Was sind aol-schädlinge und wie entfernt man sie?

von Linas Kiguolis - - Aktualisiert | Virustyp: AOL-Schädlinge
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AOL-Schädlinge sind bösartige Computerprogramme, die über den AOL Instant Messenger (oder auch AIM) und ähnliche America-OnLine-Programme angreifen. Ein typischer AOL-Virus ist einem Trojaner oder einem Wurm sehr ähnlich. Sobald er ins System gelangt, versucht er Passwörter, Informationen über Konten und weitere wertvolle Daten zu stehlen. Die Hauptaufgabe von solchen Viren ist demzufolge sich tief im System zu verbergen und die Tastenanschläge aufzuzeichnen oder Bildschirmschnappschüsse zu machen. Ein Teil der AOL-Viren kann außerdem für Fernzugriffe auf den Computer und ähnliche unerwünschte Tätigkeiten verwendet werden.

AOL-Viren werden mithilfe von infizierten E-Mail-Anhängen und schädlichen Links in AIM-Mitteilungen verbreitet. Früher konnten sie lediglich das Betriebssystem Microsoft Windows infizieren. Mittlerweile können sie aber auch Mac OS X befallen. Da die Verbreitungsrate über die letzten Jahre hinweg geringer geworden ist, sind Infizierungen mit diesen Bedrohungen nicht mehr so typisch. Trotzdem sollte man nicht auf unbekannte Links in AIM klicken. Wenn Sie immer noch von diesem Messenger Gebrauch machen, ist es zu Ihrem Schutz ratsam eine bewährte Anti-Spyware zu installieren. Unsere empfohlenen Programme finden Sie in unserem Software-Bereich.

Die Aktivitäten von AOL-Schädlingen auf betroffenen Systemen

Die meisten AOL-Schädlinge sind sehr gefährliche Viren, die zu Identitätsdiebstahl, Geldverluste und ähnliche Probleme führen können. Deren Eigentümer können Bankdaten, Anmeldedaten, Passwörter, Kreditkarteninformationen und andere vertrauliche Daten offenlegen. Die Hacker können außerdem die aufgezeichneten AIM- oder ICQ-Anmeldeinformationen für bösartige Absichten nutzen oder um die entsprechenden Konten zu deaktivieren. Manche Varianten konnten auch technische Probleme auf den betroffenen Systemen verursachen, sowie die Internetgeschwindigkeit erheblich mindern oder sie unnütz machen. Zu guter Letzt wird noch angenommen, dass ein AOL-Virus durch Nutzung bestimmter Softwareschwachstellen weitere gefährliche Viren auf dem System installieren kann. Im Folgenden eine Auflistung über die diversen Vorhaben der AOL-Schädlinge. AOL-Viren können

  • diverse Passwörter, Anmeldeinformationen, UINs (eindeutige Identifizierungsnummern bei ICQ – Universal Internet Number) und andere personenbezogene Daten stehlen, welche dann im Hintergrund über die Internetverbindung an bestimmte Server oder einem Remote-Host übertragen werden.
  • Unmengen von Spammails versenden, DoS-Angriffe (Denial of Service) oder ähnliche Netzwerkattacken durchführen.
  • Online-Konversationen aufzeichnen, indem alle über AIM oder ICQ gesendeten Informationen mitgeschnitten werden.
  • die Kontakte infizieren, infizierte Dateien oder Links von schädlichen Webseiten versenden. Klickt man den Link an oder öffnet die Datei wird der Computer normalerweise mit zusätzlicher Schadsoftware verseucht.
  • Informationen über die installierte AOL- oder ICQ-Software abfragen, IP-Adressen und weitere Netzwerk-/Systeminformationen sammeln.
  • legitime Software ohne Zustimmung des Computernutzers deaktivieren.
  • Prozesse, Dateien und andere Objekte verstecken, um ihre Entfernung zu verhindern.

