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.odin-Virus. Richtig entfernen? (Anleitung für die Deinstallation)

Olivia Morelli - - | Virustyp: Ransomware
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Was zu tun ist, wenn Dateien auf .odin enden:

Die Endung .odin taucht normalerweise dann auf, wenn die entsprechende Datei vom .odin-Virus (bzw. besser als Erpressungsprogramm ODIN bekannt) verschlüsselt worden ist. Der destruktive Virus modifiziert die Daten auf spezielle Weise, sodass man sie nicht mehr öffnen kann. Das dahintersteckende Ziel ist sich Geld von den Opfern zu erbeuten. Für die Entschlüsselungssoftware, die angeblich alle auf .odin endende Dateien reparieren kann, muss man nämlich zahlen. Wenn Sie auf der Suche nach einem ODIN-Entschlüsselungsprogramm sind, müssen wir Ihnen leider direkt mitteilen, dass es noch kein solches Tool gibt. Erpressungsprogramme sind so extrem gefährlich, weil es nach dem angerichteten Schaden keinen Weg mehr zurückgibt. Es sei denn, man hat Back-ups von den Dateien angefertigt. In solch einem Fall kann man die Dateien ohne Probleme und kostenfrei wiederherstellen, nachdem man den Virus beseitigt hat. Wenn Sie kein Back-up haben, haben wir trotzdem ein paar Vorschläge für die Wiederherstellung. Wir weisen aber darauf hin, dass es keine Garantie gibt, dass die Dateien wiederhergestellt werden können. Nun möchten wir aber erst einmal erklären, was ODIN ist, wie der Virus vorgeht und warum er den Computer angreifen konnte.

Was ist der ODIN-Virus und was ist sein Ziel?

Der Virus erreicht den Computer in der Form eines verschlüsselten DLL-Installationsprogramms. Die DLL wird anschließend entschlüsselt und mithilfe des Prozesses rundll32.exe von Windows ausgeführt. Das Programm befiehlt dann das Öffnen und das Ausführen der im Ordner %TEMP% befindlichen schädlichen DLL. Daraufhin fängt der Virus an diversen Dateien in den Ordnern auf dem Computer zu verschlüsseln, wobei nur Systemordner umgangen werden, damit das System nicht kaputt gemacht wird und der Computer weiterhin läuft. Der Virus identifiziert die Zieldateien anhand ihres Typs. Unseren Recherchen zufolge kann der Virus über 390 verschiedene Dateitypen verschlüsseln. Ferner kann er Dateien verschlüsseln, die sich auf nicht zugeordneten freigegebenen Netzwerklaufwerken befinden. Für die Verschlüsselung wird eine Kombination aus RSA-2048 und AES-128 verwendet. Leider bedeutet dies, dass es nicht möglich ist die Dateien ohne den einzigartigen Schlüssel, den nur die Autoren des Erpressungsprogramms kennen, wiederherstellen lassen. Sie nutzen für jedes Opfer ein anderes Verschlüsselungs- und Entschlüsselungspaar, weshalb das Weitergeben der Entschlüsselungssoftware an andere Opfern nicht helfen wird.

Nachdem die Verschlüsselung der Daten fertiggestellt ist, erstellt der Virus mehrere Dateien mit einer Lösegeldforderung und Informationen, wie man die mit .odin versehenen Dateien entschlüsseln kann. Die Lösegeldforderungen befinden sich in den Dateien namens _[zweistellige Zahl]_HOWDO_text.html, _HOWDO_text.html oder _HOWDO_.bmp. Jedes Opfer bekommt seine eigene einzigartige Identifizierungsnummer und einen individuellen Link für die Bezahlseite, wo die Entschlüsselungssoftware erworben werden kann. Die Bezahlseite kann außerdem nur via dem Tor-Browser erreicht werden. Sobald man die Seite betritt, wird jedoch schnell klar, dass der Virus lediglich eine weitere Version vom Locky-Virus ist. Hier findet man nämlich die gleiche Beschreibung wie bei Locky “We present a special software – Locky Decryptor, which allows to decrypt and return control to all your encrypted files.” Das Entschlüsselungsprogramm ist zum Preis von 0,7 BTC erhältlich, was zurzeit ungefähr 420 Euro entspricht. Aus ersichtlichen Gründen raten wir davon ab das Lösegeld zu bezahlen. Zunächst einmal kann man sich auf Cyberkriminelle nicht verlassen. Es gibt keine Garantie, dass sie wirklich die Entschlüsselungssoftware aushändigen und selbst wenn, kann sich darin Schädliches verbergen. Zudem treibt man damit das Erpressungsprogrammgeschäft an und gibt Cyberkriminellen einen Grund weiterzumachen. Falls Sie sich also mit diesem erpresserischen Virus infiziert haben, sollten Sie ihn so schnell wie möglich entfernen. Für die Entfernung vom .odin-Virus können Sie Reimage oder eine ähnliche Anti-Malware verwenden.
.odin file extension malware encrypts files and wants money

Wie verbreitet sich der Virus?

