Was sind rogueware und wie entfernt man sie?

von Alice Woods - - Aktualisiert | Virustyp: Rogueware
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Der Begriff Rogueware steht für rogue (security) software und beschreibt bösartige Sicherheitsprogramme, die ihre Funktionen lediglich vortäuschen. Programme in dieser Kategorie werden auch als Schadsoftware und Viren klassifiziert. Das Hauptziel von einer Rogueware ist Computer zu infizieren, aggressive Sicherheitsbenachrichtigungen einzublenden und die Nutzer dazu zu bringen das vermeintlich infizierte System zu reparieren und demzufolge die Vollversion bzw. die lizenzierte Version des Programms zu erwerben. In Wahrheit aber ist das Einzige, was entfernt werden muss, die Rogueware.

Wenn man es mit einer Imitation von Anti-Spyware zu tun hat, ist es durchaus möglich, dass man zunächst denkt, dass die Sicherheitsanwendung zuverlässig ist und schädliche Dateien auf dem System ausfindig macht. Schließlich sehen solche Programme sehr professionell aus. Unabhängig davon wie gut die Benutzeroberfläche aussieht, haben die Programme aber bedauerlicherweise keine Virendatenbank, welche allerdings für anständige Systemscans und das Erkennen von schädlichen Dateien notwendig ist. In den meisten Fällen melden Roguewares legitime Systemkomponenten als bösartig und behaupten, dass sie vom Computer entfernt werden müssen. Auf diese Weise manipulieren die Programme leider ihre Opfer und bringen sie dazu die lizenzierte Version zu erwerben. Sobald die dahintersteckenden Gauner ihr Geld erhalten, deaktivieren sie die Rogueware für eine geraume Zeit. Über kurz oder lang nimmt der Virus seine Arbeit wieder auf und versucht sich erneut Geld zu erschleichen.

Das Entfernen von Rogueware ist äußerst wichtig, weil sie auch dazu verwendet werden kann den Computer mit weiteren Viren zu infizieren. Zudem ist es möglich, dass solche Programme zum Sammeln von Informationen über den Nutzer verwendet werden, welche für einen Identitätsdiebstahl und ähnliche Verbrechen gedacht sind. Zu guter Letzt kann eine Rogueware ernste Probleme hinsichtlich der Funktionstüchtigkeit des Computers verursachen, wie unter anderem Systemverlangsamungen und -abstürze. Jede Rogueware kann jedoch zum Glück mithilfe einer echten und zuverlässigen Anti-Spyware entfernt werden.

Rogueware und ihre Verbreitungswege:

Die Mehrheit an Rogueware dringt ohne die Zustimmung des Computernutzers in den Computer ein. Im Folgenden die gängigsten Methoden für die Infizierung von Computern:

  • Malvertising. Die meisten Roguewares werden mithilfe von irreführenden Pop-ups verbreitet. Die darin enthaltenen Benachrichtigungen warnen gewöhnlich über eventuelle Probleme mit dem Computer. Es ist also nicht gerade überraschend, dass viele Internetnutzer auf die Anzeigen klicken und solch eine Software herunterladen. Anzeigen wie diese können außerdem damit werben, dass sie den Computer kostenfrei reparieren können. Wie Sie hoffentlich sehen, handelt es sich hierbei wieder um eine Lüge, damit die Rogueware das Computersystem infizieren kann.
  • Infizierte E-Mail-Anhänge. Programme der Kategorie Rogueware können ebenfalls als Anhang einer E-Mail heruntergeladen werden. Viren werden typischerweise als vermeintliche Bankdokumente, Rechnungen, Berichte, Bekanntmachungen und Ähnliches, das zum Öffnen verleiten könnte, versendet.
  • Andere Viren. Es gibt jede Menge anderer Bedrohungen, die dazu verwendet werden könnten Rogueware zu übertragen. Die beliebtesten dafür sind trojanische Pferde, Würmer und Hintertüren. Diese Art von Bedrohungen können das System hinterrücks zugänglich machen und die notwendigen Dateien ohne jegliche Benutzeraktion und -zustimmung installieren. Trojaner können außerdem die Dateien an erforderlichen Orten speichern und sie dann ausführen, wenn sie benötigt werden.

