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Dateiendung .locky. Richtig entfernen? (Anleitung für die Deinstallation)

Lucia Danes - - | Virustyp: Diebstahl-Programme
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Die Dateiendung .locky – welcher Virus steckt dahinter?

Die Dateiendung .locky weist auf einen erpresserartigen Virus hin. Diese sogenannte Ransomware ist möglicherweise die populärste und profitabelste Art von Computervirus, weshalb Internetkriminelle pausenlos neue Varianten kreieren. Wir hören tagtäglich über neue Versionen von Ransomware. Neulich wurde eine Ransomware namens Locky-Virus bzw. Locky-Ransomware erstellt. Wir möchten daher heute darauf eingehen, wie dieser Virus vorgeht.

Wie verbreitet und verhält sich der Locky-Virus?

Es gibt viele Wege, wie der für die Dateiendung .locky verantwortliche Virus ins Computersystem gelangen kann. Internetkriminelle nutzen das sogenannte Clickjacking, um leichtgläubige Computernutzer zu täuschen und sie dazu zu bringen sicher aussehende, aber dennoch schädliche Links anzuklicken. Oder einfacher gesagt: Internetkriminelle verstecken den Downloadlink für den Locky-Virus auf bedenkliche Downloadseiten hinter harmlos aussehende Buttons oder Links. Es ist daher ratsam sicherheitsorientierter zu handeln und auf das Besuchen von Webseiten verzichten, die auch nur den kleinsten Verdacht auf solche Internetfallen aufweisen.

Die Internetkriminellen, die für .locky verantwortlich sind, verbreiten den Virus allerdings meistens mit trügerischen E-Mails, die einen schädlichen Anhang (ein Word-Dokument) enthalten. Diese Word-Datei beinhaltet Code, der umgehend ausgeführt wird, wenn man die Makrofunktion in Word angeschaltet hat. Falls Makros deaktiviert sind, wird folgende Nachricht über einen chiffriert aussehenden Text eingeblendet: “Enable macro if the data encoding is incorrect.

.locky file extension virus activates itself using Macros function

Wie bereits erwähnt, aktivieren die Makros den Code, der den Virus von einem Remote-Server herunterlädt und ausführt. Das verheerende Programm scannt dann das Computersystem, findet die persönlichen Dateien und verschlüsselt sie mit den Verschlüsselungsmethoden RSA-2048 und AES-128. Der Virus trägt nicht ohne Grund den Namen Locky, denn sobald er die Benutzerdateien verschlüsselt hat, fügt er zu diesen die Dateiendung .locky hinzu. Die verschlüsselten Dateien werden somit unzugänglich und bringen den Betroffenen in eine ärgerliche Situation. Jeder Computernutzer hat verständlicherweise wichtige Daten auf dem Computer und offensichtlich verursacht eine Infizierung mit Locky daher Verzweiflung und Stress. In jedem Ordner mit verschlüsselten Dateien hinterlässt der Virus jedoch eine angebliche Lösung bzw. einen Erpresserbrief. In diesem Brief wird erklärt, wie man seine persönlichen Dateien wiederherstellen kann und zwar mit der Bezahlung des Lösegelds (0.5 Bitcoins, was zurzeit ungefähr 187 Euro entspricht).

Es ist nicht ratsam das Lösegeld zu bezahlen. Egal, wie viel man bezahlt, im Endeffekt denken solche Internetkriminelle nur an Profit. Es gibt daher absolut KEINE Garantie, dass sie den für das Wiederherstellen der Dateien notwendigen Entschlüsselungsschlüssel wirklich herausgeben. Unterstützen Sie Internetkriminelle nicht auf diese Weise. Andernfalls riskieren Sie nicht nur den Verlust Ihrer Dateien, sondern auch von Ihrem Geld. Des Weiteren geben Sie Internetkriminellen die Bestätigung, dass Sie sich verunsichern lassen und ermutigen sie daher dazu Ihnen zukünftig weitere Viren zu schicken.

Wie schützt man den Computer vor Ransomware?

  1. Am wichtigsten ist das regelmäßige Durchführen von Datensicherungen. Wir empfehlen von wichtigen Daten Kopien anzufertigen und diese auf externe Festplatten zu speichern. Manch Ransomware kann nämlich auf die Cloud-Speicher zugreifen.
  2. Installieren Sie eine bewährte Anti-Malware (wie zum Beispiel Reimage) auf dem Computer, um ihn vor Ransomware und anderen gefährlichen Viren zu schützen.
  3. Wann immer Sie Dateien oder Programme herunterladen, sollten Sie statt „Ausführen/Öffnen“ die Option „Speichern“ wählen. Auf diese Weise geben Sie der Sicherheitssoftware auf dem Computer Zeit zu überprüfen, ob die Datei sicher oder nicht ist.
  4. Halten Sie Ihre Software aktuell – aktivieren Sie (falls möglich) automatische Softwareupdates. Denn Internetkriminelle können die Sicherheitslücken in veralteter Software ausnutzen und somit unwissentlich in System eindringen.
  5. Meiden Sie riskante Webseiten und laden Sie Software ausschließlich von verifizierten und sicheren Downloadseiten herunter.

