Was sind spam-tools und wie entfernt man sie?

von Linas Kiguolis - - Aktualisiert | Virustyp: Spam-Tools
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Spam-Tools sind illegale Programme mit denen Spammer ihre Nachrichten an hunderte von Empfängern versenden. Die meisten solcher E-Mails bewerben Medikamente, Replikas oder Phishing-Seiten. Die Phishing-Seiten sind insbesondere gefährlich, weil sie typischerweise schädliche Links, infizierte Anhänge und Ähnliches involvieren. Eine schädliche E-Mail kann außerdem nach gefährliche und anderweitig unsichere Webseiten weiterleiten. Das Hauptproblem hierbei ist, dass man nie mit Sicherheit sagen kann, womit man es zu tun hat. Die Installation eines zuverlässigen Spamblockers (bzw. Spamfilters), sowie eine Anti-Spyware ist daher ratsam.

Spam-Tools sind dazu in der Lage mit großen Mengen von E-Mail-Adressen zu arbeiten. Mit ihnen kann man vorgefertigte Texte in die Nachricht einarbeiten, Kopf- und Fußzeilen und andere Komponenten hinzufügen und dann die Spammails an verschiedene E-Mail-Server verteilen. In den meisten Ländern ist solch eine Software illegal. Unerwünschte E-Mails, die mit diesen Tools verbreitet werden, werden als schädlich angesehen. Allerdings kann nur die Hälfte von ihnen Schadsoftware installieren. Die andere Hälfte ist voller kommerzieller Inhalte, z.B. Werbung für Kasinos, Gewichtsverlustprogramme, Medikamente und andere „Wunderprodukte“.

Ein abzugrenzender Begriff ist der Referrer-Spam. Referrer-Spam ist für Webseitenbesitzer, Webmaster und Admins lästig, weil er die Statistiken von Google Analytics verfälscht und dazu überlistet suspekte Webseiten zu besuchen. Dies wird erreicht, indem massenhaft Seiten aufgerufen werden und eine Referrer-URL eingetragen wird. Wenn korrekt angewandt, taucht diese URL in den Webseitenstatistiken auf und kann die Admins zum Besuch der Seite verleiten. Mit dieser Masche versuchen Spammer hauptsächlich den Traffic zu bestimmten Webseiten zu verbessern. Auch wenn der Referrer-Spam an sich nicht gefährlich ist, verfälscht er die Statistiken und kann außerdem zu höheren Ladezeiten, eine höhere Absprungrate und eine niedrigere Platzierung der betroffenen Webseite führen. Des Weiteren kann die verlinkte Webseite voller Schadsoftware sein. Vom Anklicken ist aus diesem Grund abzuraten.

Die Hauptkategorien von Spam-Tools:

Spam-Tools werden abhängig von ihrer Funktionalität in die folgenden Kategorien eingeteilt:

  • E-Mail-Extraktionssoftware. Diese Spam-Tools werden hauptsächlich dafür verwendet, E-Mail-Adressen von diversen Webseiten, Dokumenten und anderen Quellen zu entnehmen. Sie werden dann zu Mailinglisten hinzugefügt und für die jeweiligen Absichten vorbereitet.
  • Massenversandprogramme. Diese Kategorie von Spam-Tools dient offensichtlich dem Versenden von E-Mails. Mit ihrer Hilfe können die Spammer ihre E-Mails an tausende von Empfängern verschicken.
  • E-Mail-Management-Programme. Solch eine Software nutzt man, um unbrauchbare E-Mail-Adressen in der Liste der Empfänger zu identifizieren und zu entfernen. Die Adressen gehören meist zu bestimmten Organisationen, die die Mittel dazu haben den Besitzer des Spam-Tools zu identifizieren.
  • Referrer-Spam. Mithilfe von Referrer-Spam missbraucht man den Zweck der Referrer-Funktion der Webseitenstatistiken und ändert die URL zu den gewünschten Webseiten um. Spammer erreichen damit, dass die Webseitenbesitzer die URL in den Statistiken von Google Analytics sehen und annehmen, dass sie wichtig ist. Achtung: Die meisten Webseiten, die sich auf Methoden wie den Referrer-Spam verlassen, sind schädlich. Ein Besuch der Seiten könnte also zur Folge haben, dass man sich dort mit Schadsoftware infiziert.

Die Geschichte von Spam:

Spam wurde in 1978 als neues Werbemodel der Firma Digital Equipment Corporation eingeführt. Gary Thuerk war die erste Person, die mithilfe von E-Mail-Spam Werbung betrieben hat. Er und sein Assistent Carl Gartley haben es geschafft ihre Spammails an fast 400 Empfänger zu senden. Das Neue daran war, dass sie es mit einer einzigen Massenmail erreicht haben.

