Locky zurzeit als Ykcol-Virus im Umlauf – Schützen Sie unbedingt Ihren Computer!

Die Erpressersoftware Ykcol ist der neueste Abkömmling des berüchtigten Locky-Virus. Er ist der Nachfolger der Versionen Lukitus und Diablo6 und nutzt eine Kombination aus den Verschlüsselungsverfahren RSA-2048 und AES-128, um die Dateien seiner Opfer unzugänglich zu machen. Der Virus versieht jede verschlüsselte Datei mit einem .ykcol und hinterlässt auf dem Desktop die Dateien ykcol.bmp und ykcol.htm.
Die Entwickler von Locky nutzen für den Namen ihrer neuen Erpressersoftware einfach Locky rückwärts geschrieben. Die schädliche Software wird derzeit via Spammails, die einen kompromittierten Anhang enthalten, verbreitet. Der kompromittierte Anhang enthält ein Skript, das letztendlich den Ykcol-Virus herunterlädt und aktiviert.
Nach der Infizierung des Systems speichert der Virus die bereits erwähnten zwei Dateien auf dem Desktop, die als Erpresserbrief dienen. Die BMP-Datei wird außerdem als Desktophintergrund festgelegt. Die HTM-Datei hingegen öffnet den Browser und stellt Links für eine persönliche Bezahlseite zur Verfügung. Um die persönliche Bezahlseite erreichen zu können, muss man allerdings zuerst den Tor-Browser herunterladen und dort die .onion-Webseite eingeben.
Die Bezahlseite im Tor-Netzwerk präsentiert den “Locky Decryptor”, ein Entschlüsselungsprogramm der Autoren von Locky. Frühere Versionen des Virus forderten für das Freilassen der Dateien einen halben Bitcoin. Die Ykcol-Schadsoftware verlangt 0,25 Bitcoin.
Da der Wert von Bitcoins jedoch erheblich gestiegen ist, befindet sich das geforderte Lösegeld umgerechnet in der Höhe von 900 Euro. Das ist ein ziemlich hoher Preis für die Datenentschlüsselung.
Cybersicherheitsexperten raten die Forderungen der Kriminellen zu ignorieren und andere verfügbare Wiederherstellungsmethoden auszuprobieren. Zurzeit gibt es noch keine Neuigkeiten hinsichtlich einer vollständigen Wiederherstellung. Die einzig wirksame Methode hierbei ist die Verwendung von Back-ups.

NoVirus.ukempfiehlt den Ykcol-Virus dringendst so schnell wie möglich zu entfernen. Die Genesung nach einem Angriff erfordert Zeit und um den Computer wieder sicher verwenden zu können, muss man zu allererst die Schadsoftware beseitigen. Nutzen Sie hierfür vertrauenswürdige Programme wie FortectIntego oder MalwarebytesMalwarebytes. Um die neue Version von Locky beseitigen zu können, muss man den Computer zusätzlich noch in den abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern starten.
Starten Sie die Entfernung, indem Sie sich zuerst die unten aufgeführte Anleitung durchlesen. Nachdem Sie gelernt haben, wie Sie den Computer auf die Entfernung vorbereiten, sollten Sie sie umgehend durchführen. Sobald sich der Computer im abgesicherten Modus befindet, starten Sie die Anti-Malware, um die schädlichen Dateien ausfindig zu machen und zu löschen. Wir möchten außerdem daran erinnern, dass man vor dem Scan die Sicherheitssoftware aktualisieren sollte.
Aktuelle Verbreitungsmethoden von Locky
Jede Variante von Locky wird normalerweise via Spammails verbreitet. Der Ykcol-Virus ist hiervon keine Ausnahme. Die neueste Variante der Erpressersoftware wird über Malspam-Kampagnen vorangetrieben, die falsche 7Zip-Archive mit VBS-Dateien versenden. Die schädlichen E-Mails basieren wieder einmal auf gefälschte Rechnungen und bitten ihren Empfänger darum sie zu begutachten und den Absender über den Status zu informieren.
Der kompromittierte Anhang ist mit beliebigen Zeichen benannt und enthält eine VBS-Datei, die nach dem Öffnen eine Verbindung zu entfernten Servern aufbaut und Locky herunterlädt. Im Anschluss des Downloads wird die Erpressersoftware von der VBS-Datei aktiviert. Das Resultat ist, dass das Opfer umgehend seine Dateien verliert und dem Erpresserbrief der Cyberkriminellen entgegensieht.
Die Autoren des virtuellen Erpressungsprogramms nutzen eine Vielzahl von unterschiedlichen Verbreitungstechniken. Bisher scheinen jedoch Phishing und schädliche Spammails die bevorzugte Kombination zu sein, um Computernutzer auszutricksen. Die Entwickler von Locky ändern nur selten ihre Verbreitungstaktiken. Wahrscheinlich, weil sie damit bisher recht erfolgreich sind.
Ykcol-Virus direkt entfernen
Wenn Sie sich mit der neuesten Version von Locky infiziert haben und sie die Dateien kompromittiert hat, müssen Sie als allererstes den Virus vom System beseitigen. Bedauerlicherweise kann die Schadsoftware die Entfernung schwer machen, weshalb Sie Programme nutzen sollten, die von IT-Experten für die Erkennung und Entfernung von Schadsoftware entwickelt worden sind.
Die Entfernung von Ykcol ist schwierig, weil der Virus mit professionellen Techniken versucht eine Erkennung zu verhindern. Wenn Ihre Sicherheitssoftware die Verschlüsselung der Dateien nicht aufhalten konnte, müssen Sie sie aktualisieren und die Schadsoftware beseitigen. Auf diese Weise schützen und sichern sie ihren Computer vor illegalen Aktivitäten, die der Virus veranlassen könnte.
War diese Anleitung hilfreich?
Schreiben Sie den ersten Kommentar