advanced Boot Options sehen.
    3. Wählen Sie Command Prompt von der Liste Wählen Sie 'Safe Mode with Command Prompt'

    Windows 10 / Windows 8
    1. Drücken Sie im Windows-Anmeldebildschirm auf den Button Power. Halten Sie nun auf Ihrer Tastatur Shift gedrückt und klicken Sie auf Restart..
    2. Wählen Sie nun Troubleshoot Advanced options Startup Settings und drücken Sie zuletzt auf Restart.
    3. Wählen Sie, sobald der Computer aktiv wird, im Fenster Startup Settings Enable Safe Mode with Command Prompt. Wählen Sie 'Enable Safe Mode with Command Prompt'
  • Schritt 2: Stellen Sie Ihre Systemdateien und -einstellungen wieder her.
    1. Sobald das Fenster Command Prompt auftaucht, geben Sie cd restore ein und klicken Sie auf Enter. Geben Sie 'cd restore' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    2. Geben Sie nun rstrui.exe ein und drücken Sie erneut auf Enter.. Geben Sie 'rstrui.exe' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    3. Wenn ein neues Fenster auftaucht, klicken Sie auf Next und wählen Sie einen Wiederherstellungspunkt, der vor der Infiltrierung von PetrWrap liegt. Klicken Sie anschließend auf Next. Wenn das Fenster 'System Restore' auftaucht, wählen Sie 'Next' Wählen Sie den Wiederherstellungspunkt und klicken Sie auf 'Next'
    4. Klicken Sie nun auf Yes, um die Systemwiederherstellung zu starten. Klicken Sie auf 'Yes' und starten Sie die Systemwiederherstellung
    Nachdem Sie das System zu einem früheren Datum wiederhergestellt haben, vergewissern Sie sich, dass die Entfernung von PetrWrap erfolgreich war, indem Sie Reimage herunterladen und damit den Computer scannen.

Bonus: Wiederherstellung der Daten

Die oben aufgeführte Anleitung soll dabei helfen PetrWrap vom Computer zu entfernen. Für die Wiederherstellung der verschlüsselten Dateien empfehlen wir eine ausführliche Anleitung von den Sicherheitsexperten von dieviren.de zu nutzen.

Wenn Ihre Dateien von PetrWrap verschlüsselt worden sind, haben Sie für die Wiederherstellung mehrere Möglichkeiten:

Verschlüsselung von PetrWrap mit Data Recovery Pro aufheben

Auch wenn es keine 100%ige Garantie auf Erfolg gibt, lohnt sich das Ausprobieren von Data Recovery Pro. Eine Anleitung hierfür im Folgenden:

  • Laden Sie Data Recovery Pro (https://dieviren.de/download/data-recovery-pro-setup.exe) herunter;
  • Führen Sie die Schritte der Data Recovery aus und installieren Sie das Programm auf dem Computer;
  • Starten Sie es und scannen Sie den Computer nach Dateien, die von PetrWrap verschlüsselt worden sind;
  • Stellen Sie sie wieder her.

Dateien mithilfe der Vorgängerfunktion in Windows wiederherstellen

Die folgende Anleitung zeigt wie man die Vorgängerfunktion nutzt und die Dateien richtig wiederherstellt.

  • Suchen Sie nach einer verschlüsselten Datei, die Sie wiederherstellen möchten und führen Sie einen Rechtsklick darauf aus;
  • Selektieren Sie “Properties” und gehen Sie zum Reiter “Previous versions”;
  • Kontrollieren Sie hier unter “Folder versions” alle verfügbaren Kopien. Wählen Sie die Version aus, die Sie wiederherstellen möchten und klicken Sie auf “Restore”.

Wie stellt man die Dateien mit ShadowExplorer wieder her?

ShadowExplorer ist ein nützliches Programm, aber mit einer Einschränkung. Es funktioniert nicht, wenn der Virus die Schattenkopien von den Dateien löscht. Wenn die Schattenkopien vorhanden sind, können Sie die Dateien wie folgt wiederherstellen:

  • Laden Sie Shadow Explorer (http://shadowexplorer.com/) herunter;
  • Folgen Sie den Anweisungen des Einrichtungsassistenten von Shadow Explorer und installieren Sie die Anwendung auf dem Computer;
  • Starten Sie das Programm und wählen Sie mithilfe des Auswahlmenüs oben links in der Ecke ihre Festplatte mit den verschlüsselten Daten aus. Kontrollieren Sie die vorhandenen Ordner;
  • Führen Sie auf den wiederherzustellenden Ordner einen Rechtsklick aus und wählen Sie “Export”. Sie können ebenfalls auswählen, wo der Ordner wiederhergestellt werden soll.

Als Letztes sollten Sie sich natürlich immer über den Schutz vor Crypto-Ransomware Gedanken machen. Um den Computer vor PetrWrap und anderer Ransomware zu schützen, sollten Sie eine bewährte Anti-Spyware, wie beispielsweise Reimage, Plumbytes Anti-MalwareWebroot SecureAnywhere AntiVirus oder Malwarebytes Anti Malware, nutzen.

Lucia Danes
Lucia Danes - Virenexpertin

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Quelle: http://www.2-spyware.com/remove-petrwrap-ransomware-virus.html

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