Was sind mailbomben und wie entfernt man sie?

von Lucia Danes - - Aktualisiert | Virustyp: Mailbomben
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Eine Mailbombe ist ein Computerprogramm, das man in den meisten Fällen auf Computern von Hackern findet, wo sie als illegale Mailserver agieren. Trotzdem können solche Programme natürlich auch mit diversen anderen Absichten auf kompromittierten Computern installiert werden. Die meisten Mailbomben wurden entwickelt, um die Posteingänge mit Unmengen von E-Mails zu überfluten, die sehr große Anhänge enthalten. Die Mitteilungen locken normalerweise mit diversen Werbeinhalten, wie unter anderem Rabatten, Preisvergleichen, Schnäppchen und andere Angeboten. Häufig sind die Angebote allerdings irreführend und führen lediglich zu einer Reihe von Computerproblemen, wie bspw. das Verlangsamen des Systems und Systeminstabilitäten.

Eine Mailbombe ist kein Schädling und auch keine Virenanwendung, aber dennoch sind deren Tätigkeiten sehr lästig. Die Programme können die Computerleistung erheblich beeinträchtigen und die Internetgeschwindigkeit mindern. Des Weiteren werden Mailbomben in legitime Anwendungen und Tools für Hacker bzw. Spammer unterteilt. Sowohl legitime als auch böswillige Mailbomben sind einander ähnlich und können für dieselben Absichten benutzt werden. Der einzige Unterschied ist, dass legitime Anwendungen als Massenmailprogramme bezeichnet werden und sie von anerkannten Firmen verwendet werden, um ihre Kunden über neue Produkte, Dienste, Updates und Ähnliches zu informieren. Mit böswilligen Varianten von Mailbomben beabsichtigt man Opfer mit exzessiven Mengen von Spam und irreführenden Nachrichten zu bombardieren. 

Die Auswirkungen von Mailbomben auf dem System

Obwohl Mailbomben relativ harmlos aussehen, können deren Aktivitäten dennoch diverse Probleme verursachen. Eine einzige Mailbombe kann den Betroffenen davon abhalten E-Mails zu erhalten und zu versenden. Nach einer Infizierung des Heim- oder Arbeitscomputers kann die Bedrohung auch kritische Probleme verursachen, wie bspw. Systemverlangsamungen, Leistungsprobleme und Internetprobleme. Manche berichten außerdem über Systemabstürze.

Böswillige Personen können Mailbomben auf kompromittierten Systemen installieren und sie dort als illegale Mailserver nutzen, um Spam zu versenden. Ein mögliches Resultat ist, dass der betroffene Computernutzer für betrügerische Handlungen verantwortlich gemacht wird und er dafür eine Gefängnisstrafe erhält. Zudem möchten wir noch hinzufügen, dass Mailbomben auch eine Bedrohung für die Privatsphäre sein können. Schließlich versenden sie rege unerwünschte Nachrichten voller schädlicher Links. Die Links können dann zu der Infiltrierung zusätzlicher Viren, wie Rogueware, Adware, Erpressungsprogramme und ähnliche gefährliche Infizierungen, führen.

Um das Ganze noch einmal zusammenzufassen: Eine Mailbombe kann

  • exzessive Mengen an anonyme E-Mail-Nachrichten mit irreführenden Inhalten, Werbeinhalten, schädlichen Links und sonstigen Anhängen versenden.
  • Mailserver und Computer mit zahlreichen E-Mails und extrem großen Anhängen überlasten.
  • die Internetgeschwindigkeit beeinträchtigen und die allgemeine Systemleistung mindern. Viele Mailbomber verursachen außerdem anderweitige Softwareinstabilitäten.
  • Computer abstürzen lassen, indem sie ihn mit tausenden von E-Mails überflutet oder den Verlust der Internetverbindung verursacht.
  • sich hinter anders benannten Prozessen, Dateien und anderen Objekten verstecken. Es wird nicht immer eine Deinstallationsoption angeboten.

