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Lukitus-Erpressersoftware. Richtig entfernen? (Anleitung für die Deinstallation)

von Jake Doevan - - | Virustyp: Ransomware

Lukitus setzt schädliche Aufgaben von Locky fort

Abbildung Lukitus-Erpressersoftware

Lukitus ist eine neue Variante von Locky und wird seit August 2017 mit schädlichen Spammails verbreitet. Der erpresserische Virus nutzt die Verfahren RSA-2048 und AES-128, um die Dateien zu verschlüsseln und markiert sie schließlich mit .lukitus. Danach hinterlässt er zwei neue Dateien, lukitus.htm und lukitus.bmp, die über die Datenwiederherstellung informieren. Hierin werden Opfer dazu aufgefordert den Locky Decryptor zu erwerben.

Der Lukitus-Virus verschlüsselt die Dateien nicht nur, sondern benennt sie zudem noch um. Die Cyberbedrohung folgt hierbei dem gleichen Schema wie die vor einigen Wochen erschienene Version Diablo6. Die Namen der korrupten Dateien beinhalten die ID des Opfers, sowie beliebige Zeichen:

[Die ersten 8-Stellen der ID]-[die nächsten 4-Stellen der ID]-[weitere 4-Stellen der ID]-[4 beliebige Zeichen]-[12 beliebige Zeichen].lukitus

Nachdem Lukitus die Daten mit einer starken Verschlüsselung unzugänglich gemacht hat, ersetzt es den Desktophintergrund durch die Datei lukitus.bmp. Der neue Hintergrund zeigt eine kurze, aber drohende Nachricht der Cyberkriminellen an. Opfer erfahren hier über die Datenverschlüsselung und werden für Informationen bezüglich der Datenwiederherstellung auf die Datei lukitus.htm verwiesen.

Die HTM-Datei enthält die Opfer-ID und weist darauf hin, dass sich die Dateien nur mit dem Locky Decryptor entschlüsseln lassen, welcher für 0,49 Bitcoins erhältlich ist. Das ist eine enorme Summe von Geld (fast 1700 Euro)! Wir raten dringendst von der Bezahlung ab, denn letztendlich ist es möglich, dass man trotz Bezahlung ohne Dateien dasteht.

Wie die anderen Varianten von Locky nutzt Lukitus das gleiche Template für den Erpresserbrief und die Zahlungsseite. Die dahintersteckenden Cyberkriminellen gehen bei ihrer Arbeit stets konsistent vor.

Bedauerlicherweise sorgt die Entfernung von Lukitus nicht für eine automatische Wiederherstellung der korrupten Dateien. Weder Locky noch seine Varianten sind entschlüsselbar. Die Entfernung der Kryptoschadsoftware ist trotzdem ein absolutes Muss, da das schädliche Programm kritische Systemänderungen vornimmt und eine Gefahr für die Daten und die Privatsphäre darstellt.

Sobald Sie den Angriff festgestellt haben, sollten Sie eine bewährte Sicherheitssoftware installieren und Lukitus vom Computer entfernen. Wir empfehlen hierfür Reimage oder Malwarebytes MalwarebytesCombo Cleaner.

Schädliche Spammails weiterhin verantwortlich für die Verbreitung des Virus

Dem Schadsoftwareforscher Rommel Joven zufolge sind die Entwickler von Locky den traditionellen Erpressungsprogrammverbreitungsmethoden treu geblieben. Bei den schädlichen Spammailkampagnen wird Lukitus in ZIP- oder RAR-Anhängen verbreitet, die eine JS-Datei in sich tragen. Sobald man das gefährliche Archiv entpackt, wird die ausführbare Datei der Schadsoftware auf dem System hinterlegt.

E-Mails, die diese Kryptoschadsoftware übertragen, haben folgende Betreffzeilen:

  • < No Subject >
  • Emailing – CSI-034183_MB_S_7727518b6bab2

Der Nachrichteninhalt bittet um das Öffnen des angehangenen Dokuments und gibt hierfür eine Frist. Wenn man keine Dateien oder Dokumente erwartet, sollte man solche unbekannten E-Mails auf keinen Fall öffnen.

Der Name “Lukitus” ist Finnisch und bedeutet “Sperrung” und soll folglich der finnische Name für Locky sein. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Variante nur auf finnische Computernutzer ausgerichtet ist. Die schädlichen E-Mails sind in Englisch verfasst und können in jedem Posteingang der Welt landen.

Bevor Sie erhaltene Dateien oder Links in E-Mails öffnen, sollten Sie

  • die Informationen über den Absender sorgfältig prüfen.
  • Anhänge mit einem Sicherheitsprogramm scannen, um sicherzustellen, dass sie nicht infiziert sind.
  • auf Grammatik- oder Rechtschreibfehler achten, die Cyberkriminelle gerne verraten.

