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  • Geprüft · Apr. 2021

Dateiendung .lockyRichtig entfernen?

Eine Schritt-für-Schritt-Entfernungsanleitung für betroffene Geräte. Folgen Sie dem geprüften Verfahren unten — die meisten Leser sind in unter 10 Minuten fertig.

Lucia Danes · Virenexpertin

Die Dateiendung .locky – welcher Virus steckt dahinter?

Die Dateiendung .locky weist auf einen erpresserartigen Virus hin. Diese sogenannte Ransomware ist möglicherweise die populärste und profitabelste Art von Computervirus, weshalb Internetkriminelle pausenlos neue Varianten kreieren. Wir hören tagtäglich über neue Versionen von Ransomware. Neulich wurde eine Ransomware namens Locky-Virus bzw. Locky-Ransomware erstellt. Wir möchten daher heute darauf eingehen, wie dieser Virus vorgeht.

Wie verbreitet und verhält sich der Locky-Virus?

Es gibt viele Wege, wie der für die Dateiendung .locky verantwortliche Virus ins Computersystem gelangen kann. Internetkriminelle nutzen das sogenannte Clickjacking, um leichtgläubige Computernutzer zu täuschen und sie dazu zu bringen sicher aussehende, aber dennoch schädliche Links anzuklicken. Oder einfacher gesagt: Internetkriminelle verstecken den Downloadlink für den Locky-Virus auf bedenkliche Downloadseiten hinter harmlos aussehende Buttons oder Links. Es ist daher ratsam sicherheitsorientierter zu handeln und auf das Besuchen von Webseiten verzichten, die auch nur den kleinsten Verdacht auf solche Internetfallen aufweisen.

Die Internetkriminellen, die für .locky verantwortlich sind, verbreiten den Virus allerdings meistens mit trügerischen E-Mails, die einen schädlichen Anhang (ein Word-Dokument) enthalten. Diese Word-Datei beinhaltet Code, der umgehend ausgeführt wird, wenn man die Makrofunktion in Word angeschaltet hat. Falls Makros deaktiviert sind, wird folgende Nachricht über einen chiffriert aussehenden Text eingeblendet: “Enable macro if the data encoding is incorrect.

.locky file extension virus activates itself using Macros function

Wie bereits erwähnt, aktivieren die Makros den Code, der den Virus von einem Remote-Server herunterlädt und ausführt. Das verheerende Programm scannt dann das Computersystem, findet die persönlichen Dateien und verschlüsselt sie mit den Verschlüsselungsmethoden RSA-2048 und AES-128. Der Virus trägt nicht ohne Grund den Namen Locky, denn sobald er die Benutzerdateien verschlüsselt hat, fügt er zu diesen die Dateiendung .locky hinzu. Die verschlüsselten Dateien werden somit unzugänglich und bringen den Betroffenen in eine ärgerliche Situation. Jeder Computernutzer hat verständlicherweise wichtige Daten auf dem Computer und offensichtlich verursacht eine Infizierung mit Locky daher Verzweiflung und Stress. In jedem Ordner mit verschlüsselten Dateien hinterlässt der Virus jedoch eine angebliche Lösung bzw. einen Erpresserbrief. In diesem Brief wird erklärt, wie man seine persönlichen Dateien wiederherstellen kann und zwar mit der Bezahlung des Lösegelds (0.5 Bitcoins, was zurzeit ungefähr 187 Euro entspricht).

Es ist nicht ratsam das Lösegeld zu bezahlen. Egal, wie viel man bezahlt, im Endeffekt denken solche Internetkriminelle nur an Profit. Es gibt daher absolut KEINE Garantie, dass sie den für das Wiederherstellen der Dateien notwendigen Entschlüsselungsschlüssel wirklich herausgeben. Unterstützen Sie Internetkriminelle nicht auf diese Weise. Andernfalls riskieren Sie nicht nur den Verlust Ihrer Dateien, sondern auch von Ihrem Geld. Des Weiteren geben Sie Internetkriminellen die Bestätigung, dass Sie sich verunsichern lassen und ermutigen sie daher dazu Ihnen zukünftig weitere Viren zu schicken.