Wie Mailbomben verbreitet werden

Mailbomben werden nicht als Viren angesehen, denn sie können sich nicht wie Viren selbst ausbreiten. Bei Mailbomben muss man beachten, dass sie installiert und dann von einer bestimmten Person gesteuert werden müssen. In manchen Fällen tauchen Mailbomben nach der Installation einer anderen Software auf dem System auf. Es gibt also hauptsächlich zwei Wege, wie Mailbomben im Internet verbreitet werden und die Computer infizieren.

1. Ein legitimes Massenmailprogramm wird von Systemadministratoren oder anderen Benutzern manuell installiert. Nur Benutzer, die ausreichende Rechte für eine Softwareinstallation haben, können Mailbomben auf dem System installieren. Ein Hacker wiederrum kann Versuche anstellen, um ins System einzubrechen und seine Mailbombe einzurichten.

2. Schädliche Mailbomben werden häufig mithilfe anderer Schädlinge installiert, wie bspw. Viren, Trojaner, Backdoors oder Fernadministrationsprogramme. Sie können auf diese Weise ohne das Wissen des Computernutzers und ohne seine Zustimmung ins System gelangen. Solche Mailbomben haben keine Deinstallationsfunktion und können nur von deren Autoren bzw. Besitzern gesteuert werden. Die meisten böswilligen Mailbomben sind mit Microsoft Windows kompatibel. Allerdings ist es möglich, dass neuere Versionen auch das Betriebssystem Mac OS X betreffen.

Die berühmtesten Beispiele für Mailbomben

Böswillige Mailbomben und selbst legitime Massenmailprogramme sind nicht gerade weitverbreitet. Beide Arten dieser Programme sehen quasi identisch aus, aber dennoch wollen wir sie anhand folgender Beispiele etwas besser illustrieren. 

KaBoom! und Avalanche sind derzeit die beliebtesten Mailbomben und haben bereits viele Computer mit Unmengen von anonymen E-Mails und Spam bombardiert. Die beiden Programme sind am effektivsten und werden am häufigsten benutzt.

Aenima ist eine effektive, schnelle und einfach zu verwendende Mailbombe, die ebenfalls dafür gedacht ist große Mengen von anonymen E-Mails und Spam zu versenden. Der Schädling kann bestimmte Computer überfluten, sowie Mailserver und lokale Netzwerke überlasten. Aenima kann außerdem E-Mails mit abweichende Header, Bodys oder angehangene Dateien versenden. Allerdings muss das Programm manuell installiert werden und verbreitet sich nicht selbst. Befindet sich Aenima also auf dem Computer, bedeutet dies, dass der Computer kompromittiert wurde und er nun als illegaler Mailserver dient, um Spam zu versenden.

Mit einer Mailbombe infiziert? Was man über die Entfernung wissen muss:

Bösartige Mailbomben sollten niemals auf dem Computer installiert bleiben, denn sie können zu diversen Problemen führen. Sie können ernste Verlangsamungen auslösen und andere Probleme bezüglich der Funktionsweise des Computers verursachen. Am einfachsten findet man und entfernt solche Bedrohungen mit einer zuverlässigen Anti-Spyware. Unsere Sicherheitsexperten haben für Sie folgende effektive Anti-Spywares, die bereits tausende von Computern repariert haben, selektiert: Reimage, Plumbytes Anti-MalwareWebroot SecureAnywhere AntiVirus.

Es gilt allerdings zu beachten, dass die meisten Mailbomben keine Viren sind und daher manuell deinstalliert werden müssen. Wenn das Programm keine Deinstallationsfunktion hat, können Sie mit unserem Team von DieViren.de Kontakt aufnehmen und um Rat fragen. Wir stehen mit Rat und Tat auf unserer Seite Fragt uns zur Stelle.

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Informationen aktualisiert am: 2016-11-14

Quelle: https://www.2-spyware.com/mail-bombers-removal

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