Wie entschlüsselt man die Dateien?

Bedauerlicherweise ist es fast unmöglich die Dateien zu entschlüsseln, die von dieser gefährlichen Computerbedrohung verschlüsselt worden sind. Nur das Importieren der Sicherheitskopien von einer externen Festplatte ist ein zuverlässiger Weg, um die Dateien wiederherzustellen. Wenn Sie keine Sicherheitskopien angefertigt haben, können Sie folgende Programme ausprobieren, um die Dateien zu entschlüsseln: Photorec, Kaspersky Antiviren-Tools oder R-Studio.
Es ist wichtig, dass man die Schadsoftware Locky so schnell wie möglich beseitigt. Wenn man ihre Existenz früh genug bemerkt, kann man eventuell den Verschlüsselungsprozess aufhalten und somit einige Dateien retten. Wenn man vorhat Dateien von einer externen Festplatte zu importieren, sollte man zuerst sicherstellen, dass man den Locky-Virus vollständig entfernt. Der Virus kann nämlich auf alle Geräte, die am Computer angeschlossen sind, zugreifen und demzufolge die Dateien auf der externen Festplatte verschlüsseln. Wir empfehlen für die Entfernung von Locky dringendst auf einen automatischen Entferner zurückzugreifen. Wenn Sie ihn aber dennoch manuell beseitigen möchten, folgen Sie bitte den Anweisungen unterhalb des Artikels.

Häufig gestellte Fragen über Locky

Frage: Ich habe heute eine suspekte E-Mail erhalten. Der Betreff dieser lautet ATTN: Invoice J-98223100 und sie hat außerdem eine Datei namens invoice_J-98223100.doc im Anhang. Ich habe das Gefühl, dass die E-Mail nicht gerade vertrauenswürdig ist und ich sie am besten nicht öffnen sollte… Kann eine Word-Datei aber überhaupt schädlich sein? Können Sie mir sagen, was ich mit der E-Mail machen soll? Soll ich den Anhang öffnen oder die E-Mail einfach löschen?

Antwort: Öffnen Sie den Anhang auf keinen Fall! Sie haben eine E-Mail mit der Ransomware Locky erhalten. Diese listige E-Mail beinhaltet ein infiziertes Word-Dokument, das den Virus auf dem Computer herunterladen kann.
Der Locky-Virus nutzt neue Techniken, um die ausführbare Datei des Virus herunterzuladen und auszuführen. Es versendet dabei schädlichen Code in einem Word-Dokument und führt diesen aus, wenn Makros in Word angeschaltet sind. Sie sollten die E-Mail daher umgehend in den Papierkorb verlegen.

Anleitung für die manuelle Entfernung des .locky-Virus:

Wir können mit jedem Produkt, dass wir auf unserer Seite empfehlen, affiliiert sein. Weitere Auskunft in unsern Nutzungsbedingungen. Mit dem Herunterladen einer vorausgesetzten Anti-spyware Software, um Dateiendung .locky zu entfernen, stimmen sie unserer Datenschutz und Nutzungsbedingungen.
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Was ist zu tun, wenn das Programm nicht hilft?
Wenn Sie die Infizierung nicht mit Reimage beseitigen konnten, kontaktieren Sie unser Support-Team unter Frage stellen und geben Sie so viele Informationen wie möglich.
Für die Deinstallation von Dateiendung .locky ist Reimage empfehlenswert. Der kostenlose Scanner lässt einen überprüfen, ob der Computer infiziert ist oder nicht. Falls Sie Schadsoftware entfernen müssen, müssen Sie die lizenzierte Version von Reimage erwerben.

Weitere Informationen über das Programm können Sie in der Beurteilung von Reimage finden.

Weitere Informationen über das Programm können Sie in der Beurteilung von Reimage finden.
Pressebeiträge auf Reimage
Pressebeiträge auf Reimage
Alternative Software
Plumbytes Anti-Malware
Wir haben die Effizienz von Plumbytes Anti-Malware bei der Entfernung von Dateiendung .locky getestet (2016-03-16)
Malwarebytes Anti Malware
Wir haben die Effizienz von Malwarebytes Anti Malware bei der Entfernung von Dateiendung .locky getestet (2016-03-16)
Hitman Pro
Wir haben die Effizienz von Hitman Pro bei der Entfernung von Dateiendung .locky getestet (2016-03-16)
Webroot SecureAnywhere AntiVirus
Wir haben die Effizienz von Webroot SecureAnywhere AntiVirus bei der Entfernung von Dateiendung .locky getestet (2016-03-16)