Zum Schutz vor Erpressersoftware empfiehlt es sich alle auf dem Computer installierten Programme auf dem aktuellsten Stand zu halten, sowie keine suspekten Inhalte anzuklicken und keine hochriskanten Webseiten zu besuchen. Installieren Sie außerdem ein professionelles Antivirenprogramm. Back-ups sind natürlich auch Muss!

Anleitung für die Entfernung von Lukitus

Die Entfernung von Lukitus muss mit einer bewährten Sicherheitssoftware durchgeführt werden. Die automatische Entfernung stellt sicher, dass alle schädlichen Dateien und Prozesse gestoppt und ohne Systemschäden beseitigt werden. Erpresserische Viren sind sehr komplex. Die manuelle Entfernung kann deswegen leider auch zu irreparablen Systemschäden führen.

Wenn Sie ein Tool für die Entfernung von Lukitus benötigen, können wir folgende Programme empfehlen: Reimage, Malwarebytes MalwarebytesCombo Cleaner und Plumbytes Anti-MalwareMalwarebytes Malwarebytes. Zu beachten gilt, dass die Schadsoftware die Installation oder die Nutzung von Sicherheitsprogrammen verhindern kann. Sie müssen in diesem Fall den Computer wie unten beschrieben im abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern starten.

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Wenn Sie mit Reimage den Virenschaden nicht beheben konnten, kontaktieren Sie uns über Fragt uns und stellen Sie Ihre Frage. Geben Sie dabei alle Einzelheiten an.
Reimage wird empfohlen, um den Virenschaden zu beheben. Der kostenlose Scanner lässt einen überprüfen, ob der Computer infiziert ist oder nicht. Falls Sie Schadsoftware entfernen müssen, müssen Sie die lizenzierte Version von Reimage erwerben.

Anleitung für die manuelle Entfernung des Lukitus-Virus:

Entfernen Sie Lukitus mit Safe Mode with Networking

Wenn Sie die Sicherheitssoftware nicht starten und somit Lukitus nicht vom System entfernen können, führen Sie folgende Schritte aus, um den Virus zu deaktivieren:

  • Schritt 1: Starten Sie den Computer in den Modus Safe Mode with Networking

    Windows 7 / Vista / XP
    1. Klicken Sie auf Start Shutdown Restart OK.
    2. Sobald der Computer aktiv wird, sollten Sie anfangen mehrmals F8 zu drücken bis Sie das Fenster Advanced Boot Options sehen.
    3. Wählen Sie Safe Mode with Networking von der Liste Wählen Sie 'Safe Mode with Networking'

    Windows 10 / Windows 8
    1. Drücken Sie im Windows-Anmeldebildschirm auf den Button Power. Halten Sie nun auf Ihrer Tastatur Shift gedrückt und klicken Sie auf Restart..
    2. Wählen Sie nun Troubleshoot Advanced options Startup Settings und drücken Sie zuletzt auf Restart.
    3. Wählen Sie, sobald der Computer aktiv wird, im Fenster Startup Settings Enable Safe Mode with Networking. Wählen Sie 'Enable Safe Mode with Networking'
  • Schritt 2: Entferne Lukitus

    Melden Sie sich am infizierten Computer an und starten Sie den Browser. Laden Sie Reimage oder eine andere legitime Anti-Spyware herunter. Aktualisieren Sie das Programm bevor Sie einen vollständigen Systemscan ausführen und entfernen Sie die schädliche Dateien, die zu der Ransomware gehören und stellen Sie die Entfernung von Lukitus fertig.

Probieren Sie folgende Methode aus, falls die Ransomware Safe Mode with Networking blockiert.

Entfernen Sie Lukitus mit System Restore

  • Schritt 1: Starten Sie den Computer in den Modus Safe Mode with Command Prompt

    Windows 7 / Vista / XP
    1. Klicken Sie auf Start Shutdown Restart OK.
    2. Sobald der Computer aktiv wird, sollten Sie anfangen mehrmals F8 zu drücken bis Sie das Fenster Advanced Boot Options sehen.
    3. Wählen Sie Command Prompt von der Liste Wählen Sie 'Safe Mode with Command Prompt'