Betroffene von Locky (oder ODIN) berichten, dass sie sich durch einen schädlichen E-Mail-Anhang infiziert haben. Diese Art der Verbreitung von Schadsoftware bleibt weiterhin die beliebteste und effektivste Methode, um Erpressungsprogramme in die Computer einzuschleusen. Die dahintersteckenden Verbrecher versenden E-Mails mit erlogenen Berichten, Rechnungen, Lebensläufen, Strafzetteln und anderen Dokumenten, die die Schadsoftware verbergen und in den Computer lassen. Wir empfehlen daher nachdrücklich keine E-Mails von unbekannten Absendern zu öffnen, denn solche E-Mails bringen häufig Schadsoftware mit sich. Obwohl bei ODIN auch weitere Methoden für die Verbreitung verwendet werden, sind beeinträchtigte E-Mail-Anhänge immer noch die Hauptursache für eine Infizierung. Schadsoftware kann jedoch auch auf dem Computer installiert werden, wenn man gefälschte Softwareupdates herunterlädt oder auf Schadsoftware belastete Anzeigen klickt.

.odin-Virus entfernen

Wenn die Dateien durch den .odin-Virus gesperrt wurden, muss man sich damit nicht abfinden. Sie sollten den .odin-Virus so schnell wie möglich mit einer zuverlässigen Anti-Malware entfernen. Wie wir bereits erwähnt haben, ist unser empfohlenes Tool für die Entfernung von ODIN Reimage. Allerdings wird der Virus mit hoher Wahrscheinlichkeit die Sicherheitssoftware blockieren. In diesem Fall sind dann folgende Informationen interessant: 

Anleitung für die manuelle Entfernung des .odin-Virus:

Wir können mit jedem Produkt, dass wir auf unserer Seite empfehlen, affiliiert sein. Weitere Auskunft in unsern Nutzungsbedingungen. Mit dem Herunterladen einer vorausgesetzten Anti-spyware Software, um .odin-Virus zu entfernen, stimmen sie unserer Datenschutz und Nutzungsbedingungen.
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Was ist zu tun, wenn das Programm nicht hilft?
Wenn Sie die Infizierung nicht mit Reimage beseitigen konnten, kontaktieren Sie unser Support-Team unter Frage stellen und geben Sie so viele Informationen wie möglich.
Für die Deinstallation von .odin-Virus ist Reimage empfehlenswert. Der kostenlose Scanner lässt einen überprüfen, ob der Computer infiziert ist oder nicht. Falls Sie Schadsoftware entfernen müssen, müssen Sie die lizenzierte Version von Reimage erwerben.

Weitere Informationen über das Programm können Sie in der Beurteilung von Reimage finden.

Weitere Informationen über das Programm können Sie in der Beurteilung von Reimage finden.
Pressebeiträge auf Reimage
Pressebeiträge auf Reimage
Alternative Software
Plumbytes Anti-Malware
Wir haben die Effizienz von Plumbytes Anti-Malware bei der Entfernung von .odin-Virus getestet (2016-10-25)
Malwarebytes Anti Malware
Wir haben die Effizienz von Malwarebytes Anti Malware bei der Entfernung von .odin-Virus getestet (2016-10-25)
Hitman Pro
Wir haben die Effizienz von Hitman Pro bei der Entfernung von .odin-Virus getestet (2016-10-25)
Webroot SecureAnywhere AntiVirus
Wir haben die Effizienz von Webroot SecureAnywhere AntiVirus bei der Entfernung von .odin-Virus getestet (2016-10-25)

Entfernen Sie .odin mit Safe Mode with Networking

  • Schritt 1: Starten Sie den Computer in den Modus Safe Mode with Networking

    Windows 7 / Vista / XP
    1. Klicken Sie auf Start Shutdown Restart OK.
    2. Sobald der Computer aktiv wird, sollten Sie anfangen mehrmals F8 zu drücken bis Sie das Fenster Advanced Boot Options sehen.
    3. Wählen Sie Safe Mode with Networking von der Liste Wählen Sie 'Safe Mode with Networking'

    Windows 10 / Windows 8
    1. Drücken Sie im Windows-Anmeldebildschirm auf den Button Power. Halten Sie nun auf Ihrer Tastatur Shift gedrückt und klicken Sie auf Restart..
    2. Wählen Sie nun Troubleshoot Advanced options Startup Settings und drücken Sie zuletzt auf Restart.
    3. Wählen Sie, sobald der Computer aktiv wird, im Fenster Startup Settings Enable Safe Mode with Networking. Wählen Sie 'Enable Safe Mode with Networking'
  • Schritt 2: Entferne .odin

    Melden Sie sich am infizierten Computer an und starten Sie den Browser. Laden Sie Reimage oder eine andere legitime Anti-Spyware herunter. Aktualisieren Sie das Programm bevor Sie einen vollständigen Systemscan ausführen und entfernen Sie die schädliche Dateien, die zu der Ransomware gehören und stellen Sie die Entfernung von .odin fertig.

Probieren Sie folgende Methode aus, falls die Ransomware Safe Mode with Networking blockiert.

