Der Zeus-Trojaner ist eine Art bösartiger Software, die entwickelt wurde, um sensible Daten von Ihrem PC zu stehlen

Der Zeus-Trojaner, auch bekannt als Zbot-Trojaner, ist eine gefährliche und heimliche Cyber-Attacke, die ihre bösartigen Fähigkeiten nutzt, um sensible Informationen von Benutzern zu stehlen. Dieser spezielle Angriff kann vermieden werden, indem Sie darauf achten, welche Apps Sie auf Ihr Gerät herunterladen (was Sie mit einem Antivirenprogramm tun können), und diese vor dem Öffnen auf Malware überprüfen, um mögliche Einbrüche in private Daten zu vermeiden.
Der Virus war einer der ersten Varianten zum Stehlen von Bankdaten. Es ist daher nicht überraschend, dass fast jeder Banktrojaner auf Zeus aufbaut. Durch Verändern der Konfigurationsdatei des Trojaner-Toolkits kann der Virus so angepasst werden, dass er quasi jede gewünschte Art von Information erfassen kann.
Der Virus hat bereits zig Millionen Computer infiziert und Hackern zu hunderten von Millionen Dollar verholfen. Es wird angenommen, dass sich der ursprüngliche Besitzer des Zeus-Trojaners in 2011 nach dem Veröffentlichen des Quellcodes zurückgezogen hat. Allerdings beschleunigt das Leaken von Schadsoftwarequellcode lediglich die Entwicklung von individuell angepassten Versionen.
Es ist nicht überraschend, dass Sicherheitsexperten immer noch über Infiltrierungen von Zeus berichten. Man sollte demzufolge dafür sorgen, dass eine zuverlässige Anti-Spyware auf dem System installiert ist, wenn man die Bankdaten und ähnlichen vertraulichen Informationen schützen möchte. Unser DieViren-Team empfiehlt an dieser Stelle gerne die Software FortectIntego. Der Zeus-Trojaner kann auf mehreren Wegen Informationen sammeln, aber Experten sind sich darüber einig, dass folgende zwei Methoden besonders auffallen:
- Sobald der Virus den Computer infiziert, erfasst er automatisch Passwörter vom Protected Storage (PStore), wie unter anderem von FTP, POP3 und Internet Explorer.
- Zeus überwacht außerdem besuchte Webseiten und fügt in Formularen gelegentlich weitere Felder ein, die nicht von der originalen Webseite stammen. In diesen zusätzlichen Feldern soll man beispielsweise statt dem regulären Benutzernamen und Passwort Informationen wie das Geburtsdatum oder die Telefonnummer angeben.
Darüber hinaus kann der Zeus-Trojaner seine C&C-Server kontaktieren, um andere schädliche Tätigkeiten auf dem infizierten Computer zu veranlassen. Er kann Dateien herunterladen, den Computer abschalten, ihn neustarten und auch Systemdateien löschen, wodurch das Betriebssystem abstürzen kann. Das Resultat ist, dass das Betriebssystem komplett neu installiert werden muss.

Supportbetrüger machen sich Ruf von Zeus zunutze, um Computernutzer zu verunsichern
Schadsoftwareforscher und -analysten haben in der Welt der Cyberverbrechen eine neue Tendenz bemerkt. Betrüger bewerben ihre gefälschten Supportdienstleistungen, indem sie den Computer mit Scareware infizieren und im Browser Pop-ups mit verunsichernden Nachrichten einblenden. Wenn der Browser also plötzlich eine verdächtige URL öffnet, worin ein Pop-up mit „Windows detected ZEUS virus“ oder „Zeus has been detected and put in quarantine“ eingeblendet wird, sollten Sie dem nicht glauben.
Die einzige Software, die feststellen kann, ob der Computer mit dem Zeus-Trojaner infiziert worden ist, ist eine Anti-Malware und nicht der Browser. Betrüger machen sich den Ruf von Zeus zunutze, weil es sich hierbei um eine berüchtigte Schadsoftware handelt und viele Computernutzer den Virennamen zumindest einmal in ihrem Leben gehört haben. Ein weiteres offensichtliches Zeichen für einen Betrug ist, dass in dem Pop-up eine Supportnummer angegeben wird.