Die erste große Nutzung von Spam fand im Jahre 1994 statt als einige Rechtsanwälte angefangen haben ihre Dienste im Bereich Einwanderungsrecht mithilfe von Massenmails zu bewerben. Die E-Mails wurden später als „Green Card Spam“ benannt und haben dem Anschein nach den Rechtsanwälten zu großer Beliebtheit verholfen, denn einige Jahre später haben sie das Buch „How to Make a Fortune on the Information Superhighway“ veröffentlicht.

Heutzutage sind die meisten von aggressiven Spammails und Referrer-Spam betroffen. Mit Spam versucht man typischerweise bestimmte Webseiten zu bewerben und höhere Besucherzahlen zu erreichen. Die größte Menge an Referrer-Spam wird auf WordPress-Webseiten verzeichnet. 

Die gängigsten Merkmale von Spammails:

  • Trügerische Adresse des Absenders. Spammer fertigen ihre Mails meist so an, dass sie aussehen als würden sie von einer bekannten Person stammen.
  • Ins Auge springender Betreff.
  • Inhalt. Mit Spam-Tools werden gewöhnlich E-Mails versendet, die aus werbende Inhalte bestehen. Die Nachrichten können auch Links für (legitime oder auch illegale) Webseiten und schädliche E-Mail-Anhänge enthalten.
  • Keine Antwortadresse.
  • Abmelden-Button. Der Button wird rege dafür verwendet Schadsoftware zu verbreiten. Klicken Sie also niemals in einer Spammail auf einen Abmelden-Button.

Beispiele für Spam-Tools und Spam:

1st Mass Mailer ist ein Massenmailer Spam-Tool. Es wird als leistungsstarke Software für das Versenden von personalisierten E-Mail-Nachrichten dargestellt. Wenn das Programm allerdings in die Hände von Spammer gerät, können sie damit schädliche Mitteilungen verbreiten. Das Programm ermöglicht seinen Nutzern außerdem eine interne Datenbank zu erstellen und eine Abonnentenliste zu importieren.

‚You are cordially invited to celebrate our wedding‘. Eine der aktuellsten Spamaktionen, die mithilfe von einem Spam-Tool veranlasst wurde. Mit der Spamaktion wurde der Wurm Kuluoy verbreitet, eine sehr ernste Cyberbedrohung, die persönliche Informationen stehlen kann. Sicherheitsexperten nehmen an, dass es Tausende gibt, die bei dieser irreführenden E-Mail-Nachricht überlistet worden sind. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie dazu gehören, sollten Sie den Computer umgehend mit einem zuverlässigen Sicherheitsprogramm scannen. Die Verwendung einer Anti-Spyware ist in diesem Fall äußerst empfehlenswert.

Copyrightclaims.org ist Referrer-Spam, der in den Statistiken von Google Analytics auftaucht und die Daten verfälscht. Mit der Webseite versucht man Traffic zu generieren und nach zusätzlichen Webseiten weiterzuleiten, weshalb es nicht ratsam ist sie zu besuchen. Der Copyrightclaims.org-Spam wird hauptsächlich mithilfe von Spam-Bots versendet. Die Seite hat nichts mit Urheberrechten zu tun und der Referrer-Spam kann bei der betroffenen Webseite zu längeren Ladezeiten, einer höheren Absprungrate und einer niedrigeren Position führen.

Wie man sich vor Spam-Tools schützt:

Es gibt keine E-Mail-Nutzer, die Spam verhindern können, da wir alle unsere E-Mail-Adressen im Internet angeben. Sicherheitsexperten haben eine Prognose erstellt und sind zu dem Schluss gekommen, dass jeder irgendwann einmal eine schädliche E-Mail erhält, die den Computer mit Schadsoftware infizieren möchte. Das Gleiche gilt auch für Webseitenbesitzer und Referrer-Spam. Aus diesem Grund empfehlen sie auch nachdrücklich eine zuverlässige Anti-Spyware zu installieren, welche schädliche Dateien ausfindig machen und den Nutzer darüber warnen kann. Für den Schutz des Computers können folgende Programme verwendet werden: Reimage, Plumbytes Anti-MalwareWebroot SecureAnywhere AntiVirus. Die Programme können außerdem Viren entfernen, die mithilfe von Spam-Tools verbreitet werden. In den meisten Fällen befördern Spammails folgende Art von Bedrohungen:

Die neuesten Zugänge in der Virendatenbank

Datenbank von Spam-Tools

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Informationen aktualisiert am: 2016-10-12

Quelle: https://www.2-spyware.com/spam-tools-removal

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