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  • Geprüft · Apr. 2021

Lukitus-ErpressersoftwareRichtig entfernen?

Eine Schritt-für-Schritt-Entfernungsanleitung für betroffene Geräte. Folgen Sie dem geprüften Verfahren unten — die meisten Leser sind in unter 10 Minuten fertig.

Jake Doevan · Das Leben ist zu kurz, um die Zeit mit Viren zu verschwenden.

Lukitus setzt schädliche Aufgaben von Locky fort

The picture of Lukitus ransomware virus

Lukitus ist eine neue Variante von Locky und wird seit August 2017 mit schädlichen Spammails verbreitet. Der erpresserische Virus nutzt die Verfahren RSA-2048 und AES-128, um die Dateien zu verschlüsseln und markiert sie schließlich mit .lukitus. Danach hinterlässt er zwei neue Dateien, lukitus.htm und lukitus.bmp, die über die Datenwiederherstellung informieren. Hierin werden Opfer dazu aufgefordert den Locky Decryptor zu erwerben.

Der Lukitus-Virus verschlüsselt die Dateien nicht nur, sondern benennt sie zudem noch um. Die Cyberbedrohung folgt hierbei dem gleichen Schema wie die vor einigen Wochen erschienene Version Diablo6. Die Namen der korrupten Dateien beinhalten die ID des Opfers, sowie beliebige Zeichen:

[Die ersten 8-Stellen der ID]-[die nächsten 4-Stellen der ID]-[weitere 4-Stellen der ID]-[4 beliebige Zeichen]-[12 beliebige Zeichen].lukitus

Nachdem Lukitus die Daten mit einer starken Verschlüsselung unzugänglich gemacht hat, ersetzt es den Desktophintergrund durch die Datei lukitus.bmp. Der neue Hintergrund zeigt eine kurze, aber drohende Nachricht der Cyberkriminellen an. Opfer erfahren hier über die Datenverschlüsselung und werden für Informationen bezüglich der Datenwiederherstellung auf die Datei lukitus.htm verwiesen.

Die HTM-Datei enthält die Opfer-ID und weist darauf hin, dass sich die Dateien nur mit dem Locky Decryptor entschlüsseln lassen, welcher für 0,49 Bitcoins erhältlich ist. Das ist eine enorme Summe von Geld (fast 1700 Euro)! Wir raten dringendst von der Bezahlung ab, denn letztendlich ist es möglich, dass man trotz Bezahlung ohne Dateien dasteht.

Wie die anderen Varianten von Locky nutzt Lukitus das gleiche Template für den Erpresserbrief und die Zahlungsseite. Die dahintersteckenden Cyberkriminellen gehen bei ihrer Arbeit stets konsistent vor.

Bedauerlicherweise sorgt die Entfernung von Lukitus nicht für eine automatische Wiederherstellung der korrupten Dateien. Weder Locky noch seine Varianten sind entschlüsselbar. Die Entfernung der Kryptoschadsoftware ist trotzdem ein absolutes Muss, da das schädliche Programm kritische Systemänderungen vornimmt und eine Gefahr für die Daten und die Privatsphäre darstellt.

Sobald Sie den Angriff festgestellt haben, sollten Sie eine bewährte Sicherheitssoftware installieren und Lukitus vom Computer entfernen. Wir empfehlen hierfür FortectIntego oder SpyHunterCombo Cleaner.

The example of Lukitus ransomware virus

Schädliche Spammails weiterhin verantwortlich für die Verbreitung des Virus

Dem Schadsoftwareforscher Rommel Joven zufolge sind die Entwickler von Locky den traditionellen Erpressungsprogrammverbreitungsmethoden treu geblieben. Bei den schädlichen Spammailkampagnen wird Lukitus in ZIP- oder RAR-Anhängen verbreitet, die eine JS-Datei in sich tragen. Sobald man das gefährliche Archiv entpackt, wird die ausführbare Datei der Schadsoftware auf dem System hinterlegt.

E-Mails, die diese Kryptoschadsoftware übertragen, haben folgende Betreffzeilen:

  • < No Subject >
  • Emailing – CSI-034183_MB_S_7727518b6bab2

Der Nachrichteninhalt bittet um das Öffnen des angehangenen Dokuments und gibt hierfür eine Frist. Wenn man keine Dateien oder Dokumente erwartet, sollte man solche unbekannten E-Mails auf keinen Fall öffnen.

Der Name “Lukitus” ist Finnisch und bedeutet “Sperrung” und soll folglich der finnische Name für Locky sein. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Variante nur auf finnische Computernutzer ausgerichtet ist. Die schädlichen E-Mails sind in Englisch verfasst und können in jedem Posteingang der Welt landen.

Bevor Sie erhaltene Dateien oder Links in E-Mails öffnen, sollten Sie

  • die Informationen über den Absender sorgfältig prüfen.
  • Anhänge mit einem Sicherheitsprogramm scannen, um sicherzustellen, dass sie nicht infiziert sind.
  • auf Grammatik- oder Rechtschreibfehler achten, die Cyberkriminelle gerne verraten.

Zum Schutz vor Erpressersoftware empfiehlt es sich alle auf dem Computer installierten Programme auf dem aktuellsten Stand zu halten, sowie keine suspekten Inhalte anzuklicken und keine hochriskanten Webseiten zu besuchen. Installieren Sie außerdem ein professionelles Antivirenprogramm. Back-ups sind natürlich auch Muss!

Anleitung für die Entfernung von Lukitus

Die Entfernung von Lukitus muss mit einer bewährten Sicherheitssoftware durchgeführt werden. Die automatische Entfernung stellt sicher, dass alle schädlichen Dateien und Prozesse gestoppt und ohne Systemschäden beseitigt werden. Erpresserische Viren sind sehr komplex. Die manuelle Entfernung kann deswegen leider auch zu irreparablen Systemschäden führen.

Wenn Sie ein Tool für die Entfernung von Lukitus benötigen, können wir folgende Programme empfehlen: FortectIntego, SpyHunterCombo Cleaner und MalwarebytesMalwarebytes. Zu beachten gilt, dass die Schadsoftware die Installation oder die Nutzung von Sicherheitsprogrammen verhindern kann. Sie müssen in diesem Fall den Computer wie unten beschrieben im abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern starten.

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