Entfernen Sie .locky mit Safe Mode with Networking

  • Schritt 1: Starten Sie den Computer in den Modus Safe Mode with Networking

    Windows 7 / Vista / XP
    1. Klicken Sie auf Start Shutdown Restart OK.
    2. Sobald der Computer aktiv wird, sollten Sie anfangen mehrmals F8 zu drücken bis Sie das Fenster Advanced Boot Options sehen.
    3. Wählen Sie Safe Mode with Networking von der Liste Wählen Sie 'Safe Mode with Networking'

    Windows 10 / Windows 8
    1. Drücken Sie im Windows-Anmeldebildschirm auf den Button Power. Halten Sie nun auf Ihrer Tastatur Shift gedrückt und klicken Sie auf Restart..
    2. Wählen Sie nun Troubleshoot Advanced options Startup Settings und drücken Sie zuletzt auf Restart.
    3. Wählen Sie, sobald der Computer aktiv wird, im Fenster Startup Settings Enable Safe Mode with Networking. Wählen Sie 'Enable Safe Mode with Networking'
  • Schritt 2: Entferne .locky

    Melden Sie sich am infizierten Computer an und starten Sie den Browser. Laden Sie Reimage oder eine andere legitime Anti-Spyware herunter. Aktualisieren Sie das Programm bevor Sie einen vollständigen Systemscan ausführen und entfernen Sie die schädliche Dateien, die zu der Ransomware gehören und stellen Sie die Entfernung von .locky fertig.

Probieren Sie folgende Methode aus, falls die Ransomware Safe Mode with Networking blockiert.

Reimage ist ein Programm zum Erkennen von Schadsoftware. Für die Beseitigung von Infizierungen ist die Vollversion notwendig. Weitere Informationen über Reimage.

Entfernen Sie .locky mit System Restore

  • Schritt 1: Starten Sie den Computer in den Modus Safe Mode with Command Prompt

    Windows 7 / Vista / XP
    1. Klicken Sie auf Start Shutdown Restart OK.
    2. Sobald der Computer aktiv wird, sollten Sie anfangen mehrmals F8 zu drücken bis Sie das Fenster Advanced Boot Options sehen.
    3. Wählen Sie Command Prompt von der Liste Wählen Sie 'Safe Mode with Command Prompt'

    Windows 10 / Windows 8
    1. Drücken Sie im Windows-Anmeldebildschirm auf den Button Power. Halten Sie nun auf Ihrer Tastatur Shift gedrückt und klicken Sie auf Restart..
    2. Wählen Sie nun Troubleshoot Advanced options Startup Settings und drücken Sie zuletzt auf Restart.
    3. Wählen Sie, sobald der Computer aktiv wird, im Fenster Startup Settings Enable Safe Mode with Command Prompt. Wählen Sie 'Enable Safe Mode with Command Prompt'
  • Schritt 2: Stellen Sie Ihre Systemdateien und -einstellungen wieder her.
    1. Sobald das Fenster Command Prompt auftaucht, geben Sie cd restore ein und klicken Sie auf Enter. Geben Sie 'cd restore' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    2. Geben Sie nun rstrui.exe ein und drücken Sie erneut auf Enter.. Geben Sie 'rstrui.exe' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    3. Wenn ein neues Fenster auftaucht, klicken Sie auf Next und wählen Sie einen Wiederherstellungspunkt, der vor der Infiltrierung von .locky liegt. Klicken Sie anschließend auf Next. Wenn das Fenster 'System Restore' auftaucht, wählen Sie 'Next' Wählen Sie den Wiederherstellungspunkt und klicken Sie auf 'Next'
    4. Klicken Sie nun auf Yes, um die Systemwiederherstellung zu starten. Klicken Sie auf 'Yes' und starten Sie die Systemwiederherstellung
    Nachdem Sie das System zu einem früheren Datum wiederhergestellt haben, vergewissern Sie sich, dass die Entfernung von .locky erfolgreich war, indem Sie Reimage herunterladen und damit den Computer scannen.
Reimage ist ein Programm zum Erkennen von Schadsoftware. Für die Beseitigung von Infizierungen ist die Vollversion notwendig. Weitere Informationen über Reimage.

Als Letztes sollten Sie sich natürlich immer über den Schutz vor Crypto-Ransomware Gedanken machen. Um den Computer vor .locky und anderer Ransomware zu schützen, sollten Sie eine bewährte Anti-Spyware, wie beispielsweise Reimage, Plumbytes Anti-MalwareWebroot SecureAnywhere AntiVirus oder Malwarebytes Anti Malware, nutzen.

Lucia Danes
Lucia Danes - Virenexpertin

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