Support bewerbende Schadsoftware präsentiert meist Nummern wie 1-800-014-8826, 1-844-324-6233 oder 1-844-680-1071. Rufen Sie diese Telefonnummern nicht an! Aller Wahrscheinlichkeit nach befindet sich der Zeus-Virus gar nicht auf dem System und es werden auch keine persönlichen Informationen gestohlen. Entfernen Sie stattdessen mit einer Anti-Malware die Scareware. Man versucht Ihnen hier lediglich Angst einzujagen und Sie dazu zu bringen die angebotene „Hilfe“ in Anspruch zu nehmen.
Anhand der Berichte von Betroffenen scheinen Betrüger am meisten dazu aufzufordern nutzlose Programme oder Dienstleistungen zu erwerben, persönliche Daten anzugeben oder Fernzugriff auf den Computer zu erlauben. Gehen Sie auf keinen Fall auf die Betrüger ein, denn sie haben nur böswillige Absichten im Sinn. Mehr über Supportviren erfahren Sie hier.

Auf Zeus bezogene Schadsoftware-Varianten
Zeus-Virus
Das schädliche Programm wird sowohl als Virus und auch als Trojaner bezeichnet. Nach der Infizierung des Systems überwacht es heimlich die Internetaktivitäten, stiehlt Systeminformationen, Bankdaten und mehr. Die Fähigkeiten die Tastaturanschläge aufzuzeichnen verhilft dem Virus dazu alles Mögliche aufzunehmen und an die Angreifer zu senden.
Die Schadsoftware findet auf diese Weise alle vom Opfer verwendeten Passwörter heraus, inklusive der Kreditkartenkennziffern. Es besteht kein Zweifel darüber, dass Angreifer gestohlene Daten für böse Absichten nutzen möchten und der Verlust von Bankdaten katastrophale Konsequenzen mit sich bringen kann. Bedauerlicherweise arbeitet die Schadsoftware im Geheimen, wodurch eine Infizierung unerkannt bleibt, wenn man keine anständige Anti-Malware auf dem System installiert hat.
Zbot
Zbot ist ein weiterer von vielen Sicherheitsexperten verwendeter Name für den Zeus-Trojaner. Wenn Ihre Sicherheitssoftware Zbot auf dem System findet, haben Sie mit einer sehr ernstzunehmenden Schadsoftware infiziert, die heimlich Ihre Aktivitäten mitverfolgt und Passwörter und andere sensible Daten erfasst. Sie müssen in diesem Fall Zbot umgehend entfernen und so schnell wie möglich alle Passwörter ändern!

GameOver Zeus
GameOver Zeus ist ebenfalls ein auf Zeus basierender Trojaner. Berichten zufolge wird die schädliche Software über das Botnetz Cutwaii verbreitet. Der Trojaner nutzt ein verschlüsseltes P2P-Netz, um mit seinen Nodes und C&C-Servern zu kommunizieren. Die trügerische Schadsoftware wird dazu verwendet das berüchtigte Erpressungsprogramm CryptoLocker zu verbreiten.
Die Aktivitäten von GameOver Zeus wurden im Juni 2014 gestoppt, nachdem die Kommunikation zwischen dem Trojaner und seinen C&C-Servern aufgehalten wurde. Ein Jahr später sprach das FBI eine Belohnung in Höhe von 3 Millionen USD für Informationen über den Hacker Evgeniy Mikhailovich Bohachev aus. Der Hacker wurde immer noch nicht gefangen.
Windows Detected Zeus virus
“Windows Detected ZEUS Virus”-Supportbetrug. Die Betrugsmasche beruht auf Phishing-Seiten, die ihren Besuchern irreführende Informationen einblenden. In der Regel werden Opfer zu solchen betrügerischen Webseiten weitergeleitet, nachdem sie sich mit einer bestimmten Adware oder einer Support-Schadsoftware infiziert haben.
Die betrügerische Webseite spielt normalerweise eine Sprachnachricht ab, blendet eine Warnung ein und drängt zum Anrufen einer Support-Hotline unter der Nummer 0800-014-8826, weil Windows angeblich den Zeus-Virus auf dem System entdeckt hat. Solche Webseiten blenden die Warnungen unabhängig davon ein, ob der Computer nun mit der Schadsoftware infiziert ist oder nicht. Die dahintersteckenden Betrüger beabsichtigen lediglich sich Geld zu erschwindeln, indem sie Scheinsicherheitssoftware verkaufen oder sensible Informationen erfragen.