    Windows 10 / Windows 8
    1. Drücken Sie im Windows-Anmeldebildschirm auf den Button Power. Halten Sie nun auf Ihrer Tastatur Shift gedrückt und klicken Sie auf Restart..
    2. Wählen Sie nun Troubleshoot Advanced options Startup Settings und drücken Sie zuletzt auf Restart.
    3. Wählen Sie, sobald der Computer aktiv wird, im Fenster Startup Settings Enable Safe Mode with Command Prompt. Wählen Sie 'Enable Safe Mode with Command Prompt'
  • Schritt 2: Stellen Sie Ihre Systemdateien und -einstellungen wieder her.
    1. Sobald das Fenster Command Prompt auftaucht, geben Sie cd restore ein und klicken Sie auf Enter. Geben Sie 'cd restore' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    2. Geben Sie nun rstrui.exe ein und drücken Sie erneut auf Enter.. Geben Sie 'rstrui.exe' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    3. Wenn ein neues Fenster auftaucht, klicken Sie auf Next und wählen Sie einen Wiederherstellungspunkt, der vor der Infiltrierung von Lukitus liegt. Klicken Sie anschließend auf Next. Wenn das Fenster 'System Restore' auftaucht, wählen Sie 'Next' Wählen Sie den Wiederherstellungspunkt und klicken Sie auf 'Next'
    4. Klicken Sie nun auf Yes, um die Systemwiederherstellung zu starten. Klicken Sie auf 'Yes' und starten Sie die Systemwiederherstellung
    Nachdem Sie das System zu einem früheren Datum wiederhergestellt haben, vergewissern Sie sich, dass die Entfernung von Lukitus erfolgreich war, indem Sie Reimage herunterladen und damit den Computer scannen.

Bonus: Wiederherstellung der Daten

Die oben aufgeführte Anleitung soll dabei helfen Lukitus vom Computer zu entfernen. Für die Wiederherstellung der verschlüsselten Dateien empfehlen wir eine ausführliche Anleitung von den Sicherheitsexperten von dieviren.de zu nutzen.

Wenn Ihre Dateien von Lukitus verschlüsselt worden sind, haben Sie für die Wiederherstellung mehrere Möglichkeiten:

Data Recovery Pro – Die Alternative für die Datenwiederherstellung

Das Tool kann nach einem Erpressungsprogrammangriff hilfreich sein. Wir können nicht versprechen, dass es alle .lukitus-Dateien wiederherstellen wird, aber Sie können mit der Software sicherlich ein paar der korrupten Dateien retten.

  • Data Recovery Pro herunterladen;
  • Führen Sie die Schritte der Data Recovery aus und installieren Sie das Programm auf dem Computer;
  • Starten Sie es und scannen Sie den Computer nach Dateien, die von Lukitus verschlüsselt worden sind;
  • Stellen Sie sie wieder her.

Die Vorgängerfunktion von Windows

Wenn die Systemwiederherstellung vor dem Angriff aktiviert wurde, können Sie mit dieser Methode Dateien, die vor dem Angriff erstellt worden sind, einzeln wiederherstellen:

  • Suchen Sie nach einer verschlüsselten Datei, die Sie wiederherstellen möchten und führen Sie einen Rechtsklick darauf aus;
  • Selektieren Sie “Properties” und gehen Sie zum Reiter “Previous versions”;
  • Kontrollieren Sie hier unter “Folder versions” alle verfügbaren Kopien. Wählen Sie die Version aus, die Sie wiederherstellen möchten und klicken Sie auf “Restore”.

ShadowExplorer

Wenn Sie Glück haben und diese Variante von Locky die Schattenkopien belässt, können Sie die korrupten Dateien wie folgt wiederherstellen:

  • Laden Sie Shadow Explorer (http://shadowexplorer.com/) herunter;
  • Folgen Sie den Anweisungen des Einrichtungsassistenten von Shadow Explorer und installieren Sie die Anwendung auf dem Computer;
  • Starten Sie das Programm und wählen Sie mithilfe des Auswahlmenüs oben links in der Ecke ihre Festplatte mit den verschlüsselten Daten aus. Kontrollieren Sie die vorhandenen Ordner;
  • Führen Sie auf den wiederherzustellenden Ordner einen Rechtsklick aus und wählen Sie “Export”. Sie können ebenfalls auswählen, wo der Ordner wiederhergestellt werden soll.

Es steht noch kein Entschlüsselungsprogramm für Lukitus zur Verfügung.

Als Letztes sollten Sie sich natürlich immer über den Schutz vor Crypto-Ransomware Gedanken machen. Um den Computer vor Lukitus und anderer Ransomware zu schützen, sollten Sie eine bewährte Anti-Spyware, wie beispielsweise Reimage, Malwarebytes MalwarebytesCombo Cleaner oder Plumbytes Anti-MalwareMalwarebytes Malwarebytes, nutzen.

Über den Autor

Jake Doevan - Das Leben ist zu kurz, um die Zeit mit Viren zu verschwenden.

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Quelle: https://www.2-spyware.com/remove-lukitus-ransomware-virus.html

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