Was sind sniffer und wie entfernt man sie?

von Linas Kiguolis - - Aktualisiert | Virustyp: Sniffer
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Ein Sniffer (auch bekannt als Netzwerk-, Paket- oder Protokollanalyseprogramm) dient dem Überwachen und Analysieren des Netzwerkverkehrs. Ein Sniffer erfasst jedes Paket, decodiert es und legt den Inhalt offen. Wenn Sniffer von vertrauenswürdigen Personen verwendet werden, ist die Anwendung nicht gefährlich, da sie in diesem Fall hauptsächlich für die Fehlersuche/-behebung, Überwachung oder zum Erkennen von Eindringlingen im Netzwerk verwendet wird. Sniffer können allerdings auch zum Erspähen von sensiblen Informationen, die über das Netzwerk gesendet werden, missbraucht werden. Die Informationen unterscheiden sich natürlich von Fall zu Fall. Sie können Anmeldedaten, Passwörter, Bankdaten, Kreditkarteninformationen, Identitätsangaben und ähnliche wertvolle Informationen umfassen, welche anschließend für gefährliche Aktivitäten unerlaubt benutzt werden können.

Ein Sniffer kann auf jedem Computer im lokalen Netzwerk installiert werden. Häufig muss das Programm nicht einmal auf dem betroffenen System ausgeführt werden, sondern kann sich im Computer des Hackers verbergen und von dort aus helfen Informationen zu stehlen. Die Technologie setzt dann aber einen Mittelmann zwischen Paketsender und -empfänger voraus. Sniffer können allerdings auch auf kompromittierten Computern installiert werden und dort den Netzverkehr abfangen und andere Aktivitäten veranlassen. Darüber hinaus können selbst reale Geräte Sniffer sein. Meist sind dies spezielle Router mit Sniffer-Fähigkeiten. Sie arbeiten auf dieselbe Weise wie übliche Sniffer, aber sind noch komplizierter zu erkennen.

Im Allgemeinen werden Sniffer in zwei Kategorien unterteilt: Legitime Anwendungen und Tools für Hacker, um private Informationen zu stehlen und andere Aktivitäten zu veranlassen. Sowohl legitime als auch bösartige Sniffer sind in ihrer Funktionsweise sehr ähnlich und können für die gleichen Zwecke verwendet werden. Der einzige Unterschied ist, dass bösartige Sniffer häufig spezialisierte Tools mit atypischen Funktionen sind.

Die Aktivitäten von Sniffern auf dem System und deren Konsequenzen:

Mit Sniffern wird nicht beabsichtigt, dass System mit weiteren Bedrohungen zu infizieren. Sie können außerdem keine Probleme bezüglich der Performanz oder Stabilität auslösen oder den Daten auf dem Computer ernsten Schaden zufügen. Ein bösartiger Sniffer kann aber dennoch ernsthaft die Privatsphäre verletzen. Die Programme benötigen kaum Systemressourcen und haben keine grafische Benutzeroberfläche, wodurch sie sehr schwer zu erkennen sind. Wenn sie sich im Computer befinden, können Hacker damit in die Privatsphäre eingreifen. Das Ausspionieren des Computernutzers kann monatelang, wenn nicht sogar jahrelang unbemerkt vonstattengehen. In all dieser Zeit wird der Angreifer mit für ihn interessanten Informationen versorgt. Er kann Passwörter, Anmeldedaten, Kontakte, Informationen zur Identität, Kreditkarteninformationen und vieles mehr in Erfahrung bringen. Diese Informationen können weiterhin dazu verwendet werden, um in Systeme einzubrechen oder vertrauliche Daten zu stehlen oder preiszugeben.

Zusammenfassend hier einmal die wichtigsten Funktionen von Sniffern:

  • Überwachung der Netzwerknutzung und Filtern von definierten Paketen.
  • Aufgreifen der von einem Netzwerk zum anderen versendeten Netzwerkpakete.
  • Speichern der in Paketen gefundenen Daten in einer Datei.
  • Analyse von Daten, um Anmeldedaten, Passwörter, Kreditkarteninformationen, Identitätsangaben und ähnliche wertvolle Informationen herauszubekommen.