Wie schützt man den Computer vor Ransomware?

  1. Am wichtigsten ist das regelmäßige Durchführen von Datensicherungen. Wir empfehlen von wichtigen Daten Kopien anzufertigen und diese auf externe Festplatten zu speichern. Manch Ransomware kann nämlich auf die Cloud-Speicher zugreifen.
  2. Installieren Sie eine bewährte Anti-Malware (wie zum Beispiel FortectIntego) auf dem Computer, um ihn vor Ransomware und anderen gefährlichen Viren zu schützen.
  3. Wann immer Sie Dateien oder Programme herunterladen, sollten Sie statt „Ausführen/Öffnen“ die Option „Speichern“ wählen. Auf diese Weise geben Sie der Sicherheitssoftware auf dem Computer Zeit zu überprüfen, ob die Datei sicher oder nicht ist.
  4. Halten Sie Ihre Software aktuell – aktivieren Sie (falls möglich) automatische Softwareupdates. Denn Internetkriminelle können die Sicherheitslücken in veralteter Software ausnutzen und somit unwissentlich in System eindringen.
  5. Meiden Sie riskante Webseiten und laden Sie Software ausschließlich von verifizierten und sicheren Downloadseiten herunter.

Wie entschlüsselt man die Dateien?

Bedauerlicherweise ist es fast unmöglich die Dateien zu entschlüsseln, die von dieser gefährlichen Computerbedrohung verschlüsselt worden sind. Nur das Importieren der Sicherheitskopien von einer externen Festplatte ist ein zuverlässiger Weg, um die Dateien wiederherzustellen. Wenn Sie keine Sicherheitskopien angefertigt haben, können Sie folgende Programme ausprobieren, um die Dateien zu entschlüsseln: Photorec, Kaspersky Antiviren-Tools oder R-Studio.
Es ist wichtig, dass man die Schadsoftware Locky so schnell wie möglich beseitigt. Wenn man ihre Existenz früh genug bemerkt, kann man eventuell den Verschlüsselungsprozess aufhalten und somit einige Dateien retten. Wenn man vorhat Dateien von einer externen Festplatte zu importieren, sollte man zuerst sicherstellen, dass man den Locky-Virus vollständig entfernt. Der Virus kann nämlich auf alle Geräte, die am Computer angeschlossen sind, zugreifen und demzufolge die Dateien auf der externen Festplatte verschlüsseln. Wir empfehlen für die Entfernung von Locky dringendst auf einen automatischen Entferner zurückzugreifen. Wenn Sie ihn aber dennoch manuell beseitigen möchten, folgen Sie bitte den Anweisungen unterhalb des Artikels.

Häufig gestellte Fragen über Locky

Frage: Ich habe heute eine suspekte E-Mail erhalten. Der Betreff dieser lautet ATTN: Invoice J-98223100 und sie hat außerdem eine Datei namens invoice_J-98223100.doc im Anhang. Ich habe das Gefühl, dass die E-Mail nicht gerade vertrauenswürdig ist und ich sie am besten nicht öffnen sollte… Kann eine Word-Datei aber überhaupt schädlich sein? Können Sie mir sagen, was ich mit der E-Mail machen soll? Soll ich den Anhang öffnen oder die E-Mail einfach löschen?

Antwort: Öffnen Sie den Anhang auf keinen Fall! Sie haben eine E-Mail mit der Ransomware Locky erhalten. Diese listige E-Mail beinhaltet ein infiziertes Word-Dokument, das den Virus auf dem Computer herunterladen kann.
Der Locky-Virus nutzt neue Techniken, um die ausführbare Datei des Virus herunterzuladen und auszuführen. Es versendet dabei schädlichen Code in einem Word-Dokument und führt diesen aus, wenn Makros in Word angeschaltet sind. Sie sollten die E-Mail daher umgehend in den Papierkorb verlegen.

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