Die gängigsten Infiltrierungswege

Wie wir bereits erwähnt haben, können AOL-Viren unbemerkt ins System gelangen. Es gibt hierfür hauptsächlich drei Wege:

Schwachstellen in der AOL-Software sind die meistverwendeten Mittel für die Installation von AOL-Schädlingen. Bei dieser Art der Verbreitung werden keine Einrichtungsfenster, keine Dialoge und keine Warnungen eingeblendet. Die komplette Infiltrierung geschieht ohne das Wissen des Computernutzers. Wenn man sich vor dieser Verbreitungsmethode schützen möchte, muss man AOL, Sicherheitsanwendungen und alle weiteren Programme auf dem Computer immer aktuell halten. Die Installation einer bewährten Anti-Spyware ist natürlich ebenfalls empfehlenswert.

Irreführende Links im AOL Instant Messenger (AIM). Eine Infizierung mit einer AOL-Schadsoftware ist ebenfalls möglich, nachdem man auf einen infizierten Link im Instant Messenger geklickt hat. Solche Links werden gerne als wichtige Nachrichten präsentiert, leiten aber lediglich nach schädliche Webseiten weiter oder infizieren den Computer mit einen AOL-Virus. Bitte sehen Sie also davon ab auf solche Links zu klicken!

Andere Schadsoftware. AOL-Schädlinge können zudem mithilfe von Trojanern, Backdoors, Spyware und ähnlichen Viren verbreitet werden. Für einen absolut sicheren Computer ist ein Scan mit einer Anti-Spyware ratsam.

Beispiele für die relevantesten AOL-Schädlinge

Es gibt viele verschiedene AOL-Schädlinge. Die folgenden Beispiele sollten das typische Verhalten von solchen Bedrohungen illustrieren:

Omerstroke ist ein Computervirus, der in AIM die Benutzeraktivitäten überwacht. Er zeichnet wertvolle Informationen wie Anmeldenamen und Passwörter auf und gibt sie an seine Remote-Server weiter. Omerstroke kann außerdem alle Nachrichten aufzeichnen, die über den Messenger gesendet werden. Der Virus infiltriert das System mithilfe einer falschen Fehlermeldung und führt sich anschließend automatisch bei jedem Windows-Start aus und verbirgt sich vor dem Benutzer, um eine Entfernung zu vermeiden.

ICQ Zap infiziert AIM, um extrem große Mengen von Spammails zu versenden. Die Aktivitäten mindern nicht nur die Internetgeschwindigkeit erheblich, sondern können auch die Computerleistung beeinträchtigen.

UIN IP befällt Systeme mithilfe von Trojanern oder falschen Warnungen, die bei der Nutzung von AIM eingeblendet werden. Der Schädling agiert als Proxy-Server, welcher Nachrichten und Konversationen aufzeichnet. Er ist für das System nicht schädlich, aber eine Gefahr für die privaten Informationen des Benutzers. 

AOL-Viren vom Computer entfernen

Die meisten AOL-Viren arbeiten auf dieselbe Weise wie andere Computerviren. Eine zuverlässige Sicherheitssoftware, wie bspw. ein Antivirenprogramm oder eine Anti-Spyware, bietet dementsprechend Schutz vor den Schädlingen. Eine Anti-Spyware kann AOL-Schädlinge außerdem vom System entfernen. Sie können alle unsere empfohlenen Programme, die wir bei den Bedrohungen ausgetestet haben, in unserem Software-Bereich finden. Die empfehlenswertesten sind jedoch Reimage und Plumbytes Anti-MalwareWebroot SecureAnywhere AntiVirus.

Beachten Sie, dass in manchen Fällen selbst das stärkste Antivirenprogramm oder die stärkste Anti-Spyware eine bestimmte Bedrohung nicht entfernen kann. Der Grund hierfür ist, dass die Entwickler der Software nicht im Voraus wissen, welche schädlichen Komponenten zu einer Schadsoftware hinzugefügt werden. Die Erstellung eines Updates braucht zudem seine Zeit. Wenn Sie jedoch über ein Update informiert werden, sollten Sie es zügig installieren.

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Informationen aktualisiert am: 2016-12-20

Quelle: https://www.2-spyware.com/aol-parasites-removal

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