Wie Sniffer in den Computer gelangen:

Sniffer sind keine Viren und können sich daher nicht selbst vermehren. Sie werden von bestimmten Personen gesteuert. Sniffer können wie jede andere Software installiert werden, mit oder ohne die Zustimmung des Computernutzers. Für unerwünschte Sniffer gibt es hauptsächlich zwei Methoden, wie sie das System infiltrieren.

  • Ein legitimer Sniffer kann von einem Systemadministrator oder anderen Benutzern mit entsprechenden Rechten manuell installiert werden. Ein Hacker wiederrum kann ins System einbrechen und seinen Sniffer selbst einrichten. In beiden Fällen kann die in die Privatsphäre eingreifende Bedrohung ohne des Wissens des eigentlichen Computernutzers installiert werden.
  • Bösartige Sniffer werden häufig von anderen Schädlingen, wie Viren, Trojanern, Backdoors oder Würmern, installiert. Sie gelangen hier ebenfalls unwissentlich in den Computer und betreffen jeden Benutzer. Die Sniffer haben keine Deinstallationsfunktion und können nur von den Autoren bzw. Angreifern gesteuert werden.

Beispiele für Sniffer:

Sniffer gelten als sehr seltene Anwendungen, die eigentlich alle die gleichen Funktionalitäten aufweisen. Die folgenden Beispiele sollten die typischen Aktivitäten eines Sniffers illustrieren können:

Ethereal (heute Wireshark) ist ein beliebter Paket-Sniffer dessen Nutzung abseits von typischen Adminaufgaben und Erkennung von Eindringlingen illegal ist. Der Sniffer wird mit einer grafischen Benutzeroberfläche, effektiven Filtern und Paketbearbeitungs-Tools geliefert. Die aufgezeichneten Daten werden in einer Datei gespeichert, damit der Nutzer sie später analysieren kann. Die Anwendung unterstützt zurzeit über 800 verschiedene Netzwerkprotokolle und kann in fast jedem Netzwerk und Betriebssystem seine Arbeit verrichten.

BUTTSniffer ist ein Sniffer für ausschließlich bösartige Absichten. Er unterschützt mehrere Netzwerkprotokolle, erlaubt das Filtern von erschnüffelten Daten und das Speichern dieser in einer Datei. BUTTSniffer gibt es als einzelnes Programm oder als Plug-in für bestimmte Schädlinge, wie unter anderem dem berüchtigten Back Orifice RAT (Remote Administration Tool).

Die Entfernung von Sniffern und den Komponenten:

Man kann die Computer mithilfe einer zuverlässigen Anti-Spyware auf das Vorhandensein von bösartigen Sniffern überprüfen. Es gibt zurzeit mehrere Programme, die dazu in der Lage sind Sniffer ausfindig zu machen. Einige davon sind: Reimage und Plumbytes Anti-MalwareWebroot SecureAnywhere AntiVirus. Man darf allerdings nicht vergessen, dass ein Großteil der Sniffer nichts mit Schadsoftware gemein haben. Sie können demzufolge nicht mit einer Anti-Malware identifiziert werden und müssen manuell entfernt werden. Hierbei können manchmal Probleme auftreten, da nicht alle Sniffer eine Deinstallationsfunktion haben.

Wenn Sie bei der Entfernung von einem Sniffer Probleme haben, können Sie zu jeder Zeit mit unseren Sicherheitsexperten von DieViren.de Kontakt aufnehmen und Ihre Frage stellen. Sie erreichen uns über die Seite Ask Us, wo wir jedem die Möglichkeit geben von erfahrenen Experten Hilfe zu bekommen

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Informationen aktualisiert am: 2016-11-08

Quelle: https://www.2-spyware.com/sniffers-removal

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