Reimage ist ein Programm zum Erkennen von Schadsoftware.
Für die Beseitigung von Infizierungen ist die Vollversion notwendig.
Weitere Informationen über Reimage.

Entfernen Sie .odin mit System Restore

  • Schritt 1: Starten Sie den Computer in den Modus Safe Mode with Command Prompt

    Windows 7 / Vista / XP
    1. Klicken Sie auf Start Shutdown Restart OK.
    2. Sobald der Computer aktiv wird, sollten Sie anfangen mehrmals F8 zu drücken bis Sie das Fenster Advanced Boot Options sehen.
    3. Wählen Sie Command Prompt von der Liste Wählen Sie 'Safe Mode with Command Prompt'

    Windows 10 / Windows 8
    1. Drücken Sie im Windows-Anmeldebildschirm auf den Button Power. Halten Sie nun auf Ihrer Tastatur Shift gedrückt und klicken Sie auf Restart..
    2. Wählen Sie nun Troubleshoot Advanced options Startup Settings und drücken Sie zuletzt auf Restart.
    3. Wählen Sie, sobald der Computer aktiv wird, im Fenster Startup Settings Enable Safe Mode with Command Prompt. Wählen Sie 'Enable Safe Mode with Command Prompt'
  • Schritt 2: Stellen Sie Ihre Systemdateien und -einstellungen wieder her.
    1. Sobald das Fenster Command Prompt auftaucht, geben Sie cd restore ein und klicken Sie auf Enter. Geben Sie 'cd restore' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    2. Geben Sie nun rstrui.exe ein und drücken Sie erneut auf Enter.. Geben Sie 'rstrui.exe' ohne die Anführungszeichen ein und drücken Sie auf 'Enter'
    3. Wenn ein neues Fenster auftaucht, klicken Sie auf Next und wählen Sie einen Wiederherstellungspunkt, der vor der Infiltrierung von .odin liegt. Klicken Sie anschließend auf Next. Wenn das Fenster 'System Restore' auftaucht, wählen Sie 'Next' Wählen Sie den Wiederherstellungspunkt und klicken Sie auf 'Next'
    4. Klicken Sie nun auf Yes, um die Systemwiederherstellung zu starten. Klicken Sie auf 'Yes' und starten Sie die Systemwiederherstellung
    Nachdem Sie das System zu einem früheren Datum wiederhergestellt haben, vergewissern Sie sich, dass die Entfernung von .odin erfolgreich war, indem Sie Reimage herunterladen und damit den Computer scannen.
Reimage ist ein Programm zum Erkennen von Schadsoftware.
Für die Beseitigung von Infizierungen ist die Vollversion notwendig.
Weitere Informationen über Reimage.

Bonus: Wiederherstellung der Daten

Die oben aufgeführte Anleitung soll dabei helfen .odin vom Computer zu entfernen. Für die Wiederherstellung der verschlüsselten Dateien empfehlen wir eine ausführliche Anleitung von den Sicherheitsexperten von dieviren.de zu nutzen.

Wenn Ihre Dateien von .odin verschlüsselt worden sind, haben Sie für die Wiederherstellung mehrere Möglichkeiten:

Dateien mit Data Recovery Pro entschlüsseln

Obwohl Data Recovery Pro kein offizielles ODIN-Entschlüsselungsprogramm ist, kann es dabei helfen verlorene Dateien schnell wiederherzustellen. Auch wenn wir nicht garantieren können, dass es die .odin-Dateien entschlüsseln kann, ist es zumindest einen Versuch wert.

  • Laden Sie Data Recovery Pro (https://dieviren.de/download/data-recovery-pro-setup.exe) herunter;
  • Führen Sie die Schritte der Data Recovery aus und installieren Sie das Programm auf dem Computer;
  • Starten Sie es und scannen Sie den Computer nach Dateien, die von .odin verschlüsselt worden sind;
  • Stellen Sie sie wieder her.

Locky Decryptor

Wir raten dringendst davon ab den Verbrechern das Tool abzukaufen, da es mit weiteren schädlichen Anwendungen gebündelt sein könnte. Bitte zahlen Sie nicht das Lösegeld. Sie würden damit Cyberkriminelle lediglich unterstützen.

Als Letztes sollten Sie sich natürlich immer über den Schutz vor Crypto-Ransomware Gedanken machen. Um den Computer vor .odin und anderer Ransomware zu schützen, sollten Sie eine bewährte Anti-Spyware, wie beispielsweise Reimage, Plumbytes Anti-MalwareWebroot SecureAnywhere AntiVirus oder Malwarebytes Anti Malware, nutzen.

Olivia Morelli
Olivia Morelli - Schadsoftwareanalystin

Wenn Ihnen die kostenlose Entfernungsanleitung geholfen hat und Sie mit unserem Service zufrieden sind, möchten wir Sie um eine Spende bitten, sodass wir unsere Hilfe weiter anbieten können. Jeder noch so kleine Betrag ist herzlich willkommen.

quelle: http://www.2-spyware.com/remove-odin-file-extension-virus.html

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