Typische Aktivitäten von Rogueware:

Programme, die als Rogueware klassifiziert werden, möchten ihre Opfer davon überzeugen, dass der Computer ernsthaft infiziert sei und das einzige Tool, das die Viren entfernen kann, die lizenzierte Version ist. Wenn eine Rogueware es schafft ins System zu gelangen, erreicht sie ihr Ziel auf folgende Weise:

  • Blockieren legitimer Sicherheitssoftware und -webseiten. Dies ist ein wichtiger Part der Funktionsweise einer Rogueware, da sie auch die Entfernung des Virus verhindert bzw. erschwert. Die Aufhebung der Blockierung legitimer Webseiten und legitimer Anti-Spyware kann nur durch die Entfernung der Bedrohung erreicht werden.
  • Ständige Systemscans und Warnungen. Es mag den Anschein haben, dass eine Rogueware genau wie eine legitime Anti-Spyware den Computer scannen kann, jedoch versucht man auf diese Weise den Nutzer in die Irre zu führen und mit vermeintlich hunderten von unterschiedlichen Bedrohungen zu verunsichern. Wenn man die Warnungen ignoriert, werden die Scans kontinuierlich vorgetäuscht und die falschen Warnmeldungen weiterhin eingeblendet.
  • Verlangsamen des Computers. Um von der Infizierung zu überzeugen, kann eine Rogueware auch Systemverlangsamungen, Systemabstürze und ähnliche leistungsbezogene Probleme verursachen.
  • Weiterleitungen zur Produktseite. Ab und zu leitet eine Rogueware zu ihrer Produktseite, wo die Vollversion zum Kauf angeboten wird. Die meisten solcher Webseiten können sehr gefährlich sein, weshalb wir davon abraten sie zu besuchen.

Die gefährlichsten Roguewares:

System Tool. Seitdem System Tool in der PC-Welt aufgetaucht ist, hat es tausende von Computer infiziert. Es ist bekannt, dass es seine Verbreitung in 2010 begonnen hat und sie über drei Jahre andauerte. Das Programm hat seinen Opfern eine ganze Reihe an Problemen beschert, einschließlich Geldverlust und die Infiltrierung weiterer Schadsoftware. System Tool wurde primär mit falschen Nachrichten, welche anbieten den Computer kostenlos zu überprüfen, verbreitet.

Security Defender. Die Rogueware ist erstmals 2011 erschienen. Seitdem infiziert sie regelmäßig schlecht geschützte Computersysteme. Sobald sie sich im Computer befindet, erweckt sie den Eindruck als könne sie das System vor Schadsoftware schützen. Bedauerlicherweise ist das Erscheinungsbild lediglich ein Mittel, um Geld von unwissenden Computernutzer zu erschwindeln. Security Defender hat keine Deinstallationsoption und kann nur mithilfe einer zuverlässigen Anti-Spyware entfernt werden, welche allerdings gelegentlich von der Schadsoftware blockiert werden kann.

Die Entfernung von Rogueware:

Wenn Sie die echten Gefahren auf dem Computer ausfindig machen möchten, müssen Sie den Computer mit einer legitimen Anti-Spyware scannen. Der zuverlässigste Weg für die Entfernung von Rogueware ist ein vollständiger Systemscan mit Reimage oder Plumbytes Anti-MalwareWebroot SecureAnywhere AntiVirus. Anschließend sollten Sie sehen können, dass die Systemscans und Sicherheitsmeldungen der Rogueware völlig erfunden sind.

Leider muss man beachten, dass eine Rogueware die Ausführung legitimer Sicherheitssoftware blockieren kann, um die Entfernung vom Computer zu verhindern. Probieren Sie eine der folgenden Methoden aus, um das Problem zu umgehen:

  • Starten Sie in den abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern.
  • Geben Sie der exe-Datei der Anti-Spyware einen neuen Namen.
  • Nutzen Sie einen anderen Computer, um eine Anti-Malware herunterzuladen und laden Sie das Programm mithilfe eins USB-Sticks o.Ä. auf dem betroffenen Computer.

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Informationen aktualisiert am: 2016-10-12

Quelle: https://www.2-spyware.com/rogue-antispyware-removal

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