You have a Zeus virus
„You Have A ZEUS Virus“-Supportbetrug. Ist eine weitere Betrugsmasche, wo Opfer zum Anruf der Supportnummer 1-844-859-0337 und möglicherweise anderen Rufnummern angehalten werden. Sobald das schädliche Programm in den Computer gelangt, verursacht es Weiterleitungen nach betrügerischen Webseiten, die allerlei Warnungen einblenden. Im Falle von „You Have A ZEUS Virus“ versucht man davon zu überzeugen, die Betrüger umgehend anzurufen, indem man mit dem Löschen der Festplatte droht, wenn man die Webseite schließt.
Allerdings ist dies absolut unbegründet und die Seite sollte umgehend geschlossen werden, damit man die hierfür verantwortliche Schadsoftware mit einer bewährten Anti-Malware entfernen kann. Der Virus verhält sich auffallend ähnlich wie die „Your Computer Has Been Infected With Virus“-Schadsoftware.
Windows Defender Alert: Zeus virus
„Windows Defender Alert: Zeus Virus“-Supportbetrug. Der schädliche Virus löst Weiterleitungen nach Webseiten aus, die wie der berühmte Bluescreen von Windows aussehen. Die Webseiten können mit Windows-Logos dekoriert sein und eine Reihe von Informationen auflisten, die angeblich vom Zeus-Virus gestohlen werden, wenn man nicht umgehend mit dem Support Kontakt aufnimmt.
Es gibt hunderte von Seiten, die solche trügerischen Warnungen einblenden und anraten +1-844-313-7003 und ähnliche Nummern für „Hilfe“ anzurufen. Wenn Sie von solchen Warnungen geplagt werden, müssen Sie mit einer Anti-Malware das System überprüfen, um die Supportschadsoftware zu entfernen. Aller Wahrscheinlichkeit sind Sie nicht mit dem Zeus-Virus infiziert, sondern mit einem anderen schädlichen Programm, das Sie mit Betrügern in Kontakt bringen möchte.

Verbreitungsmethoden
Der Zeus-Trojaner wird rege über irreführende E-Mails verbreitet, welche über nicht zugestellte Artikel informieren. Beachten Sie bitte, dass die E-Mails sehr vertrauenswürdig aussehen können und sich als Mitteilungen der Firmen FedEx, Royal Mail und anderen bekannten Zustellern ausgeben können. Wenn Sie solch eine E-Mail erhalten haben, sollten Sie sie ignorieren und nicht auf die darin enthaltenen Links klicken, denn ansonsten könnten Sie sich mit dem Zeus-Trojaner infizieren. Die Schadsoftware ist zudem dafür bekannt auf vielen verschiedenen Methoden verbreitet zu werden, einschließlich mit Drive-by-Downloads.
Wir empfehlen illegale Webseiten zu meiden, keine unerlaubten Programme zu nutzen und irreführende Nachrichten in sozialen Netzwerken zu ignorieren, weil sie ebenfalls in die Verbreitung von dem Trojaner involviert sein können. Sobald er ins System eindringt, modifiziert er die Einstellungen und fängt an gefährliche Aktivitäten zu veranlassen. Sie sollten keine Zeit verschwenden und den Virus sofort vom System entfernen, um ein Verlust von Kreditkarteninformationen und Geld zu verhindern.

Entfernen Sie Zeus Trojan oder die damit verbundenen Betrügereien ganz einfach
Wenn Sie den Zeus-Trojaner vom Computer entfernen wollen, sollten Sie das System mit FortectIntego oder MalwarebytesMalwarebytes scannen. Achten Sie darauf, dass Sie aktuelle Versionen nutzen, damit der Trojaner nicht von der Anti-Malware übersehen wird. Bei der Entfernung von Viren ist es außerdem hilfreich die Internetverbindung zum Computer zu trennen. Diese Strategie kann dabei helfen die schädlichen Prozesse des Virus Einhalt zu gebieten und folglich in eine schnellere und erfolgreichere Entfernung resultieren.
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